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    Das Verschwinden der Eleanor Rigby
    Durchschnitts-Wertung
    3,3
    30 Wertungen - 5 Kritiken
    Verteilung von 5 Kritiken per note
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    5 User-Kritiken

    Kinobengel
    Kinobengel

    User folgen 183 Follower Lies die 440 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 9. Dezember 2014
    „Das Verschwinden der Eleanor Rigby“ ist ein Beziehungsdrama aus den USA von Ned Benson. Erst als Zweiteiler aus den verschiedenen Sichtweisen der Lebenspartner konzipiert, entstand nach Umschneiden ein weiterer Teil, der in den deutschen Kinos zu sehen ist. In den USA kamen alle Teile auf die Leinwand, zunächst der dritte, etwas später und gleichzeitig die ersten beiden. Eleanor (Jessica Chastain) möchte verschwinden, auch aus dem Leben. Das gelingt ihr nicht. Sie und ihr Ehemann Conor (James McAvoy) haben das gemeinsame Kind verloren und dieses Ereignis völlig unterschiedlich verarbeitet. Conor möchte nach einer Weile die Beziehung fortsetzen, stößt aber auf Gegenwehr. Im Fokus dieses Films steht der Umweg des Lebens zweier Menschen nach dem Tod eines geliebten Menschen. In mehreren Zeitsprüngen erfährt der Zuschauer etwas über die kurz dargestellte Kennenlernphase und den Abschnitt, der ca. ein Jahr nach dem Tod des Kindes beginnt. Erst im Laufe wird klar, welches Ereignis zum Zerwürfnis führte, jedoch ohne zu zeigen, wie das Kind zu Tode kam. Die dafür verwendeten Dialoge, vornehmlich die Gespräche mit den Eltern von Eleanor (William Hurt, Isabelle Huppert) und Conors Vater (Ciarán Hinds), wirken nicht installiert und recht authentisch, zeitliche Stadien sind eindeutig zu unterscheiden. Es ist ungewöhnlich, den Teil des Miteinanders wegzulassen, der nach dem Kennenlernen beginnt und bis zum Bruch mehr oder weniger die Gemeinsamkeit deklariert. Benson konzentriert sich jedoch intensiv mit der Wiedersehens- sowie Annäherungsphase und baut die Charaktere sehr natürlich auf, sodass der Beobachter sich zumindest ein ungefähres Bild von dem Davor machen kann und Details nicht vermisst. So gelingt auch „Blue Valentine“ von Derek Cianfrance. Dass die andere, allesbetrachtende Bauweise für eine derartige Geschichte funktioniert und sogar emotional berührender inszeniert werden kann, beweist „The Broken Circle“. Doch „Das Verschwinden der Eleanor Rigby“ hinterlässt einen Eindruck der Realität, der mit seinen Figuren insbesondere dank der Darsteller tatsächlicher nicht sein könnte. Jessica Chastain („The Tree of Life“, „Zero Dark Thirty“ und aktuell „Interstellar“), die auch auf der Theaterbühne zu finden ist, liefert wieder eine Meisterleistung ab, lässt jedoch James McAvoy nur geringfügig hinter sich. Unterhaltsame Beiträge liefern Eleanor’s lebenserfahrene Lehrerin Prof. Lillian Friedman (Viola Davis), und Conor’s Freund Stuart (Bill Hader). Benson entwickelt sein Werk unter Einbeziehung der Nebenrollen geschickt in Richtung Bereitschaft zu der Einsicht, dass man die Vergangenheit nicht auslöschen kann, aber mit ihr umgehen muss. Mit dieser sehr eindringlich geführten Überlegung wird das gezeigte Ende unnötig: Ob Eleanor und Conor nach einem weiteren Zeitsprung wieder ein Paar werden, fragt der Regisseur und beantwortet das gleich selbst unerwartet theatralisch. „Das Verschwinden der Eleanor Rigby“ ist überwiegend sehenswert inszeniert und wird durch die schauspielerischen Leistungen, insbesondere von Jessica Chastain äußerst lebendig.
    FILMGENUSS
    FILMGENUSS

