4 Sterne von Filmstarts!-Chefredakteur Christoph Petersen; da habe ich mich mal richtig auf einen krassen Rape & Revenge-Thriller gefreut.
Nun, krass ist er.... krass schlecht!
Ich habe wirklich selten in meinem Leben einen Film gesehen, der die Zuschauerintelligenz mehr beleidigt, als dieser Streifen. Unglaubwürdigkeit trifft es nicht im Geringsten auf den Punkt, das Szenario ist schlicht und ergreifend völlig absurd, es ist auch keine stilistische Überspitzung, dafür nimmt sich der Film viel zu ernst.
Von nun an spoilert es gewaltig.
Der eigentliche Plot ist schnell zusammengefasst:
Richard, reich, gutaussehend und Familienvater hat sich in der Wüste von Irgendwo eine Luxusvilla gemietet, um mit zwei Geschäftspartnern auf Wildjagd zu gehen. Er ist zwei Tage früher angereist, um mit der bezaubernden Jen die Korken knallen zu lassen, doch die Geschäftspartner treffen ebenfalls früher, als geplant ein. Die abendliche Party wird von einer einheizenden Atmosphäre geprägt, was am kommenden Morgen in einer brutalen Vergewaltigung gipfelt. Die missbrauchte Jen ist uneinsichtig, den Vorfall als Lappalie zu betrachten und wird kurzerhand einen tiefen Abhang hinuntergestürzt, wo sie von einem spitzen Baumstrunk aufgespießt wird.
Soweit, die bis dato noch nicht ganz unrealistische Ausgangslage. Klar, kann man sowas nicht wirklich überleben. Der Ast ist an der Wirbelsäule eingetreten und klafft aus einer offenen Bauchwunde heraus, mitten in der Wüste.
Den Rest kann man sich denken: Äußerst kreativ befreit sie sich aus der misslichen Ast-Situation, schleppt sich durch die Wüste, wo sie gefühlt 10 Liter Blut verliert, sediert sich mit Peyote und behandelt die klaffende Wunde mit einer aufgeschnittenen, glühenden Dose mexikanischen Biers (nachdem sie selbiges zuvor getrunken hatte) - schickes Tattoo inbegriffen. Die frisch gebackene Amazone erwacht wie Phoenix aus der Asche und begibt sich auf ihren blutigen Rachepfad.
Leute, jetzt ernsthaft? So einen geballten Unsinn habe ich lange nicht mehr gesehen, reißerisch inszeniert und mit Unmengen von Kunstblut durchtränkt, dass Tarantino's Braut vor Neid blass würde. Ich könnte noch weiterschreiben aber ich lasse es! Schade um die smarte Villa, da gibt es wohl einiges zu tun.
Keine Empfehlung für diesen hohlen Schwachsinn.