Blade Runner 2049
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Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 6. Oktober 2017
Da haben wir's: Die heißerwartete "Fortsetzung" zu Blade Runner, dem Film der Maßstäbe setzte. Ridley Scott schuf einen hochinteressanten und philosophischen Meilenstein, der heutzutage als Kultklassiker des Science-Fiction-Genres gilt. Eine düstere, dreckige Cyber-Punk-Welt in der unhumane Bedingungen herrschen. Alles ist trist und deprimierend, positive Stimmung gibt es so gut wie gar nicht, dafür aber eine intelligente Story und wunderbare Visuals, welche sehr gut gealtert sind. Ich muss zugeben, ich persönlich bin kein RIESEN-Fan des Films, aber ich mag ihn und bin auf eine besondere Art und Weise fasziniert und respektiere Ihn als für die damalige Zeit fantastisch gemachten SciFi-Film. Dazu gehören Cyber-Punk-Welten zu meinen großen Schwächen, was auch einer der Gründe dafür ist dass mir die im diesem Jahr erschienene Neuauflage zu "Ghost in the Shell" ebenfalls sehr gefiel.

Eine extrem wichtige Info vorab: Dies ist kein Film für zwischendurch. Bei der Laufzeit von 163 Minuten muss man immer dabei sein und alles stets mitverfolgen, nicht ein mal abschalten, sonst wird es schwierig. Man muss offen für Neues sein und definitiv vorher Blade Runner gesehen haben. Ich möchte nicht zu viel versprechen, doch wer die gerade genannten Aspekte einhalten kann, sollte von dem Film begeistert werden. Der Film ist intelligentes, anspruchsvolles, wunderschönes und forderndes Kino, kurzum: Fürs Kino geschaffen.

Nach dem Kinogang musste ich erstmal in mich gehen und sacken lassen was ich gesehen habe. Ich sah eine sowohl wunderschöne als auch grausame, dystopische Cyber-Punk-Welt mit so faszinierenden Visuals, dass ich im Kino staunte. Ich sah gebrochene Charaktere und fühlte durchgehend eine angespannte, intensive Atmosphäre. Ich erlebte Szenen, welche so episch waren, dass sie mir lange im Gedächtnis bleiben werden. Ich hörte einen sehr atmosphärischen und synthetischen Soundtrack, welcher das Geschehen stets perfekt untermalte, und ich habe das Bedürfnis nochmal ins Kino zugehen, nur um mehr zu verstehen.

Dabei habe ich den sehr cleveren und wendungsreichen Plot, so möchte ich meinen, komplett verstanden. Ich möchte mehr über die Fragen grübeln, welche der Film aufwirft. Hier möchte ich wieder die allseits bekannte Phrase verwenden: Dies ist mehr Erlebnis, als bloß ein Film. Durch sein langsames Tempo hat man als Zuschauer stets Zeit sowohl der Story zu folgen, als sich auch in die Charaktere hineinzuversetzen, da viel Zeit darin investiert wird ihre Gefühle und ihre Entwicklung deutlich zumachen. Klar hervorstechen tut natürlich Ryan Gosling als "Officer K", welcher eine so starke Charakterentwicklung durchmacht, wie ich lange nicht mehr im Kino erlebt habe. Er brilliert durch eine kühle, aber stets passende Performance. Harrison Ford hat insgesamt eher weniger Screentime, doch wenn er Screentime hat, dann ist er großartig und es ist lustig, wenn man sich vor Blade Runner 2049 den Vorgänger ansieht und die 35 Jahre Unterschied erlebt, eine super Sache dass er sich für den Film zur Verfügung gestellt hat. Der restliche Cast war ebenfalls solide, wobei ich nochmal Ana de Armas als "Joi" hervorheben möchte. Sie verkörpert einen sehr interessanten Charakter und sie bringt eine, im Vergleich zu den Szenen ohne Sie, leicht positivere Atmosphäre, ohne dass es an Intensität einbüßt, und es gab viele clevere Spielereien im Bezug auf die Tatsache, dass sie nur ein Hologramm ist.

