Der Sinn des Lebens
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Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

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4,0
Veröffentlicht am 1. Februar 2026
Herrlich, britische Satire über das Leben selbst!

Mit „Die Ritter der Kokosnuss“ (1975) gelang der britischen Komikertruppe Monty Python der internationale Durchbruch. Ihren Höhepunkt hatten sie sicherlich mit dem genialen und ikonischen „Das Leben des Brian“ (1979). Doch hiernach sollte nur noch ein Film der Gruppe folgen: „Der Sinn des Lebens“ von 1983. Denn bereits zur Zeit des Drehs litt Graham Chapman, einer der Pythons, den viele sicherlich als Brian in „Das Leben des Brian“ kennen, an Alkoholismus und starb leider 1989. Damit ist „Der Sinn des Lebens“ der letzte Film, in dem alle Mitglieder der Gruppe auftraten.
Dieser letzte Film war längst nicht so erfolgreich und populär wie seine Vorgänger, konnte aber dennoch unterhalten. Ich selbst habe dieses Werk selten gesehen und wenn dann nur als Jugendlicher. Dementsprechend konnte ich noch nicht sehr viel mit dem teils sehr intelligenten Humor anfangen. Als Erwachsener ist das natürlich etwas anderes. Doch wie gut ist „Der Sinn des Lebens“ wirklich und wie gut ist er gealtert?

Die Story besteht aus teils lose zusammenhängenden Sketchen und Figuren, die mal mehr und mal weniger die Thematik des Titels bedienen. Wir sehen wie Menschen geboren werden, zur Schule und zur Arbeit gehen, währenddessen aus einem Hochhaus ein Piratenschiff basteln und schließlich sterben…

Ganz im Stile vorheriger Python-Filme, besteht der Witz vieler Szenen in der absurd naiven und britischen Verhaltensweise einiger Charaktere, während wilde, groteske und teils sehr blutige Dinge passieren. Das ist auch oftmals absolut zum Totlachen, wenn man schwarzen englischen Humor liebt. Monty Python hat den Humor vieler Menschen über Generationen geprägt und das nicht umsonst. Einige der Sketche hier sind absolut großartig und das nicht nur weil sie unterhalten, sondern weil sie vielschichtig und herrlich sozialkritisch und provokant sind, selbst aus heutiger Sicht. Während ein Großteil der amerikanischen Hollywood-Maschinerie vor prüder Arroganz nur so strotzt, sehen wir hier nackte Menschen und Kinder, die darüber singen wie wichtig doch jedes einzelne Spermium ist (zum Glück nicht in derselben Szene).

Und ab und zu erlaubt sich der Film auch eine kurze, ehrliche Minute, die sogar richtig rührend ist. Dagegen stehen dann sehr exzessive Szenen, wie der Restaurant-Teil mit absurd übergewichtigen Chaplin-Verschnitt, der mehr erbricht, als das er isst. Diese Momente sind trotz einer cleveren, metaphorischen Botschaft doch etwas zäh beim Schauen. Und nicht jeder Witz und jede Pointe sind ein Knaller und manche vielleicht auch etwas schlecht gealtert...

Dennoch bewundere ich den teilweise absurden und wilden Charme der Gruppe. Von dem opulenten und herzerwärmenden Auftakt bis hin zur Auflösung, was der eigentliche Sinn ist, bieten Monty Python ein Feuerwerk an Ideen!

Wie gewohnt sind alle Mitglieder in mehreren Rollen zu sehen (einer von ihnen, Terry Jones, führte dabei wieder Regie) und Eric Idle durfte nach „Brian“ nun deutlich mehr singen. Es gibt erstaunlich viele Songs und diese sind alle wirklich toll und unterhaltsam! Und auch die Produktion des Films ist beeindruckend: Große, aufwendige Sets und Miniaturen wurden extra hierfür angefertigt. Dazu kommen aufwendige Massenszenen, Actionmomente und wilde Musicalnummern. Optisch wird hier einiges geboten und die Python-Truppe beweist, dass auch Comedy visuell beeindrucken kann.

