Rendezvous mit Joe Black
Durchschnitts-Wertung
3,8
405 Wertungen

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4,5
Veröffentlicht am 8. April 2026
Ich hatte immer geglaubt, “Rendezvous mit Joe Black” sei eine furchtbare Liebesschnulze mit dem damals sehr beliebten und umschwärmten Brad Pitt! Daher habe ich um diesen Film immer einen Bogen gemacht – ein großer Fehler, wie sich jetzt herausgestellt hat. Denn es handelt sich hier nicht so sehr um einen Liebesfilm, das ist er zwar auch, aber vielmehr steht das Familiendrama im Zentrum und die Dynamik, die sich zwischen Familienoberhaupt William Parrish und seinen beiden Töchtern Susan und Allison entspinnt. Zusätzlich gibt es einen bitterbösen Sideplot um Drew, der versucht, die Firma zu übernehmen, um sich persönlich zu bereichern. Und in diesem Spannungsfeld treibt dann Joe Black – der Tod himself - sein Unwesen, der durch William die Menschen an sich besser kennen lernen will. Die Liebesgeschichte zwischen Joe und Susan ist dabei nur ein kleiner Sidequest.

Der Film brilliert durch intelligente und extrem pointierte Dialoge, die die Dramatik stetig vorantreiben. Der Film ist immer dann am besten, wenn Brad Pitt und Anthony Hopkins sich hier mit Worten duellieren, deren Beziehung zueinander macht im Verlauf des Films auch eine deutliche Veränderung durch, vor allem William wird zum Ende hin immer fordernder und aggressiver gegenüber Joe. Beide Schauspieler agieren absolut überragend, die Szenen mit den beiden sind absolut meisterhaft inszeniert, das ist ganz, ganz großes Kino. Ebenso großartig ist auch Claire Forlani in der Rolle der Susan, die Chemie zwischen ihr und Brad Pitt ist geradezu magisch und trägt ganz entscheidend dazu bei, dass diese Lovestory nicht peinlich oder unglaubwürdig wird.

Der Subplot um die hinterhältige Firmenübernahme ist an sich zwar wenig originell, funktioniert hier aber auch wieder aufgrund der starken schauspielerischen Leistungen sehr gut. Jake Weber ist als Drew so ein aalglattes Arschloch, man muss ihn einfach hassen! Jeffrey Tambor als Quince ist da demgegenüber gutmütige Freund, der bei der ganzen fiesen Action unter die Räder kommt, weil er wahrscheinlich gar nicht ahnt, wie abgrundtief böse Drew sein kann. Und die Szene am Ende, wenn Joe Black endlich enthüllt, wer er wirklich ist (!), ist einfach nur grandios! Der Gesichtsausdruck bei Anthony Hopkins ist unbezahlbar! Fantastisch!

Insgesamt ist der Film mit seinen fast drei Stunden schon sehr lang, wird aber zu keinem Zeitpunkt langweilig, redundant oder uninteressant. Es ist einfach nur großartig, so einzigartigen Schauspielern wie Brad Pitt, Anthony Hopkins und Claire Forlani zuzuschauen. Dennoch schrammt der Film haarscharf am Meisterwerk vorbei, Grund dafür ist das leider viel zu kitschig ausgearbeitete Ende. Ein Happy End ist ja schön und gut, auch Feuerwerk am Ende eines solchen Films haben wir schon gesehen, das kann man machen, aber hier ist das einfach viel zu dick aufgetragen und von allem too much. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen und ich persönlich hätte dieses kitschige Happy End auch nicht gebraucht, man hätte Joe Black auch einfach mit William Parrish hinter dem Hügel verschwinden lassen können und dann direkt “Directed by Martin Brest” einblenden können.

FAZIT: Unfassbar starkes Schauspiel trifft auf ein grandioses, spannendes und emotionales Drehbuch. Eine konflikthafte Familiendynamik, eine bösartige Firmenübernahme und eine zarte Lovestory, alles in einem fantastischen Film, der ganz, ganz knapp die Höchstwertung verfehlt! Unbedingt sehenswert! Und wer behauptet, Brad Pitt sieht hier nicht absolut umwerfend aus, der lügt!
Christian Alexander Z.
Christian Alexander Z.