Es gibt kaum Actionszenen in dem Film, doch die vorhandenen Actionszenen waren toll. Mit der nötigen Härte inszeniert, doch nie so expliziert dass es übertrieben wird (Nach dem Motto: "Wenn wir uns schon ein R-Rating erlauben, dann richtig viel Splatter!). Dabei ist die Action auch auf akustischer Ebene betörend und mitreißend dass man immer mitfiebert undvor lauter Spannung den Atem anhält. Leider muss ich sagen, dass der Film meiner Meinung nach nicht immer so spannend ist. Ich würde definitiv nicht sagen dass der Film zu lang ist, die 163 Minuten fühlen sich an wie ca. 135 Minuten, aber es ist im sonstigen Storyverlauf nicht wirklich spannend, was eventuell auch dem sehr langsamem Tempo zuzuführen ist. Es bleibt aber definitiv interessant genug, sodass man sich nicht langweilt und sodass man wissen will wie es mit den Charakteren weitergeht.

Schlussendlich muss ich sagen dass der Film großartig geworden ist. Denis Villeneuve hat den Genius des ersten Teils verstanden und ihn in diesen Film implementiert. Wer als Fan vom ersten Teil enttäuscht ist, muss schon wirklich spezielle Gründe dafür haben, denn man wird meiner Meinung nach komplett bedient. Man hat wunderbare Visuals, eine intelligente Geschichte, tragische Charaktere, tolle Ideen, den synthetischen Soundtrack und eine Menge philosophische Fragen , ohne dabei "artsy-fartsy" zu werden, sondern stets den Zuschauer dazu einladend, mit- und nachzudenken.

Fazit: Der Genius des ersten Teils ging nicht verloren. Eine epische Erfahrung, über die man noch lange reden und nachdenken wird.
stalkerxemo
stalkerxemo

17 Follower 48 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 6. Oktober 2017
2 Sterne für Effekte und schauspieler.
Vielleicht ist der Film einfach nicht meins; aber ich finde ihn langatmig, langweilig und unnötig langgezogen.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.853 Follower 5.015 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 6. Oktober 2017
Ich respektiere daß es Menschen gibt die den ersten Teil hoch loben und ihn bis heute feiern, ich konnte nichts was damit anfangen obwohl ich ihn gut vier oder fünfmal versucht habe zu schauen. Darum war ich auch nicht sonderlich scharf auf ein Sequel, hab aber versucht es mir trotzdem zu geben. Und komme geradezu zweigeteilt heraus: was meine Interessen angeht, da ist acuh der zweite Film nicht nennenswert interessant für mich, ich find die Blade Runner Thematik nicht sonderlich ansprechend. Aber den Rest muß man einfach sachlich kommentieren: man hat hier einen unfassabr überwältigenden Film: inhaltlich stimmig, man kann den Film auch für sich sehen ohne den Vorgänger präsent zu haben, die Stimmung in die er taucht ist unglaublich wirksam, die Effekte sind großartig (und obwohl es ein 3D Film ist kriegt man nie die Augen zugekleistert mit aufgesetzten Effekten!) und die Darsteller allesamt vorzüglich, insbesondere die in einer kleinen Rolle auftauchende Carla Yuri. Das einzige Manko: ich finde die beiden Antagonisten nicht nennenswert interessant. Obendrein könnten viele an der sehr gebremsten Erzählweise Anstoß nehmen und ihn sehr langweilig finden. Möglich. Aber warum sollte der Film nicht ähn lich aufgenommen werden wie der Erstling.

Fazit: Überragendes Kinoerlebnis daß zwar überlang, aber ebenso überwältigend ist!
Bauch J
Bauch J

