Sehr langwierig, langatmig und sehr geringer und relativ uninteressanter sowie belangloser Informationsgehalt pro Minute.
Das sind die ersten Eigenschaften die mir einen Tag nach Schauen des Films zu ihm einfallen.
Schauspielerisch sticht hier Patrick Stewart mit Abstand positiv heraus, bringt den ein oder anderen Schmunzler, Die Mischung daraus und den größtenteils ernsten und philosophischen Zügen, die sein Charakter aufweist, machen Laune und vermitteln Sympathie.
Hugh Jackman steht die Rolle des Wolverine ziemlich gut, aber dieser Charakter verlangt von Jackman einen permanent leidigen und angestrengt-genervten Gesichtsausdruck ab, animalische Schlächteraktionen mit versuchter aber gescheiterter Coolness und ächzend-krächzender kaputter & gebrochener-Typ-Attitüde. Etwas übertrieben die Darstellung dieser Opferrolle, hab ich Jackman nicht abgekauft. Das hätte auch Scott Adkins hinbekommen. Ein guter Ansatz ist ja, einen Superhelden mal schwach und verzweifelt darzustellen, aber wirklich polarisieren konnte mich diese Charakterzeichnung nicht.
Das Mädchen erinnert an Yoda aus Star Wars, nur dass sie mit ihren Krallen herumwirbelt und herumschlachtet. Unscheinbar, aber extrem tödlich - alles schon noch und nöcher gesehen derartige Charakter.
Der Kontrast aber zwischen der adulten Gewalt und den daran unmittelbar beteiligten (Mutanten-) Kindern bleibt im Gedächtnis, eine Art Perversion, die zum Denken anregt. Für mich ein Attribut, das den Wert des Films erhebt.
Ansonsten erinnert die Handlung sehr an ein Roadmovie, mit vielen wie oben erwähnt uninteressanten und unnötig langatmigen Szenen, z.B.
Supermarktszene, Hotel-/Kasinoankunft und Bezug des Hotelzimmers, Kennenlernen von Logans Team und den farbigen Pferdetreibern nach dem Highwayunfall, Reparatur der Wasserpumpe und darauffolgende Konfrontation, Prügelattacke auf den Pickup.
Und auffällig ist auch die Ineffizienz und der Irrealismus des ganzen Geballers in dem Film; da sind zig Leute mit schweren Sturmgewehren und kaum einer trifft, zudem klingt es in den Szenen, die eine Flucht mit Hinterher-Schießen zeigen, so als würden fünf Leute schießen, gezeigt werden aber 20 oder 30; also das kennt man ja von vielen Filmen, aber so dreist wie in diesem Film ist der Kontrast selten.
Zum Wachbleiben gibt es im Film gut verteilte und inszenierte Actionsszenen.
Ach ja, FSK 18 könnte es an vielen Stellen durchaus schon sein !