201 Follower 997 Kritiken User folgen

1,0
Veröffentlicht am 1. Oktober 2023
Ich verstehe die guten Kritiken hier nicht. Der Film startet sehr vielversprechend, um dann nach ~ 30 Minuten in elende Langeweile zu kippen. Der starke Cast rettet den Film nicht. Das Gestammele von Joe Black ist einfach nur nervig, die Charakterzeichnung von Bill Parish ist unglaubwürdig - benimmt sich so eine Konzern- CEO? Niemals! Dazu noch die völlig uninspirierte Handlungsidee mit der feindlichen Übernahme protegiert von bösen Schwiegersohn in spe, originell geht ganz anders. Zudem ist der Film 60 Minuten zu lang. Ich kann nur abraten.
Philm
Philm

36 Follower 314 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 8. Juni 2020
Bisschen komischer Film mit bizarrer Liebesgeschichte. Der Film wird manchmal sehr langsam, dennoch nie wirklich langweilig. Das Ganze hat aus heutiger Sicht etwas wohltuend entspannendes (manchmal auch gruseliges, die Geschlechterrollen in der Firma...) und lebt von seinem Herz, dem Humor und den Darstellern. Zwei Stunden hätten es aber auch getan.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 16. Dezember 2019
Entzückender Film über die Ambivalenz von Sein und Nicht-Sein, Leben und Tod, aber vor allem über die Diskrepanz der Liebe, von Gefühlen und ihren Konsequenzen. Wenn ich hier und da lese, der Film sei langatmig, so kann ich dem nicht zustimmen. Das Erzähltempo ist langsam, die Charaktere sind aber stimmig entwickelt und der Film behandelt am Rande existentielle Themen, wenngleich das nicht seine Hauptintention ist. Er reißt diese Themen zwar an, gibt aber keine finale Antwort und lässt somit Spielraum für Interpretation. Vielmehr ist er zutiefst romantisch, ohne kitschig zu wirken, er bemüht sich um einen mittelgradigen Tiefgang und ist zeitgleich unterhaltsam. Das liegt an guter Umsetzung der Schauspieler.
Spekulationen lässt meineserachtens das Ende offen. Hat Susan Parish am Ende die Tragweite der Begegnung verstanden? Ich meine, das sie es ahnt und zum Ausdruck bringt: 'ich wünschte Sie hätten meinen Vater kennengelernt'. Sie musste geahnt haben, das es der Scheideweg war : 'plötzlich verabschieden sich alle'. Ein Lesen zwischen den Zeilen. Ein bittersüßes Ende. Ein Rütteln an Ihrer Welt, das Verständnis für die Brücke, welche Leben und Tod sinnbildlich trennen. Eine Perspektive, die dem Andenken der Retrospektive Tribut zollt und dabei hinnimmt und gleichzeitig nach vorne sieht. Meineserachtens ist das der Schlüsselmoment, welcher den Film zusammenfasst und seine Intention definiert. Ende und Anfang, der Kreislauf des Seins. Sein und Nicht-Sein, der Lauf des uns bekannten Universums. Und Verständnis für die Entgültigkeit der Existenz. Ein bittersüßes Ende. Und ob des nicht gesagten, man kann es in den Augen der Schauspielerin lesen. Das ist ganz toll geschauspielert. Somit regt der Film zum Nachdenken an und gräbt tiefer, als es auf den ersten Blick scheint, ohne zu übertreiben.
Das ist mir 4 von 5 Sternen wert, da es gut, aber nicht sehr gut ausgearbeitet ist.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.853 Follower 5.015 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 16. Mai 2018
Ich sah den Film kurz bevor er rauskam 1998 in einer Sneak-Preview, nun nach gut 20 Jahren nochmal auf Netflix. Und nun: ich frage mich immernoch warum man eine einfache Romanze auf eine amtliche Laufzeit voin 3 Stunden dehnen mußte. Irgendwie konnte man nicht aufhören Subplot auf Subplot zu stapeln und die einzelnen Szenen dazu unfassbar lang zu ziehen und zu dehnen. Seis drum: irgendwie hat das Ding nach langer Zeit was zutiefst beruhigendes an sich. Die Stimmung in der er gehalten ist, das Langsame Tempo und die Atmosphäre haben einfach was für sich, außerdem ist es sympathisch den dort zwar schon promienten, aber noch etwas unsicher wirkenden Brad Pitt zu sehen sowie einen deutlich jüngeren Anthony Hopkins. Obendrein ist es witzig daß man es hier einerseits kombiniert kleine lustige Alltagssituatuionen wie aus typischen Komödien aufzufahren in denen der Weltfremde aneckt, auf der anderen Seite absolute Schmachtfetzenmomente in denen sich die beteiligten ewig lange anstarren. Klar ist der Film mit drei Stunden zu lang um mal „einen Blick draufzuwerfen“, als fast altmodischer Klassiker kann er aber durchaus bestehen.

