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3,5
Veröffentlicht am 23. August 2026
„The Survivor“ ist kein Boxfilm, auch kein Sportfilm, sondern vielmehr ein Post-Holocaust-Drama, das zeigt, welche Spuren diese Erlebnisse bei den Überlebenden hinterlassen haben und zugleich auch die Unmöglichkeit, das Geschehene ruhen zu lassen und mit der Vergangenheit abzuschließen. Interessant ist die Erzählweise, verortet in den 1950er Jahren, bietet der Film jedoch keine klassische Rückblickstruktur, sondern spielt recht eindrucksvoll mit konkreten Szenen der (Film-)Gegenwart, immer wieder im Gegenschnitt mit Erlebnissen im KZ. Auf diesen Schnitt-Gegenschnitt-Sequenzen wird dann ein etwas ausführlicherer Rückblick eingeleitet. Diese Methode ist vielleicht nicht besonders originell, aber äußerst effektiv. Durch die Reduktion der KZ-Bilder auf Schwarz-Weiß wird die ganze Szenerie noch zusätzlich entrückt und bekommt ein besonders trost- und auswegloses Ambiente.
Diese Szenen im Lager sind es dann auch, die den Film erst so richtig gut machen und von der Masse an Holocaust-Dramen abheben. Denn die in der Gegenwart verankerte Geschichte um den eher mittelmäßigen Boxer und seiner wenig nachvollziehbaren Suche nach seiner Jugendliebe, ist insgesamt wenig interessant und bis auf eine einzige Szene auch auffällig unemotional. Das liegt hauptsächlich daran, dass Harry hier oft als ziemliches Arschloch dargestellt wird. Selbst wenn er traumatisiert ist und immer noch durch die Erlebnisse beeinträchtigt wird, gibt ihm das doch erstmal nicht das Recht, sein Umfeld alle wie Dreck zu behandeln. Auch gegenüber seiner späteren Frau Miriam ist er oft ungehobelt und beleidigend. Und selbst wenn versucht wird, seine Unfähigkeit, sich mitzuteilen durch die Schwere der Traumatisierung zu erklären, bleibt das doch wenig nachvollziehbar und eher filmische Behauptung des Drehbuchs. Die sog. „Überlebensschuld“. Letztlich der Hauptgrund dafür, dass er so ist, wie er ist, wird nur in einem kurzen Dialog mal aufgegriffen und sonst niemals thematisiert. Und so ergreifend Ben Fosters Darstellung des KZ-Häftlings (incl. Method Acting und 24 kg Gewichtsverlust!) auch ist, so dröge und uninspiriert ist seine Darstellung des gealterten Boxers. Keine echte Fehlbesetzung, aber auch absolut nicht überzeugend.
FAZIT: Insgesamt durchaus sehenswertes Drama über einen Holocaust-Überlebenden (auf einer wahren Geschichte beruhend), dass jedoch nicht durchgehend stringent genug erzählt wird und mit Ben Foster vielleicht nicht den geeignetsten Schauspieler aufbietet. Zudem wird bei dieser Gelegenheit verpasst, das höchst ambivalente Thema der sog. „Überlebensschuld“ aufzugreifen und zu diskutieren. Eingeschränkte Empfehlung von mir.
Harry Haft ist ein polnischer Boxer, welcher sich durch sein Talent in dem KZ Ausschwitz befreien konnte. Dabei musst er gegen andere Insassen kämpfen. Der Film spielt überwiegend in dem Jahr 1949 in Amerika. Harry Haft gab es in Wirklichkeit und starb 2007 mit 82 Jahren. Der Film zeigt seine traumatischen Erlebnisse während des Krieges und wie er mit diesen Fertig wird. Die Rückblenden in dem KZ werden in schwarz-weiß gezeigt und der Rest des Films sind in Farbe.Es wird gezeigt, wie er darunter noch Leidet. Es findet ein Showkampf zwischen ihm und Rocky Maciano, welches auch so statt gefunden hatte. Der Film hat gute Ansätze und ist gut gefilmt, aber ich finde der Film ist nicht so interessant. Ich finde den Film hat einige Probleme er ist nicht spannend, was bei so einem Thema auch nicht unbedingt sein muss,aber irgendwie hat der Film mich nicht berührt. Die Szenen unter Gefangenschaft sind fast nur im Boxring zu sehen und wie er andere Menschen zu Tode boxt. Es findet ansonsten dort nur ein Gespräch mit dem Wächter statt der auf in Wettet. Der Film hat viel Potenzial was er leider nicht hinbekommt. Es gibt Gespräche die gut gemacht sind. Alles im Allen ist es kein guter Boxfilm. Und Geschichte zu diesem ernsten Thema gab es auch schon bessere.