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2,5
Veröffentlicht am 14. Februar 2017
Mit Timothée Chalamet (Elio) und Armie Hammer (Oliver) hat der Film in den Hauptrollen zwei vielversprechende Talente des US-Kinos zu bieten: der eine war nach einer Serienrolle in „Homeland“ als Sohn im Sci-Fi-Hit „Interstellar“ (Kritik) zu sehen, der andere fiel 2010 in „The Social Network“ in einer Doppelrolle als Gegenspieler von Mark Zuckerberg auf.
Dass der Film aus meiner Sicht kein großer Wurf ist, liegt nicht an den beiden, sondern an den Schwächen des Drehbuchs, das Regisseur Guadagnino gemeinsam mit James Ivory und Walter Fasano geschrieben hat: Die Liebesgeschichte zwischen Elio und Oliver wird sehr konventionell erzählt. Die beiden lernen sich im Sommer 1983 in einer Villa in Norditalien kennen. Der 17jährige Elio langweilt sich auf dem großzügigen Anwesen seiner Eltern, Oliver ist 24 und soll Elios Vater, einem Archäologieprofessor, assistieren.
spoiler: Die erste Annäherung ist frostig, die beiden kommen sich doch näher, landen im Bett, trennen sich nach kurzer sommerlicher Affäre und führen bei Schnee im Winter ein tränenreiches Abschiedstelefonat. Sehr kitschig ist auch das Gespräch auf der Couch zwischen dem unter Liebeskummer leidenden Sohn und seinem verdständnisvollen Vater (Michael Stuhlbarg).