Titane
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No Use For A Name
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4,0
Veröffentlicht am 17. September 2025
Surrealistisches Arthaus-Drama um eine junge Frau, die sich in einer männderdominierten Welt zurechtfinden muss und doch nur auf der Suche nach Liebe ist. Von ihrem Vater jedenfalls hat sie niemals Liebe empfangen und letztlich bekommt sie diese nur, indem sie sich in einem Mann verwandelt und sich die Liebe von einem fremden Mann auf betrügerische Art und Weise erschleicht. Während sie also immer mehr in diese Männerrolle - die zudem auf dem klassich männlichen Beruf als Feuerwehrmann fusst - reinwächst, wird ihr Schwangerschaftsbauch immer größer. Ihr (falscher) Vater indes ist genau so auf der Suche nach wahrer Männlichkeit ("Bist du krank?" - "Nein, alt!") und muss sich Testosteron spritzen, um diesem Ideal genügen zu können.

"Titane" ist wahrlich kein leichter Film, auch macht er es uns nicht leicht, einen Zugang zu ihm zu bekommen, zu verstörend, zu sperrig und zu surreal sind die Bilder. Ich sehe hier aber weniger den Body-Horror im Vordergrund, als vielmehr ein intensives persönliches Drama um eine junge Frau, die letztlich auch nur geliebt werden möchte (und sei es von einem Auto!).

Wie auch immer, in jedem Fall in höchstem Maße bemerkenswert ist die schauspielerische Leistung von Agathe Rousselle (in ihrer ersten Langfilmrolle), die hier wirklich eine unvergleichbare Tour de Force durchstehen muss bis zum letzten, unvermeidlichen und maximal verstörenden Finale. Mit ausgeprägtem Mut zur Hässlichkeit wird sie immer wieder in ihrer verwundbaren Nacktheit gezeigt.

Ansonsten ist der Film ein wahres Füllhorn an opulenten intepretationswürdigen Bildern und Motiven. Angefangen bei der sehr skurrilen Form ihrer Narbe bis hin zur letzten Einstellung von ihrem Geborenen. Wahrlich kein leichter Film.

Auch wenn mich persönlich der Film extrem geflasht hat, möchte ich dennoch keine grundsätzliche Empfehlung aussprechen, sondern ihn eher vorsichtig den Arthaus-Interessierten mit Hang zum Skurrilen ans Herz legen. Sicher kein Film für jeden!
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

11 Follower 357 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 3. Oktober 2024
Wenn die Welt uns in etwas verwandelt, was wir nicht sein wollen!

Die französische Regisseurin Julia Ducournau machte mit ihrem Filmdebüt „Raw“ von 2016 auf sich aufmerksam. Fünf Jahre später kam ihr zweiter Film heraus: „Titane“. Und gleich vorweg: Selbst eine kurze Zusammenfassung des Plots könnte für manche als Spoiler gelten. Ich werde jedoch nur die Grundstory erläutern und ansonsten nicht spoilern. Dennoch empfehle ich den Film am besten ohne irgendeinen Trailer oder Ähnliches zu schauen!
„Titane“ ist kein gewöhnlicher Film, vor allem wenn man ihn mit dem Hollywood-Mainstream vergleicht. Ducournaus Werk ist ein blutiges, verstörendes, wirres und doch emotionales Erlebnis, das man nicht alle Tage findet. Wer teils absurde Kunstfilme hasst, der wird hier sicherlich auch nicht viel Spaß haben. Dennoch ist „Titane“ ein Film, den man einfach sehen muss, um ihn zu begreifen. Und selbst dann wird das einem sicherlich nicht gelingen. Doch schauen wir uns erst einmal den Plot an (wie gesagt ohne viel vorweg zu nehmen)…

Die junge Alexia bekommt nach einem Autounfall eine Titanplatte in den Kopf gesetzt. Damit wächst sie auf, bis sie erwachsen wird. Als junge Frau tanzt sie bei Testosteron-dominierten Auto-Shows. Generell ist ihre Welt Männer-dominiert. Sie hingegen fühlt sich eher zu Frauen hingezogen, aber vor allem… zu Autos.

Und hier will ich es belassen, denn der Rest des Films ist wie ein Fiebertraum. „Titane“ hat mich vor allem damit überrascht, dass es wenige Dialoge gibt. Dreiviertel des Films wird ohne ein gesprochenes Wort erzählt und das finde ich klasse. Und dennoch ist das Drehbuch (welches die Regisseurin selbst schrieb) sehr gut. Und auch die Darsteller sind extrem stark, vor allem die beiden Hauptdarsteller Agathe Rousselle (in ihrem Filmdebüt) und Vincent Lindon.

Der Film behandelt auf teils surreale und verstörende Weise sehr spannende Themen. Viele davon habe ich so noch nicht in einem Film oder dergleichen erlebt. Besonders die Geschichte, die sich in der zweiten Hälfte des Films entwickelt, ist faszinierend und hat mich manchmal vergessen lassen, dass der Film sehr übernatürliche und skurrile Body-Horror-Elemente hat. Ja, es ist nichts für schwache Nerven, was man hier ab und zu sieht. Stellenweise hat der Film aber auch eine gesunde Portion schwarzen Humor, was ich ebenfalls mochte.

Am spannendsten fand ich das Thema der Männlichkeit, die in diesem Film präsentiert wird. Alexa selbst wird als Frau in einer Männer-dominierten Welt quasi „umgeformt“ und das zwanghaft. Und dennoch ist da ein Teil von ihr, der sich das vielleicht sogar wünscht. Und dieser Aspekt ist wirklich grandios und emotional umgesetzt in diesem Kunstwerk.

