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Danny
139 Kritiken
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4,0
Veröffentlicht am 11. Juli 2026
BLAIR WITCH Kritik Review (2016): 20 Jahre ist es nun schon her, dass Heather Donahue und ihre Freunde in den Black-Hills-Wäldern verschwanden. Nun macht es sich Heathers Bruder James (James Allen McCune) zur Aufgabe, gemeinsam mit seinen Freunden Peter (Brandon Scott) und Ashley (Corbin Reid) und der mit einer Videokamera ausgestatteten Filmstudentin Lisa (Callie Hernandez) die Umstände dieses äußerst mysteriösen Verschwindens, das nie aufgeklärt wurde, zu erforschen. Durch die düsteren Wälder lassen sie sich von zwei Einheimischen führen, was die Truppe zuversichtlich stimmt: So werden sie sich ganz bestimmt nicht verirren! Als sie jedoch nachts das Gefühl haben, in ihrem Lager von jemandem – oder etwas – beobachtet zu werden, stellen sie fest, dass das Verirren ihr geringstes Problem sein dürfte… denn während sich die Legende von der Hexe von Blair zuhause noch wie ein Ammenmärchen anhörte, rückt sie im dunklen Wald immer mehr in den Bereich des Möglichen. „Blair Witch“ (2016) bringt das Franchise zurück zu seinen Wurzeln und knüpft direkt an die beklemmende Atmosphäre des Originals an. Der Film setzt wieder stark auf Found-Footage-Elemente und schafft es, das Gefühl von Orientierungslosigkeit und wachsender Panik sehr effektiv einzufangen. Besonders im späteren Verlauf wird die Spannung deutlich intensiver, wenn der Wald immer bedrohlicher wirkt und die Ereignisse zunehmend außer Kontrolle geraten. Zwar nutzt der Film bekannte Muster des Genres, aber die Umsetzung funktioniert überraschend gut. Fazit: Eine gelungene Rückkehr ins Blair-Witch-Universum mit starker Atmosphäre und effektivem Horror, der besonders gegen Ende richtig zieht. Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐☆☆
Die Fortsetzung von The Blair Witch Project, meinem Lieblingshorrorfilm, hat es ja mal richtig verschissen. Ich hatte bei dem Film eine hohe Erwartung, was bei einem zweiten Teil eines Horrormeisterwerks verständlich ist. Als ich den Film geguckt habe konnte ich allerdings meinen Augen nicht trauen. Der Film war die gesamte Zeit nicht einmal ansatzweise gruselig. Die Charaktere sind einem scheiß egal weil nahezu alle davon sich wie Arschlöcher und Idioten benehmen. Wie es bei einem (Horror) Sequel ist, ist meist alles "mehr", "größer", "gruseliger". Hier versucht das Sequel das was der erste Teil gemacht hat öfter einzubauen und meist "krasser" darzustellen als im ersten Teil. Nur das es nicht funktioniert. Das Pacing ist unglaublich schlecht und je mehr Zeit vergeht desto mehr langweilt man sich. Die Blair Witch verhält sich nur teils noch wie im ersten Teil und gegen Ende hin zerstört man durch das Zeigen der Hexe ein unglaublich gutes Konzept vom ersten Teil, welches auch hier gut funktioniert hätte. Der Plottwist am Ende und generell viele Andeutungen und Hinweise sind nur dazu da, um für Verwirrung und Aufmerksamkeit zu sorgen und ergeben wenig Sinn. Das einzig Gute an dem Film warum ich dem Film überhaupt noch 1.5 Sterne gebe (und nicht wie Blair Witch 2 am liebsten 0) ist die Kameraperspektive (die hat halt immer etwas und war in Blair Witch 2 nicht vorhanden), die Tunnelszene am Ende und die Idee mit der Kamera-Rückwärts-Sicht ebenfalls am Ende. Man kann sagen das was der Film "gut" macht ist eher am Ende und das was der Film richtig schlecht macht ist nicht nur am Anfang und in der Mitte des Films, sondern auch besonders stark am Ende vorhanden. Ich finde weil man schon zweimal bewiesen hat das man es nicht hinkriegt eine mindestens "ok-e" Fortsetzung von The Blair Witch Project zu machen und eine davon so schlimm war, dass sich die sogar die Regisseure dafür schämen und einer der Filme sogar aus dem Canon verbannt wurde, kann man es auch einfach sein lassen. Echt unnötig.
Sterbenslangweiliger Found Footage Streifen der das Rad nicht neu erfindet und stattdessen lieber im bekannten Fahrwasser schwimmt.
