Der Gesang der Flusskrebse
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4,5
Veröffentlicht am 26. August 2022
Aus dem Großteil des heutigen Kinoangebots hervorstechender Film mit Handlung.

Man ist gefesselt von der Hauptfigur und bekommt richtig Wut auf das 60/70 er Jahre Mief in dem jede Art von Andersseits von der Mehrheit der Menschen einfach verfolgt , abgelehnt und diskriminiert wurde.

Man gönnt dem Maschgirl das Happy End und ihr glückliches Leben nach dem Jury Freispruch und weicht davon auch nicht ab als der Film am Ende nach dem Tod der , inzwischen zur erfolgreichen Naturbuchautorin, , glücklicher Ehefrau,Mutter und alten Dame herangereift , noch eine spezielle Wahrheit ans Licht bringt.

Wäre der Film 30 Minuten kürzer gäbe es 5 Sterne.

Intelligente Unterhaltung mit emphatischer Message.
Herausragende Produktion!
das Odeon
das Odeon

14 Follower 140 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 8. September 2022
sorry, ich muss spoilern, sonst geht das hier nicht. um jura-interessierte vor der enttäuschung zu bewahren: die verhandlung mit dem mysteriösen mordfall und der beschuldigung des sumpf-mädchens macht nur einen kleinen teil des filmes aus. würde man den weglassen, hätte der film immernoch genug charisma, genug gesellschaftskritik und immernoch einen eigenen charme. und das ist es, was den film ausmacht. es ist das gesamtpaket, mit allem drum und dran. zuerst die kleine kya, die über die runden kommen muss, dann die große kya, die lesen lernen muss, obwohl sie schon groß ist und natürlich die beeindruckenden landschaftsaufnahmen. und zwischendurch immer ein bischen gesellschaftskritik, wie die spießer immer jemanden verachten, bzw beschuldigen, nur weil er oder sie anders ist.
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mit spannung ist hier aber nicht viel. das ist hier kein remake von "zeuge der anklage" oder sowas. die verhandlung macht vielleicht zehn prozent des filmes aus. gefühlt fünf prozent.
die meiste zeit geht es zuerst nur um das aufwachsen des mädchens / der jungen frau und danach ordentlich um ihre ersten kontakte und liebschaften zu jungs. zwei, um genau zu sein. soll sie den einen oder den anderen lieben? das war für mich (gefühlt) die haupthandlung dieses films. trotzdem hat der film eine absolut beeindruckende atmosphäre und könnte einen so richtig in den bann ziehen. so mit allem drum und dran. wäre da nicht die laufzeit von zwei stunden und die wirklich sehr, sehr ruhige erzählweise. ich würde den film lieben, wenn da irgendwie ein wenig spannung drin wäre. fünf sterne. aber mit dieser langsamkeit geht das nicht.
mein tip:
den film zur entschleunigung ansehen. nach einer stressigen woche einfach mal wieder runterkommen und entspannen. und sich von der atmosphäre und dem charme des films einfangen lassen. das funktioniert. (sitzfleisch mitbringen)
Riecks-Filmkritiken
Riecks-Filmkritiken

34 Follower 212 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 12. August 2022
Zwischen mäanderten Flusslandschaften und weiten Waldgebieten präsentiert Regisseurin Olivia Newman einen wundervoll atmosphärischen Film. Scheinbar inspiriert von der Tragikomödie Grüne Tomaten werden Drama, Krimi und Romanze miteinander verwoben. Umschlungen von einer oberflächlich angerissenen Justizrahmenhandlung, die deutlich weniger zur Geltung kommt, als es wünschenswert gewesen wäre, verfolgen wir eine intensive Liebschaft mit emotionalen Konflikten.

