Foxcatcher
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14 Follower 1.486 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 11. Juni 2026
Mit Ringen als Sportart habe ich noch nie wirklich etwas anfangen können, das Regelwerk ist etwas seltsam und wirklich unterhaltsam ist das auch nicht. Daher hat mich „Foxcatcher“ auch nie wirklich interessiert, ich bin über die vielen Oscarnominierungen darauf gestoßen, das hat mich neugierig gemacht. Ich dachte mir, ein Film, der in fünf Kategorien nominiert wurde (darunter ja auch „Bester Film“), das wird schon ein guter Film sein. Außerdem hat mich natürlich die Geschichte rund um den an Schizophrenie erkrankten John du Pont interessiert.

Also habe ich mich durch dieses über zweistündige Ungetüm durchgewühlt, auf der Suche nach einem guten, ja zumindest einem unterhaltsamen Film. Was soll ich sagen? Ich habe ihn nicht gefunden. „Foxcatcher“ ist dermaßen zäh und viskös inszeniert, da bekommt man alleine vom Zuschauen schon eine vorübergehende Halbseitenlähmung. Der Film verläuft komplett ohne Spannung, ohne Höhepunkte, ja sogar ohne irgendwelche sympathischen Identifikationsfiguren. Channing Tatum als Mark Schultz spielt vollständig ohne Mimik und Emotionen, es war für mich ein Graus, ihm dabei zuschauen zu müssen. Und es vergeht dann auch einiges an Zeit, bis das erste Mal John du Pont die Spielfläche betritt, welcher hingegen ganz fantastisch von Steve Carell dargestellt wird.

Aber auch jetzt wird es nicht wesentlich besser. Mark Schultz ist unsympathisch, John du Pont sowieso, der Einzige, der hier wirklich noch positive, angenehme Akzente setzen kann, ist Mark Ruffalo als Marks Bruder David. Allerdings hat dieser viel zu wenig Screentime, als dass das den Film irgendwie retten würde. Immerhin sind die Ring-Szenen ganz ordentlich inszeniert. Ich verstehe zu wenig von dem Sport, um beurteilen zu können, ob das alles realistisch ist oder nicht, aber es sieht gut aus. Aber auch davon gibt es ziemlich wenig zu sehen, vor allem wenn man bedenkt, dass das ein Sportler-Biopic sein soll. Und die Geschichte der Schizophrenie du Ponts und der Konsequenzen wird auch viel zu kurz und lieblos abgehandelt. Insofern, und das ist jetzt der wunderbare Bogen zu meiner Einleitung, wurde ich doppelt enttäuscht.

FAZIT: Ein fürchterlich langweilig und zäh inszeniertes Ringer-Biopic, das wohl außer für echte Sportfans wenig zu bieten hat. Channing Tatum liefert eine grauenvolle Performance, der Rest des Casts ist okay, aber wirklich unterhaltsam oder spannend wird der Film zu keinem Zeitpunkt. Von mir gibt es keine Empfehlung.
Josi1957
Josi1957

172 Follower 828 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 16. Mai 2022
Kühles, stilistisch ausgefeiltes Psychodrama über unterdrückte Triebe und Männerbeziehungen - war 2015 fünffach oscarnominiert.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.857 Follower 5.069 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 7. September 2017
Das dieser Film auf einem wahren Fall beruht wußte ich, ich kannte aber nicht die ralen Umstände und vor allem nicht das krasse Ende auf welches die Story hinläuft. Eben jenes Ende ist wie ein Schlag in den Magen nach vorherigen zwei Stunden schleppendem Film. Schlecht ist die Sache nicht, aber es wirkt über die meiste Zeit wie ein konventionelles Sportdrama dem aber ein bedrohlicher Untertonbeigemischt ist: hier ist alles langsam, trist und irgendwie düster. Ansonsten wird der FIlm vorrangig für die Darstellerleistungen gewürdigt, gleichermaßen für Steve Carrell, Channing Tatum und Mark Ruffalo; eigentlich auch nicht zu Unrecht. Alle drei liefern großartige Darstellungen ab mit der ich aber trotzdem Probleme habe: insbesondere Carrell sieht in seiner aufwendigen Maske extrem künstlich aus und weckt bei mir durchgehend Antipathie, aber eben keine wirkliche sonstige Emotion. Das in Kombination mit dem extrem langen Verlauf machen den Film nicht "unmöglich" zu schauen, aber zu anstrengender "Sitzfleischbelastung"
 
Fazit: Unterkühltes Darstellerkino das nach überlangem Verlauf auf ein krasses Finish hinausläuft.
Erwinnator
Erwinnator

75 Follower 198 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 20. Juli 2016
Puh, "Foxcatcher" ein ziemlicher Downer. Ab der ersten Minute hat der Film eine deprimierte Stimmung, die sich über die 2 Stunden hält. Der Score trägt passend dazu bei. Channing Tatum mit seiner bisher wohl besten Leistung. Steve Carell muss man aber hier hervorheben, ganz stark.
Jimmy v
Jimmy v