Fazit: Für 1983 war „Der Sinn des Lebens“ bereits ein provokantes und spaßiges Filmwerk. Monty Python nahm eine (wie sie selbst gestanden) plumpe Idee und reihte mehrere Sketche aneinander. Und selbst damit lieferten sie gehaltvollere Komik ab als ein Großteil der Filme, die in dem Genre aus anderen Ländern stammten. „Der Sinn des Lebens“ ist nicht perfekt, nicht jeder Witz zündet und manche Szenen sind sicherlich zu ausufernd für manche Leute, aber der Spaß und die Finesse in vielen Momenten, machen dieses Werk zu einem unterhaltsamen Erlebnis und zu einem soliden, filmischen Abschluss der Pythons.
Josi1957
Josi1957

172 Follower 828 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 20. Juni 2023
In ihrem letzten Kinofilm widmen sich die legendären Brit-Komiker den großen menschlichen Fragen - in Episoden und auf unvergleichliche Weise. Trotz des vulgären Tons treffen die Gesellschafts- und Politikkritik ins Schwarze.
aufder LAUer_11
aufder LAUer_11

6 Follower 115 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 11. Januar 2022
einfach geiler, skuriller Humor (every sperm is sacred)
verschiedenste Gruppen werden auf die Schippe genommen
schöne Gesellschaftskritik, eine zentrale Aussage hat er aber nicht
gegen Ende flacht es aber ein bisschen ab
Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 24. Juli 2021
habe mir die ersten zehn Minuten angesehen, dann war ich bedient. So ein Quatsch kann ich mir nicht anschauen!
Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 27. Oktober 2019
Der schlechteste Film, den ich je gesehen habe. Bbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbb
Cursha
Cursha

7.500 Follower 1.067 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 14. August 2016
Ich ziehe mal den Vorfilm ab und dass Ende, den das ist echt grausig. Aber alles dazwischen ist gewohnt sehr stark für die Python-Gruppe. Gleich mit der ersten Szene zum Thema Geburt und Geburt in der dritten Welt war ich gefesselt und bestens Amüsiert, den der Humor ist echt extrem sarkastisch und abgedreht. Da vergisst man doch vor lauter technischem Schnick.Schnack, doch mal glatt die Patientin, die ein Kind erwartet. Die Leitung muss beeindruckt werden, jeder hat im Ausbildungslager natürlich was besseres zu tun als über den Hof zu marschieren, die Katholiken zeugen hundert Kinder und dürfen nicht verhüten, die Protestanten dürfen es und verkehren nicht, John Gleece gibt praktischen Unterricht zum Tema Sex usw. Es ist erstaunlich wie sie uns in den einzelnen Szenen zeigen, wo eigentlich der Sinn des Lebens liegt bzw. wo er nicht liegt. Der Film ist nicht nur eine rabenschwarze Komödie sondern tatsächlich eine sehr tiefgründige Geschichte über den Sinn des Lebens, der ähnlich wie in "Ritter der Kokosnuss" oder "Das Leben des Brian" mit viel Humor verpackt wurde.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 8. Januar 2014
Ich bin kein Fan von skurrilem Humor. Dieser Film ist eine Ausnahme. Er hat mich vom Anfang bis zum Ende prächtig unterhalten. Der Film ist unglaublich sarkastisch und ein wahres Meisterwerk von Monty Python. Ich bin absolut begeistert.
Jerrybalotelli
Jerrybalotelli

2.406 Follower 1.009 Kritiken User folgen

0,5
Veröffentlicht am 4. März 2015
"Der Sinn des Lebens" ist so schlecht, dass er mir geizeigt hat nicht mehr jeden alten film anzuschauen, der eine gute Bewertung abbekommen hat... der film ist schlecht fertig aus mehr kann ich nicht dazu sagen. ich hab ihn mir auch nicht zu ende angeschaut, weil er mich genervt hat!
niman7
niman7

