Spannender und gut gemachter Thriller, der leider eine wahre Begebenheit zur Vorlage hat. Ein echter Found Footage-Film ist das allerdings nicht, immer mal wieder wird auch "ganz normal" gefilmt, ein Teil erscheint als Found Footage, wenn die Vice-Jungs ihren Film drehen. Ist aber okay, wenn man keinen "echten" FF-Film erwartet.
Das Grauen kommt indes schleichend und man spürt schon relativ früh eine gewisse Bedrohung, die sich aber erst später in ihrer ganzen Fülle offenbart. Erschreckend, wohin religiöser (und genau genommen jede Form von) Fanatismus führen kann...
Dass der Typ jetzt absichtlich als nicht besonders charismatisch und rhetorisch bewandt dargestellt wurde, kann inszenatorisch gewünscht sein oder in einer Schwäche des Drehbuchs begründet liegen. Weiß ich gerade nicht, würde aber auch beides funktionieren.
Was mich jedoch gestört hat - oder zumindest negativ aufgefallen ist - ist, die Darstellung von Blut. Es wird zwar nur wenig Blut gezeigt, aber wenn, dann ist das wirklich quietsch-orange! Nicht einmal hellrot, was auch Quatsch wäre, aber immerhin noch etwas passen würde.. nein, es ist wirklich knallorange... also wtf???
Naja, nervt aber nicht so sehr, dass es einen Punktabzug rechtfertigen würde, ich hab mich aber schon gefragt, warum die das so gemacht haben. Ein schönes blutiges Dunkelrot abzumischen ist doch jetzt auch nicht so schwer, oder?
FAZIT: Kein echter konsequenter Found Footage-Film, dennoch ein bemerkenswerter Eintrag zum Genre und allemal ein sehenswerter Sekten-Thriller.