    User folgen 14 Follower Lies die 323 Kritiken

    2,5
    Veröffentlicht am 10. November 2019
    ALL THE LONELY PEOPLE Erst wälzen sich zwei Liebende in einer lauen Sommernacht im Rasen eines urbanen Parks, dann Szenenwechsel – und Jessica Chastain springt von der Brücke. Was hat denn das zu bedeuten? Nun, ein etwas verwirrender Anfang für ein Beziehungsdrama, aber wir sind da auch schon anderes gewohnt, wie zum Beispiel vom französischen Ehedrama 5×2, welches die Geschichte der ersten Liebe bishin zur Trennung rückwärts erzählt. Minuten später wird klar, dass bei manchen Menschen ein Beziehungs-Aus alleine zwar reichen würde, den Suizid zu wählen, aber womöglich wäre das für Das Verschwinden der Eleanor Rigby gar am Thema vorbei. Was weiters irritiert, ist die Wahl für den uns allseits geläufigen Songtitel Eleanor Rigby – Paul McCartney hatte damals mit John Lennon die reisklaubende, einsame Seele auf Immer und Ewig in die Musikgeschichte verbannt. Fährt man nach Liverpool, kann man Eleonor Rigby als Skulptur dort sitzen sehen. Und nicht nur das – die Rigbys liegen dort auch begraben. Erst unlängst ließ Danny Boyle seinen aus dem Beatles-Universum gefallenen Superstar in Yesterday an diesen Ort pilgern. So neugierig diese Referenz auf diesen Namen auch macht, so sehr enttäuscht dann aber auch seine Verwendung in diesem Film: Chastain könnte auch irgendwie anders heissen, eine tiefere Bedeutung hat ihr Namen keinen, und auch relativ unwillig führt sie die Affinität ihrer Eltern zur Band aus Liverpool auch als Entschuldigung für diese Peinlichkeit ins Feld. Weiterlesen auf FILMGENUSS unter https://filmgenuss.com/2019/11/10/das-verschwinden-der-eleanor-rigby/
    Daniel P.
    Daniel P.

    User folgen 25 Follower Lies die 227 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 28. Oktober 2015
    Erstklassige Beziehungsgeschichte mit zwei Hauptdarstellern in Höchstform. Zwei sehr unterschiedliche Personen, die das gemeinsam erlebte ganz unterschiedlich verarbeiten. Jeweils aus der Nähe und aus deren Perspektive betrachtet und vom Regisseur perfekt zusammengestellt. Man kommt als Zuschauer beiden Versionen daher auch richtig nahe und kann sie sehr schnell mitfühlen, auch wenn man zunächst nicht weiß, was genau vorgefallen ist. Die Informationen hierzu werden in kleinen Paketen und zwischen den Zeilen eingestreut. Insofern bleibt es bis zum Schluss spannend und man rätselt mit. Emotionale Schwere und Zerrissenheit. Das Leben und die Liebe sind eben meist nicht eindeutig schwarz oder weiß.
    BrodiesFilmkritiken
    BrodiesFilmkritiken

    User folgen 4233 Follower Lies die 4 450 Kritiken

    3,0
    Veröffentlicht am 30. August 2017
    Es gibt Filme wo man gerne die Hauptfigur wäre und es gibt solche wo man froh sein kann wenn einem das Leid und das Elend der Figuren nicht selber passieren – dies hier ist definitiv ein Vertreter der zweiten Gattung. Es geht um ein Ehepaar das mit dem tragischen Tod ihres Kindes klar kommen muß und eben vorrangig die Frau die dabei mit ihrer Welt und ihrer Umgebung bricht und sich absetzt, ebenso den Ehemann der verzweifelt versucht einen Weg zurück zu seiner Frau und in ein „normales“ Leben zu finden. Bei dieser Thematik kommt eine Menge Ernst, Trauer und Kummer rum, wenig ereignisreiches, aber eben glaubhaftes und handfestes „Gefühl“. Mit Darstellern wie Jessica Chastain, William Hurt und James McAvoy hat man auch die passenden Leute am Start um die leidenen armen Schweine entsprechend zu verkörpern. Es ist letztlich aber vor allem die Frage ob man damit was anfangen kann oder es durchweg langweilig findet – ich kann beides verstehen und nachempfinden. Fazit: Sehr bitteres und schmerzhaftes Drama über zwei leidende Seelen, lebensnah und echt gespielt
    Helmut S.
    Helmut S.

    User folgen 1 Follower Lies die 2 Kritiken

    1,5
    Veröffentlicht am 9. Dezember 2014
    Enttäuschender Film, der nicht so funktioniert wie er – so denke ich zumindest – nach Intention des Regisseurs funktionieren sollte. Die Geschichte mit dem Verlust des Sohnes der beiden wird im Film überhaupt nicht thematisiert. Die Frau kommt nach dem Selbstmordversuch zurück zu ihren Eltern, da ist aber das Kind, wegen dessen Verlust sie sich ja das Leben nehmen wollte, da. Also was jetzt? Das Kind lebt ja Aber Eleanor hat eine sehr distanzierte Beziehung zu ihm, Scheint es irgendwie gar nicht richtig wahrzunehmen. Dann geht sie wieder zurück nach Paris, um ihr Studium fortzusetzen, lässt das Kind dabei zurück. Und diese Professorin an der Universität wirkt überhaupt nicht als solche, man sieht sie ja auch nie lehren oder unterrichten, man würde sie wohl eher für eine Sekretärin oder eine Bibliothekarin halten. Auch Eleanors Mutter bleibt angesichts der Tragödie total unbeteiligt.Und wer studiert denn Anthropologie so ohne Interesse an anderen Menschen?
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