Blair Witch mag das überraschende und innovative Element des Originals fehlen, filmisch ist er das reifere und darstellerisch das professionellere Werk. Die deutliche Reduktion des Nervanteils und die nicht ganz so arg wackelige Kameraführung sorgen zudem für weniger Kopfschmerz-Neigung und das viertelstündige Finale liefert sogar echten Nervenkitzel. Auch wenn ich damit die heilige Kuh schlachte: Mir gefällt dieses REMAKE ein bisschen besser als das Original.
Aber letztendlich ein Remake den keiner wirklich gebraucht hätte!
Zeit ist im Leben kostbar. Ich habe Zeit in meinem Leben verloren, weil ich diesen Film geschaut habe. Ich habe wirklich selten einen so schlechten Horror-Film gesehen. Das einzige was hier der Horror ist, sind die Kamera-Einstellungen. Man sieht nur Bäume, Wände und und Taschenlampenlicht und sonst gar nichts!
Mostly painful to watch. Found myself nippicking in this films flaws a lot. Not going to lie, it has some good spooks and yuk moments, but overall not that strong.
War es Blair Witch überhaupt möglich dem Kultstatus seines Vorgängers gerecht zu werden? Vor allem wenn man bedenkt, dass the Blair Witch Project größtenteils nur wegen seinem genialen Marketing so einen enormen Erfolg erzielen konnte? Wie dem auch sei, nach dem ersten the Woods-Teaser war ich hoffnungsvoll, denn dieser vermittelte Atmosphäre, Kreativität und konnte mit einem der besten Duos des heutigen Horrorfilms werben: Simon Barrett und Adam Wingard (verantwortlich für the Guest, Teile der V/H/S-Saga und You're Next). Nun wo die große Überraschung (und gleichzeitig das Marketing-Gimmick des Filmes) raus ist, konnte man sich selber ein Bild machen. Leider enttäuscht Blair Witch auf so ziemlich allen Ebenen: Die Atmosphäre wird durch False Jumpscares ausgemacht, das Setting ist an sich immer noch effektiv, allerdings wird es durch die ständige Dunkelheit äußerst repetitiv (das Original konnte durch seinen regelmäßigen Ton-Wechsel mehr Abwechslung reinbringen: Terror in der Nacht und Verzweiflung sowie Paranoia zur Tageszeit) und das Pacing des Filmes kann sich nicht zwischen einem behäbigen Aufbau (ca. die erste dreiviertel Stunde) und einer rastlosen Schlag auf Schlag-Struktur (der ganze Rest des Streifens) entscheiden. Die Charaktere bleiben allesamt sehr eindimensional und langweilig, der Plot ist praktisch nicht vorhanden und die gesamte Entwicklung des Geschehens erinnert viel zu stark an seinen Vorgänger. Technisch gesehen, ist Blair Witch gutes Mittelmaß: Die Kameraarbeit ist zeitweise leider zu hektisch und wackelig, das Editing manchmal ein wenig zu energetisch, und aufgrund der mangelnden Perspektiven-Abwechslung weiß man als Zuschauer zeitweise nicht, welcher Figur man gerade folgt. Das Sounddesign ist sowohl Positiv als auch Negativpunkt für mich. Einerseits hilft das Rumoren und Grollen in der Ferne einen unwohl fühlen zu lassen, andererseits ist es viel zu penetrant und aufdringlich sobald mal eine ruhige Stimmung aufkommt (einfache Knochenbrüche klingen zeitweise wie Explosionen). Das einzige was ich wirklich ausnahmslos loben kann, ist der Soundtrack. Dieser macht praktisch 90% der Atmosphäre aus und ist super gelungen. Auch die erweiterte Folklore der Blair Witch ist gut in Gesprächen untergebracht und gibt der ganzen Legende einen erfrischenden Touch. Nun allerdings zu dem größten Kritikpunkt für mich: Der Film nutzt sein Potenzial leider nicht wirklich aus. In vielen Momenten traut er sich nicht, neues Territorial zu betreten (selbst wenn es so etwas profanes wie Tötungsarten sind, versucht der Film immer noch realistisch zu bleiben) und in anderen Elementen schlägt er effektive Elemente des Vorgängers zugunsten einer modernen Herangehensweise aus (sorry, aber weshalb spoiler: musste man die Hexe dieses Mal zu Gesicht bekommen? !). Zwar bringt der Film im Finale noch die ein oder andere gute Idee ein (spoiler: die Kamera als Hilfsmittel um aus dem Haus zu kommen; der Time-Loop der Hexe ), aber das hilft dem Werk dann auch nichts mehr.