3 Follower 14 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 6. Oktober 2017
Eigentlich kann man gar nicht so detailliert den Film bewerten, weil man dann viel zu viel verrät. Blade Runner 2049 ist eine grandiose Fortsetzung von Ridleys Scott Kultfilm. Einen besseren Regisseur als Villneuve hätte man dafür nicht finden können. Der Film ist hochspannend, hat viele Twists und von anfang eine sehr beklemmende Atmosphäre. Optisch ist der Film eine absolute Augenweide. Auch wenn 163 Minuten natürlich sehr lange sind, mir ist der Film gar nicht so lange vorgekommen. Absolut perfekt ist der Film nicht, weil das Ende viel zu viel offen lässt. spoiler: Warum man das Schicksal von Wallace nicht geklärt hat und den Film enden lässt, als Deckard seine Tochter trifft, ist mir ein Rätsel. Hat man sich da noch Raum für ne weitere Fortsetzung gelassen?
Trotzdem mal wieder ein spannendes und sehr ungewöhnliches Kinoerlebenis von Villeneuve. Ob man damit aber das ganz große Publikum erreichen kann, muß abgewartet werden.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 6. Oktober 2017
Brilliante, poetische Fortsetzung in betörenden Bildern - einziger kleiner Kritikpunkt: Musikalisch kann der neue Film mit dem Original nicht mithalten.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 5. Oktober 2017
Ich muss sagen, ich hatte weit weniger erwartet, nichts vorher über den Film gelesen und nur den Trailer gesehen. Ich bin sehr positiv überrascht worden. Weit weniger Action und jede Menge interessante Gedanken zu komplexeren Themen, die den Menschen zu dem machen, was er ist. Die Spannung wird auch nicht durch dümmliche Witze torpediert. Auch das Ende ist in meinen Augen gut gemacht. Ein Film über den ich sicher noch länger nachdenken werde.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 6. Oktober 2017
Überragend in allen Bereichen, sei es Optik, Sound, Story, Tiefe, Komplexität, uswusf. Kino für KinogeherInnen und Gelegenheit zum Ausklinken aus der Gegenwart.
Cursha
Cursha

