tja, es ist genauso, wie "No Use For A Name" schon gesagt hat. zwar nicht wörtlich, aber zwischen den zeilen. nämlich, dass dieser film hier zur hälfte überflüssig ist.
die lovestory nimmt zu viel raum ein und hat mit der reaktorkatastrophe eher wenig bis gar nichts zu tun. das ist so, als ob man zwei völlig verschiedene filme in eine einzige filmrolle reinquetschen wollte.
dieser film ist eine ehrung der feuerwehrmänner, liquidatoren und letzlich der drei taucher, die dort nicht nur ihr leben riskiert, sondern auch ihr leben gelassen haben. eine posthume würdigung.
mehr ist nicht. die lovestory stört eigentlich eher, als dass sie hilfreich wäre.
drama gibt es in der zweiten hälfte manchmal, aber irgendwie fehlt da was.
fakten gibt es auch nicht.
also überhaupt nicht. dass bei einem sicherheits-check zuwenig strom erzeugt wurde für das hausinterne und vom reaktor (!!!) stromabhängige kühlsystem wird nicht erzählt.
andere details über die komische konstruktion der rbmk-reaktoren und den nachteilen der bor- und graphit-beschichteten steuerstäbe, tja nun, die wären wohl eh nur für physik studenten interessant.
es gibt zuviel und definitiv unromantische lovestory, es gibt zuviel bilder der verbrannten schwerverletzten und definitiv zuwenig ordnung und zuwenig stimmiger handlungskurve, um da eine runde sache draus zu machen.
die männer von damals haben eine würdigung verdient, aber trotzdem ist dieser film eher als ´second screen´ geeignet, während man ein computerspiel spielt zum beispiel.