Fazit: Viel zu lang geraten, aber Stimmung und Darsteller funktionieren ganz gut.
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 4. April 2018
Die Geschichte des Filmes gefiel mir sehr gut nur, fand ich das Paar in der Hauptrolle auch eher unpassend.
Vielleicht lag es auch an Brad Pitt weil er kaum Leidenschaft rüber brachte.
Brad Pitt gab sich in den Liebesszenen sehr kalt und so unprofessionell. Was mir besonders auffiel war, kurz nach dem Liebesakt kuckte er ständig in die Kamera.
Nun ja, er hätte dass nochmal verbessern können, man weiß ja auch nicht was für Gründe dahinter steckten. Ansonsten hat er alles andere sehr gut gespielt.
Es gab da vielleicht noch Szenen die allgemein einfach in die länge gezogen waren aber ansonsten war der Film einfach schön.
Ein großes Lob geht noch an Antonie Hopkins und Jake Weber! Die beiden haben die Rolle spitze gespielt obwohl ich denke das Hopkins auch im realen Leben so ist.
Erwinnator
Erwinnator

75 Follower 198 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 4. November 2014
Die Grundidee des Film klingt ganz interessant, dass sich der Tod in Menschgestalt mit einem Menschen trifft und diesen bis seinem Ableben begleitet und ihm nicht von der Seite weicht. Allerdings ist der Film viel zu lang, total kitschig und hat zum Teil dämliche Dialoge. Dennoch hat der Film irgendwie gefallen, was hauptsächlich Brad Pitt zu verdankend ist, der den Tod (der vom Leben keine Ahnung hat) wirklich toll spielt und damit auch für den ein oder anderen Lacher sorgt. Aber auch Anthony Hopkins spielt seine Rolle als liebender Familienvater und Geschäftsführer sehr gut. Wer mal 3 Stunden übrig hat und auf ruhige Filme steht kann sich "Rendezvous mit Joe Black" anschauen.
Jerrybalotelli
Jerrybalotelli

2.406 Follower 1.009 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 5. Dezember 2013
"Rendezvous mit Joe Black" hat mir damals sehr gut gefallen. ist zwar ein paar jahre her als ich den film geschaut habe, aber an die aussergewöhnliche story kann man sich eben noch sehr gute erinnern. der storyaufbau erfolgt sehr gut eben mit diesen unfall und dann eben mit der auflösung am ende auch ein überraschendes und schönes,aber trauriges ende findet!
Tetsuo
Tetsuo

8 Follower 32 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 11. Juli 2011
Pitt spielt sehr gut. Hopkins auch. Forlani finde ich nur uninspiriert und langweilig. Insgesamt finde ich den ganzen Film sehr langweilig. Die Grundidee ist super, aber es wurde so gähnend umgesetzt, dass ich mehrere Anläufe brauchte um den Film komplett zu gucken. Persönlich würde ich noch weniger Punkte geben wollen, aber man soll den hart arbeitenden Männern und Frauen ja nicht unrecht tun, denn handwerklich ist er ja ordentlich.
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 10. Juli 2011
Ein überaus langsamer Film, der ungeachtet seiner Längen einen undefinierbaren Charme versprüht. Die Szenen des Films sind teilweise unfreiwillig komisch, aber andere auch wieder hervorragend und großartig. Zudem ist der Film stark gespielt. Brad Pitt, dessen Schauspielkünste sehr lange unterschätzt wurden, zeigt auch hier nach Filmen wie ''12 Monkeys'' oder ''Aus der Mitte entspringt ein Fluss'' eine gute Leistung. Ob man den ''Rendezvous mit Joe Black'' aber am Ende mag, hängt sehr davon ab, ob man sich mit dem Stil des Regisseurs anfreunden kann.
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