7.500 Follower 1.067 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 5. Oktober 2017
"Blade Runner" von Ridley Scott gehört neben der klassischen "Star Wars" Trilogie und "Der Herr der Ringe" Trilogie zu meinen heiligen drei Filmen. Dementsprechend skeptisch war ich zu Beginn noch als nun nach 25 Jahren ein zweiter Teil kommen sollte. War doch das Ende des ersten Teiles mit seiner alles entscheidenden Frage einfach perfekt. Doch nach und nach wurde das Projekt spannend. Der Cast stimmt, Roger Deakins als Kameramann und, vor allem Denis Villeneuve als Regisseur. Nun hab ich endlich "Blade Runner 2049" gesehen und bin restlich begeistert. Zur Handlung verrate ich nichts, nur dass man gleich in der ersten Einstellung schon erkennt was man hier gleich für einen absoluten Meilenstein zu Gesicht bekommen wird. Genau wie der erste teil bekommt man die unglaublich schöne Aufnahme eines Auges zu sehen. Optisch kann der Film Akzente setzten wie sie kaum ein anderer Film in der Geschichte setzten konnte. Jedes einzelne Bild, jede Kamerafahrt ist ein Gemälde, das man sich ausdrucken und an die Wand hängen möchte. Der gesamte Film hätte allein seine visuelle Kraft über die 163 Minuten zeigen können und man wäre dabei gewesen. Jede Totale ist ein Orgasmus für die Augen. Man will die Augen nicht schließen, ja nicht einmal blinzeln, weil man Angst hat man könnte einen Moment verpassen. Roger Deakins MUSS den Oscar gewinnen, aber ich lehne mich jetzt ganz weit aus dem Fenster und sage "Blade Runner 2049" ist der optisch beste Film den es jemals gab. Wirklich jedes Bild ist ein Gemälde. Atmosphärisch stimmt hier auch alles. Zugegeben die Musik von Hans Zimmer ist nicht so gut wie die von Vangelis, aber dennoch trägt sie viel zu dem Film bei. Die Welt von Los Angeles wirkt im ganzen noch schmutziger, noch verregneter und noch weniger lebenswert als noch im ersten Teil und trotzdem gab es kaum eine Welt, die so sehr in den Bann zieht. Wenn gleich es auch Orte im Film gibt, die eine kolossale Schönheit aufweist. Ich sag es nochmal, dies ist der optisch beste Film aller Zeiten. Ein weiter Oscar dürfen sich die visuellen Effekte sichern, den auch diese sind, besonders in an einer Stelle einfach umwerfend. Ton und Schnitt sind ebenfalls gelungen. Gerade bei ersterem wurde ich regelrecht in den Sessel gepresst. Handwerklich ist der Film Top. Inhaltlich wie gesagt möchte ich nichts sagen. Der Film erreicht aber wieder einmal eine philosophische Tiefe, die die des ersten sogar noch überbietet und nochmal ganz gewaltig einen drauf legt. Aber hier bekommt man eine Wahnsinns Story geboten, die die des ersten Teiles nochmal überbietet. Die Dialoge sind einfach so perfekt. Das Drehbuch ist genial. Aber gerade bei manchen Figuren in dem Film, gerade Niander Wallace, macht es soviel Spaß ihnen zuzuhören. Der Film ist, und das freut mich riesig, wie schon sein Vorgänger, kaum auf Aktion aus. Es gibt sie zwar, aber im selben Rahmen wie der erste Teil. Ansonsten lässt der Film sich Zeit, setzt auf Dialoge oder einfach auf ruhige Momente. Dennoch kommen einem die 163 Minuten Laufzeit nicht so lange vor. Im Gegenteil, die Zeit verfliegt und ich würde gerne jetzt, zwei Stunden später, gerne immer noch im Kinosaal sitzen und den Film weiter schauen. So hat mich der Film fasziniert. Ein Film braucht keine anhaltende Aktion um zu überzeugen, nein nicht "Blade Runner 2049". Es gibt da gerade eine Unterhaltung in dem Film, die so intelligent ist und spannend, dass ich wie ein aufgeregtes Kind im Saal saß. Und einfach davon lebt ein Film. Ich finde sogar, dass dies einer der besten Filmdialoge der Geschichte war. Die Welt der Replikanten wird mit diesem Teil konsequent weitererzählt und macht einfach alles richtig, woran alle anderen Fortsetzungen scheitern. Dennoch hab ich so ein wenig die Befürchtung, dass auch "Blade Runner 2049" erst eine Zeit braucht um beim Durchschnittszuschauer zu zünden. Ähnlich wie der erste Teil, der ja ebenfalls erst mal brauchte um zu zünden und zum Klassiker zu werden. Wenn gleich ich sicher bin, dass dieser Film ein kulturelles Gut ist, dass auch noch in 35 Jahren sein Publikum überzeugen kann und durch seine philosophische Ebene glänzen kann. Darstellerisch noch. Ryan Gosling ist umwerfend als K und macht als Blade Runner eine super Figur. Er verleiht seiner Figur so viel Tiefe und es macht einfach Freude im auf seiner Reise zu folgen. Er steht Harrison Ford in nichts nach und ist ein überzeugender Hauptdarsteller. Die anderen sind alle eher klein in ihren Rollen und teilen sich gerecht die Screentime. Aber jeder kann überzeugen und wirkt perfekt in die Geschichte geschrieben. Ob Robin Wright als harte LAPD Chefin, Ana De Armas, die einen tollen Part hat Sylvia Hoeks las Replikantin Luv, Dave Bautista, als rauer aber herziger Replikant Sapper oder Jared Leto als Niander Wallace. Alle sind großartig und perfekt gecastet. Es macht einfach eine immense Freude denen beim Spiel zuzusehen.Und dann natürlich Harrison Ford. Auf ihn muss man lange warten. Aber wenn er dann kommt ist es episch und ich finde sogar Harrison Ford spielt hier so gut wie seit Jahren nicht mehr. Das war eine Glanzleistung. Und ich erlaube es mir nochmal mich weit aus dem Fenster zu lehnen und sage sogar, dass Ford dafür als bester Nebendarsteller nominiert wird. Aber er macht einen klasse Job. An dieser Stelle kann man auch mal Denis Villeneuve loben, der hiermit offiziell zu den größten Regisseuren der Neuzeit gehört und das Unmögliche möglich gemacht hat. Kurz: "Blade Runner 2049" ist ein wahres Meisterwerk, wenn nicht sogar der beste Film seit der Jahrtausendwende. Optisch und Atmosphärisch der beste Film aller Zeiten, der ergänzt wird durch eines der intelligentesten Drehbücher alles Zeiten, dass wieder philosophisch ist. Darstellerisch perfekt, verspreche ich, dass es Oscars regnen wird. Harrison Ford ist umwerfend, Deakins Bilder eine Wucht und Denis Villeneuves untermauert, dass er neben Nolan das Mastermind des modernen Kinos ist. "Blade Runner 2049" ist ein Meilenstein der Filmkunst und jedem zu empfehlen, der glaubt Filmfan zu sein".
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