519 Follower 506 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 18. Januar 2016
"Foxcatcher" war schon irgendwie etwas Besonderes. Ich pfeife auf die historische Genauigkeit und nehme den Film in dieser Weise als Parabel. Da hat es sehr gepasst mit all den Gegensätzen zwischen reich und arm, talentiert und nur-labernd. Zudem ist es eine echte Bühne für große Schauspielleistungen, die alle drei Männer hier gezeigt haben. Dazu Bilder und ein sehr interessanter minimalistischer Soundtrack, der perfekt den Film unterstreicht.
Über das Tempo des Films kann man nun geteilter Meinung sein. In einem kurzen Artikel las ich die interessante Interpretation wonach die langen Einstellung der Kamera sinnbildlich für die Einsamkeit zu verstehen sein, die insbesondere Mark Schultz und John du Pont erleiden. Später werden diese Einstellungen kürzer, dann wieder länger. So gesehen, erfüllen sie ihren Zweck. Schade ist allerdings, dass die Charaktere manchmal nicht mehr von sich geben. Oder ist das mit der unterdrückten Selbst so gewollt? Wahrscheinlich. Dennoch bleibt der Film damit manchmal zu langsam. Schön ist aber, dass man viele Erklärungsmomente für das Tun geboten bekommt. Ein wenig mehr Material hätte aber sein können.
Fazit: "Foxcatcher" ist ein düsteres, starkes Drama, welches viel Sitzfleisch erfordert und manchmal etwas offener für seine Zuschauerschaft sein könnte.
papa
papa

182 Follower 319 Kritiken User folgen

1,5
Veröffentlicht am 12. Juni 2015
Leider nicht der erhoffte Kracher. Es bleibt durchgehend zu langweilig. Denn die Handlung zieht sich in die Länge, ohne dass jemals Spannung aufkommt und das prophezeite Psychospiel einen wirklich in seinen Bann zieht. Auch wenn man einen guten Cast ins Rennen schickt, ohne ein brauchbares Script ist das wertlos. Einzige Highlights sind die drei Hauptakteure. Allen voran Steve Carell, der zurecht als bester Hauptdarsteller für den Oscar 2015 nominiert wurde. Aber auch Mark Ruffalo (ebenfalls nominiert als bester Nebendarsteller 2015) macht seine Sache sehr gut. Channing Tatum in Normalform.
Frank B.
Frank B.

71 Follower 198 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 6. März 2015
Einfach Klasse!
Tolle Besetzung, tolle schauspielerische Leistung. Mich hat der Film wirklich gefesselt und ich hätte ihm wirklich den entsprechenden Oscar gegönnt.
Ein Sportdrama der Extraklasse, das aufzeigt, welche Schattenseiten Sport doch haben kann. Auch die Art des Films zeigt deutlich warum er nominiert war. Ich kann mich jetzt nicht erinnern, solch eine entsprechend generierte Stimmung in einem Sportdrama schon einmal gesehen zu haben.
Einfach Klasse!
TheReviewer
TheReviewer

48 Follower 174 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 23. Februar 2015
Schade schade schade! Foxcatcher hat gestern leider keinen Oscar bekommen... Ich habe dieses Jahr leider nicht alle nominierten Filme gesehen und kann daher nicht einschätzen, ob die Entscheidungen der Academy gerechtfertigt waren... ich kann nur sagen, dass ich dem Team Foxcatcher die Daumen gedrückt habe. Dieser Film ist wirklich großartig. Dieses Sportler-Drama zeigt sehr anschaulich, was für Schattenseiten der Profisport haben kann und welchem Druck Profisportler in allen Facetten ihres Lebens ausgesetzt sind. Die Regiearbeit zeugt von großem Können und ich werde Miller in Zukunft auf jeden Fall mal genauer im Auge behalten. Aber nicht nur die Regie kann sich sehen lassen. Das was den Film so besonders macht, ist die Besetzung. Steve Carrell als stinkreicher exzentrischer Sport-Mezän du Pont und Chanum Tatum und Mark Ruffallo als die ringenden Gebrüder Schultz. Besonders überrascht hat mich Chanum Tatum, der hier wirklich unter Beweis stellt, dass er "Step up to the Jump Street" nun entgültig entwachsen ist und nun bereit für die großen Rollen ist. Eine wirklich sehr gute Leistung! Ebenfalls erwähnenswert ist der unglaubliche Authentizitätsgrad des Films. Zum einen wurden professionelle Ringer für die Dreharbeiten verwendet und zum anderen haben sich Tatum und Ruffallo augenscheinlich einem harten Training unterzogen, um hier eine so gute Figur machen zu können. Wirklich ein guter Film der den Regie Oscar auf jeden Fall verdient gehabt hätte und auch Carrell hätte ich es von Herzen gegönnt.
 torben V.
torben V.

33 Follower 148 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 18. Februar 2015
Foxcatcher ist ein sehr gelungenes Sportdrama, dass wunderbar den Größenwahn des „Sponsors“ John E. du Pont und den nach sportlichem Erfolg strebenden Bruderpaar Mark und Dave Schultz zeigt. Dass das Ganze dazu noch auf reellen Geschehnissen basiert, macht den Film im Ganzen noch tragischer. Auf jeden Fall ein sehr sehenswerter Film mit ganz viel Charakterstudie von quasi 3 Hauptdarstellern!
Daniel P.
Daniel P.

89 Follower 227 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 12. Februar 2015
Der Film ist durch die Bank ungewöhnlich für ein Sportdrama. Sehr langsam und nuanziert erzählt ohne große heroische Momente. Bedrückende Stimmung, nicht ausgesprochene Probleme/Empfindungen und wenig ,aber gezielt platzierte Emotionen prägen den Film. Gerade das man hier nicht alles portioniert und vorgekaut bekommt, sondern alle Informationen unterschwellig angedeutete präsentiert werden, macht den Film für mich genial. Super Arbeit bei Drehbuch und Regie. Steve Carell als Ober-Psycho, Channig Tatum in einer wie-für-ihn-gemacht Rolle und Mark Rufallo als tragische Großer-Bruder-Figur leisten alle samt einen spitzen Beitrag. Vorallem Tatum hats mir hier angetan, weil man Ihn eher als “leichtgewichtigen“ Schauspieler kennt.
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