Unter Missachtung kleiner Schnittfehler, viel zu langen expositorischen Handlungen sowie der oberflächlichen Handhabe von Rassismus und aufgedrückten gesellschaftlichen Konventionen ergibt sich ein nettes Werk in Nicholas Sparks Manier. Ruhige Szenen mit sanfter Musik und unzähligen Sonnenuntergängen am Wasser zeigen, dass die Regisseurin die volle Bandbreite der schnulzenhaften Erzählung auskostet und dabei gerne auch die Machtposition von Männern kritisiert. Teile der Handlung referenzieren das Leben der Autorin Delia Owens.

Die gesamte Kritik gibt es auf riecks-filmkritiken.de/der-gesang-der-flusskrebse
BrodiesFilmkritiken
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11.853 Follower 5.015 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 11. August 2022
Eine hochrangige Buchverfilmung die ich nicht gelesen habe – seis drum, so habe ich mehr vom Film. Insbesondere da ich den krassen Schlußtwist so nicht kenne. Bis dahin bekam ich einen sehr gebremsten, ruhigen Film zu sehen der sich zwischen die Genres begit. Es sind Anteile von Thriller, Krimi, Drama und Gerichtsfilm mit drin. Am Ende ist es aber einfach nur eine Geschichte über eine starke Haupfigur die durch eine Hölle geht und wir folgen ihr. Das wird in sehr stimmitger, ruhiger Weise berichtet und von überragenden Dartellern vermittelt. Wenn esih am Ende das Gesamtbild ergibt ist zwar nichts da was man nicht schon irgendwo gesehen hat, aber wie es hier kreativ und mitreißend neu zusammen geschraubt wurde ist am Ende in höchstem Maße zufrieden stellend.

Fazit: Atmosphärisch dichte, langsam erzählte und mitreißende Geschichte!
Breite Masse im Hintergrund
Breite Masse im Hintergrund

12 Follower 88 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 21. Juli 2022
Nach Sichtung des Trailers kam bei mir unweigerlich die Assoziation zu Nicholas Sparks starker Verfilmung von The Notebook auf. Eine Liebesgeschichte, eingebettet in etwas noch größeres. Seit 2004 versuchten nun zahlreiche Filme an dieses hohe Niveau heranzukommen und sind teilweise krachend gescheitert. Es freut mich daher umso mehr sagen zu können, dass der Gesang der Flusskrebse nicht nur locker mit Nicholas Sparks mithalten kann, nein stellenweise übertrifft er ihn sogar.

Ende der 60er Jahre wird in den sumpfigen Marsh-Lands in North Carolina die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Es gibt keine Spuren oder Hinweise auf einen Mord, dennoch wird in der kleinen Gemeinde schnell die junge Kya verdächtigt, die allein und zurückgezogen als ausgestoßene in den Sümpfen lebt. In zahlreichen Rückblenden wird erzählt, wie es zu der besagten Situation gekommen ist und mit welchen Herausforderungen Kya bereits ihr ganzes Leben zurechtkommen musste.

In den gute zwei Stunden Laufzeit nimmt sich der Film Gott sei Dank nur wenig Zeit für romantischen Kitsch oder großartige Liebeserklärungen. Natürlich kommt die Romantik nicht zu kurz, aber sie wirkt nie deplatziert oder überflüssig an den Stellen. Der Cast ist überragend und vor allem unverbraucht und liefert durch die Bank ab. Ganz besonders ist hier Jojo Regina als junge Kya hervorzuheben, die in ihrer knappen halben Stunde Screentime absolut heraussticht. Das hätte selbst Anna Paquin damals nicht besser hinbekommen.

Der heimliche Star des Film sind natürlich aber auch die Marsh-Lands. Leider habe ich das Buch noch nicht gelesen, aber ich kann mir vorstellen, dass sämtliche Leser*innen vollends zufrieden damit sein werden, wie diese hier eingefangen und die in die Geschichte mit eingebaut wurden.

Für alle Freunde von anspruchsvoller Kinounterhaltung ein MUST-SEE!!!
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