Neueste Kritiken: Der Astronaut - Project Hail Mary - Seite 6
Der Astronaut - Project Hail Mary
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Brodie1979 ..
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4,0
Veröffentlicht am 10. März 2026
Bei diesem Film überrascht das Marketing: das Buch arbeitet mit der Vorgabe, dass der Protagonist nicht weiß, was mit ihm passiert. Im Film wird das aber sehr schnell beantwortet und der Trailer gibt ebenso sehr viele Informationen preis. Allerdings ist das nicht so schlimm. Das, was im Trailer alles verkündet wird, bringt der Film fast komplett in der ersten Stunde unter. Und dann muß man sich entscheiden: reicht es einem, ewig lange zuzusehen, wie Ryan Gosling mit einem Stein redet und scherzt? Wenn man dafür den Sinn aufbringt, ist der Film sehr belohnend. Gosling rettet die Welt und kommuniziert mit einem immer präsenten Humor, die Action liefert ein paar große Bilder und der ganze Film hat eine gewisse Wäre. Funktioniert gut.
Fazit: Etwas zu sehr in die Länge gezogen, aber grundlegend sehr lohnend!
Ich glaube, beim Astronauten muss man ganz klar unterscheiden zwischen Leuten, die das Buch gelesen haben, oder halt nicht. Hätte ich das Buch nicht gelesen, wäre ich wohl komplett geflasht gewesen von den großartigen Bildern, der für einen Sci-Fi Film überraschend warmherzigen, ja fast schon Disney-mäßigen Story und natürlich von Rocky, der bei der nächsten Award Season hinsichtlich der Spezialeffekte ein deutliches Wörtchen mitreden wird.
Allerdings habe ich das Buch nun mal gelesen, und daher erleidet der Film ein ähnliches Schicksal wie diverse andere Buchverfilmungen schon vor ihm: Er kann einfach nicht mit dem Buch mithalten. Das ist teilweise schon selbst verschuldet, weil man Rocky im Trailer enthüllt hat. Die Begegnung mit dem sympathischen Alien war im Buch ein absoluter Page-Turner, die einen total in die Geschichte hat eintauchen lassen. So weiß man jetzt, dass ein Alien dabei ist und ist seelisch darauf eingestellt. Ebenso ist Grace, wie der Wissenschaftsteil, für mich im Vergleich zum Buch sehr einfach gehalten worden. Im Buch probiert Grace aus, er scheitert oft und kämpft um jede einzelne Erinnerung und Erkenntnis. Hier im Film wird das alles sehr abgekürzt. Beim Marsianer hat man diesen Spagat aus Wissenschaft und Unterhaltung deutlich besser hinbekommen.
Aber das ist alles meckern auf sehr hohem Niveau. Denn Project Hail Mary unterhält, und das über die komplette Laufzeit von 2,5h. Die Chemie zwischen Grace und Rocky stimmt auch hier und man kann den Film unbeschwert auch mit seinen Kindern schauen (von einem kleinen Jump Scare mal abgesehen).