[...] Wenn ich vorher behauptet habe, der Film sei nicht so furchtbar wie erwartet, dann liegt das daran, dass meine Erwartungen irgendwo beim absoluten Nullpunkt angesiedelt waren. Im Gegensatz dazu fühlen sich dann auch minus 20 Grad noch warm an. Ist aber eben trotzdem ziemlich frisch. Das Einzige was den Film aus dem Permafrost holt, ist das gut gelungene Finale. Wir dürfen endlich den monotonen Wald verlassen und uns mit den Akteurinnen durch ein altes, verfallenes Haus gruseln. Hier schaffen es Wingard und sein Team die davor schon hie und da durchscheinende surreale Atmosphäre zum Auftauen zu bringen. Abseits von billigen Jump Scares gelingt es Blair Witch also doch noch mich auf den letzten Metern zu packen.
Unterm Strich merkt man dem Film an, dass ein durchaus talentiertes Team am Start war, die sich mit viel Respekt dem Original näherten. Teilweise mit etwas zu viel Respekt, sodass die Hommage zu einer Kopie verkommt. Wenn der Film zum Schluss noch seinen Rhythmus findet, lässt sich erahnen, was möglich gewesen wäre. Das entschädigt leider auch nicht für die frostige Zeit davor.
[...] Der Horror kommt mit dem Güterzug: Mit ähnlicher Lautstärke springen uns die Fake-Scares in die Fresse. Die sind sowieso ein Riesenproblem in den Horrorfilmen der Gegenwart, und treten in „Blair Witch“ auch noch mit einer solchen Frequenz und Häufung auf, dass man unwillkürlich und ermüdet die Augen verdrehen muss. Man stumpft ab. Das liegt an mangelnder Raffinesse. Zwar verbauen Wingard und Drehbuchautor Barret die richtigen neuen Elemente (Drohne, Überwachungskamera, GPS), nutzen sie aber wenig bis gar nicht – keine Mittel für Suspense, nur schöner Krempel, der den Film im Jahr 2016 verorten soll. Jeder Schreckmoment läuft gleich ab: Was ist da? Umsehen –Wartezeit –lautes Geräusch! – Wackeln oder Kameradefekt. Keine Spur von Wald-Koller, von erschütternder Gruppendynamik und menschlichen Urängsten. [...]
[...] Da man die Leidenschaft der Macher durchaus erahnen kann, bleibt immerhin die Zuversicht auf ein überzeugendes Ende, welches neue Facetten bietet und den Nachfolger als sinnvoll legitimiert. Und tatsächlich gibt es neben den Erweiterungen der BLAIR WITCH-Hintergrundstory, dem Spiel mit der Zeit, einer höheren Opferzahl und vereinzelten Gewalteffekten endlich sekundenlang auch einen Blick auf das zu erhaschen, nach dem sich viele im Original vergeblich gesehnt haben dürften. [...]
Die komplette Kritik gibt es auf dem Horrorblog FILMCHECKER zu lesen.
Entgegen meiner Erwartungen wurde ich positiv überrascht. Ich hatte vermehrt negativere Kritiken gelesen. Das hat meine eigentliche Vorfreude ein wenig getrübt. Doch am Ende kann man festhalten, mich hat die Fortsetzung prima unterhalten. Natürlich bietet der Film nicht viel neues. Der Ausgangspunkt der Story mit dem Suchen nach der verlorengegangen Schwester ist sicher auch nicht so ausgefallen, doch das muss er auch nicht. Was zählt ist das, was man daraus macht. Und das ist sehr gut. Der Film baut gut auf. Auch wenn man das Original kennt, wird für viel Spannung gesorgt. Und im Vergleich zum ersten Teil, der zwar der bessere Part bleibt, hat dieser sogar zwei Vorteile: Er bringt das Thema ins digitale Zeitalter. Hiermit spiele ich auf die neuen kameras an. ;) Außerdem hatte ich das Gefühl, dass hier etwas mehr gezeigt wurde als in Teil eins, auch was die Hintergründe angeht. Im original ist es dennoch die ganze Zeit über spannend, aber eigentlich passietr fast gar nichts bis kurz vor Schluss. Hier geht man einen anderen Weg und hebt sich damit ein wenig ab. Es wirkt einfach so, dass mehr Action im Wald ist. Eine solide Fortsetzung, die man sich anschauen kann, mehrfach. Nur das Ende fand ich dann doch etwas zu vorhersehbar und erzwungen, wenn nicht sogar naiv.