Andere Dinge hingegen haben für mich nicht ganz so funktioniert. Da wäre zum einen die Logik, die an vielen Stellen etwas zu löchrig ist. Man könnte argumentieren, dass gewisse übernatürliche Dinge im Film Einbildung oder dergleichen sind, aber das wird leider nie so richtig klar. Auch sind mir die Hintergründe von Alexa als Figur zu schwammig. Einige ihrer radikalen Handlungen zu Beginn habe ich nicht verstanden und waren in meinen Augen überflüssig. Vielleicht ändert sich das aber auch bei einem zweiten Schauen…

Visuell ist „Titane“ ist stark und eindrucksvoll gefilmt (Kamera: Ruben Impens). Das Spiel mit den Farben Blau und Pink ist besonders interessant. Auch der Score von Jim Williams passt sehr gut zu den abgefahrenen Bildern.

Fazit: „Titane“ ist nicht perfekt, aber ein Film, der einen herausfordert und nicht einfach an der Hand nimmt. Und solche Werke braucht es in der heutigen Zeit Eine tragische und verstörende Geschichte, die zwischen Drama und Sci-Fi-Horror schwebt!
Marcus Yilmaz
Marcus Yilmaz

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3,5
Veröffentlicht am 3. Juni 2024
War erst hin und her gerissen und dachte teilweise ach du sch...was das für schräger Film.Ich hab ihn mir trotz alledem angeschaut und fand ihn zum Ende hin gut bis OK würde ich so mal sagen..... Soll jeder selbst entscheiden..... auf alle Fälle mal was anderes....
Erich Fischer
Erich Fischer

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0,5
Veröffentlicht am 16. Mai 2024
Der abstoßendste, perverserste Film, den ich je gesehen habe, die Story muss einem total kranken Hirn entsprungen sein, wäre alles nicht so eklig, wäre es nur lächerlich blöd. Die Goldene Palme wurde dafür wohl aufgrund eines Behindertenbonus verliehen. Na ja, mittlerweile werden ja anstelle der 2 biologischen Geschlechter an die 70 diverse behauptet, warum also nicht auch ein Mensch-Auto-Hybrid als Alternative zum derzeit bloß im Interesse der Autoindustrie so hippen Elektroauto. Oder soll das etwa gar eine Satire auf unsere autovernarrte Gesellschaft sein?
Enttäuschend war für mich am Schluss, dass bei der Geburt kein Feuerwehrauto herausgeflutscht ist, das hätte dem ganzen Unfug die Krone aufgesetzt.
Wäre dieses schwachsinnige Machwerk nicht aus Frankreich, sondern aus Deutschland, würde ich zum passenden Abschluss meines Kommentars fragen: Wie versenkt man ein ostfriesisches U-Boot? Anklopfen!
Cesper
Cesper

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1,0
Veröffentlicht am 21. Mai 2022
Langatmige Szenen reihen sich aneinander, ohne richtig Sinn zu ergeben. Das ganze mündet dann in einen ebenso sinnlosen wie belanglosen Schluss. Hier ist es Schade um jede Minute...
Cursha
Cursha

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0,5
Veröffentlicht am 19. August 2023
Ich war zu Beginn wirklich neugierig auf den Film und wusste auch dass er polarisieren wird, ABER ich musste tatsächlich erstmals einen Film abbrechen, weil ich einfach unerträglich fand was ich da sah. Dabei rede ich nicht mal vom Akt der Gewalt, sondern eher von dessen Motivation, der gesamten optischen Darstellung und der geschmacklosigkeit des Film. Kurz nach dem sie auf einen Vater trifft, der seinen Sohn verloren hat, war es für mich um. Vielleicht keine besonders hilfreiche Kritik, aber für mich geht dies gar nicht mehr. Ich habe noch nie einen Film abgebrochen, egal wie schlecht ich ihn fand, aber hier passte es für mich gar nicht mehr.
Adrian Winter
Adrian Winter

21 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 5. Februar 2023
verdammt rough und schonungslos, mitteleiden praktisch unvermeidbar.
ein Film der nichts verbirgt und dem Zuseher nichts erspart.
Zwei menschliche Existenzen, die in Unterschiedlichem Grade gescheitert und in hohem Maße einander brauchend aufeinander treffen und einander dabei zu gleichen Teilen nützen und schaden.
Serienjunkie91
Serienjunkie91

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0,5
Veröffentlicht am 4. Februar 2022
Nachdem ich den Trailer gesehen hab wollte ich mal sehen ob der Film tatsächlich so abgefuckt ist wie es den Anschein hat. Antwort: Ja. Allerdings nicht so das man das wirklich gesehen haben will.
Norbert S
Norbert S

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2,5
Veröffentlicht am 22. Januar 2022
Durchschnittliche bewertung..aber der film als alles andere als das, jedoch kann ich Titane weder gut noch schlecht bewerten. der film hat mich komplett kalt gelassen, nur die coronalangeweile hielt mich am tv. andere scheinen sich hier in (pseudo) philosophischen abhandlungen wichtiger zu machen, als es der film nur im ansatz ist. das brimborioum im vorfeld der veröffentlichung erschließt sich mir nicht. bis auf wenige skurile momente ist der film zäh und langweilig. wie diese pandemie. vielleicht sollte ich mal wieder klopapier kaufen gehen.
sommer
sommer

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4,0
Veröffentlicht am 8. November 2021
Ein Film, der in seiner mutigen Radikalität, Metaphorik und entschiedenen Bildsprache an Polanski und Gabor Body erinnert.
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