931 Follower 616 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 8. November 2016
Im bisher letzten Film der britischen Komiker Gruppe Monty Pythons "Der Sinn des Lebens", beschäftigt sich die Gruppe, mit der Frage, die wir alle gerne beantwortet hätte, aber niemals kriegen werden: Was ist der Sinn des Lebens? Dabei schauen sie auf viele verschiedenen Themen. Von Geburt- bis hin zum Tod...
Wer die Monty Pythons kennt, der weiß worauf er sich einlässt. Skurriler und grotesker Humor bis zum abwinken. "Das Leben des Brian" ist für mich bis heute der lustigste Film, den ich jemals gesehen habe. "Die Ritter der Kokusnuss" erreichte zwar nicht ganz diese Klasse, unterhielt mich jedoch mehr als gut. Der dritte Film erreicht dies jedoch nicht. Zwar ist "Der Sinn des Lebens" ungemein lustig, aber eben nur bis zu einem bestimmten Punkt. Ein Grund dafür ist Beispielweise der häufige Szenenwechsel. Um diese wirklich komplexe Frage bis auf seine Wurzeln zu beantworten, muss man eben jegliche Abschnitte des Lebens zeigen. Auch wenn sich der typische Humor von Szene zu Szene fortsetzt und jedes Bild den "Monty Pythons Stempel" aufgedrückt bekommen hat, funktionieren nicht alle Szenen. Einige Szenen (Tiger) werden nicht mal zu Ende erzählt. Diese Szene war übrigens ein gutes Beispiel dafür, wie man eine Szene zerstören kann. Zuerst ist es interessant zu sehen, wie wir Menschen mit sinnlosen Kriegen unser Leben wegwerfen, und plötzlich dreht sich der Selbe Sketch um ein abgeschnittenes Bein? Andere Sketche sind völlig daneben. Beispielweise wenn einer sein Leben der Völlerei gibt und sich immer und immer übergibt. Hier wünscht man sich ein schnelles Ende dieser Szene. Besonders zu Beginn ist der Film unheimlich witzig. Beispielweise wenn Ärzte im Krankenhaus einer schwangeren Frau helfen wollen und dabei viele Apparate wichtiger zu seinen scheinen. "Das *Ping* Gerät"! Oder die Rede von der dritten Welt ist und wir uns plötzlich in Yorkshire befinden. Seitenhiebe gegenüber der Kirche dürfen hier nicht fehlen und ganz plötzlich fängt ein ganzes Viertel an das Lied "Jeder Samen ist kostbar" zu singen. Womit ich nicht gerechnet habe und aus dem Lachen nicht mehr herauskam. Die Monty Pythons versuchen aber nicht nur aus jeder erdenklichen Lebenssituation etwas lustiges zu gewinnen, sie versuchen auch ihrer Frage treu zu bleiben. So ensteht eine tief philosophische Szene in der uns unser Planet erklärt (sowie das Universum) und wie klein und unbedeutend wir doch sind. Weshalb es ja sinnlos wäre unser kleines und kurzes Leben mit dieser Frage zu verschwenden.
FAZIT: Auch die Komiker Gruppe aus London kann uns diese Frage nicht beantworten. Vermutlich werden wir sie auch niemals beantwortet kriegen. Warum auch? Stattdessen könnten wir uns doch einen irrwitzigen Film der Monty Pythons anschauen.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 18. März 2010
1983 - Sommer. Beim vorbeiradeln an einer Litfaßsäule fällt mir das Plakat zu "Sinn des Lebens" ins Auge. Spontan beschließe ich, mir diesen Film anzusehen. Und mit der FSK 16 schenke ich mir den Kinobesuch denn mal auch passend zum 16.Geburtstag. Was kann ich sagen? Dies war der Film, der meinen Humorhorizont erweiterte! Den vielgelobten "Leben des Brian" holte ich erst später nach - und bis heute ist mir Monty Pythons Sammelsurium schräger und schrägster Sketche, die sich unter dem Deckmanteltitel "Sinn des Lebens" tatsächlich vortrefflich zu einem stimmigen ganzen zusammenfügen, immer noch der liebste. Sei es für den Angriff des Vorfilms "GmbH - Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung" auf den Hauptfilm (die Entschuldigung, die im Hauptfilm ist rundum akzeptiert, Jungs!), die Maschine mit dem "BING" oder die Ex-und-Hopp-Verklappung von Organspendern an der eigenen Haustür - natürlich gegen ihren Willen! Aber den Hut muß man vor John Cleese in seinem Auftritt als stilvoller Ober ziehen, der mit einem Gast der schlimmsten Art konfrontiert wird. Dieser Sketch definierte die sogenannte KOTZKOMIK für alle Zeiten - und wird nie wieder (auch nur annähernd) erreicht werden können. Ganz ganz groß - und tatsächlich mit Würde! Eine Sternstunde des very very british Humor! ich verneige mich......
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