Monstrous
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2,8
20 Wertungen

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14 Follower 1.209 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 14. Oktober 2025
Hach, ich liebe diesen 50ies-Look, die Atmosphäre wird von dem Film hervorragend eingefangen, die Setpieces sind liebevoll und überaus stimmig zusammengestellt. Dazu ein toller Soundtrack und das Feeling ist perfekt!

Ansonsten merkt man halt an allen Ecken und Enden, dass der Film ganz offensichtlich um Christina Ricci herumgebaut ist, sie (nicht ihr Sohn, wie man zunächst meinenkönnte) ist das Zentrum, der Dreh- und Angelpunkt. Je weiter der Film voranschreitet und sich die mysteriösen Vorfälle häufen, umso seltsamer werden das Verhalten ihres Sohnes und umso enger zieht sich die sprichwörtliche Schlinge um den Hals von Laura. Ihre Wandlung von der perfekten Hausfrau bis zur verzweifelten Alkoholikerin wird von ihr glaubhaft und nachvollziehbar gespielt. Und so ganz nebenbei werden noch Themen wie die Frauenrolle in den 50ern und feministische Emanzipation verhandelt - stark!

Die Story an sich ist nicht sonderlich originell, aber gut inszeniert. Die wenigen Jumpscares sitzen richtig, die traumartigen Sequenzen wirken teilweise wie im Rausch, sind unheimlich und bedrohlich. Etwas zu früh wird das Monster gezeigt, taucht dann aber wieder unter bis zum unvermeidlichen Schluss. Die CGI ist dabei nicht immer wirklich überzeugend, aber noch okay.

Das Finale wird von vielen Rezipienten als schwach und unoriginell beschrieben, ich hab den Twist aber tatsächlich nicht kommen sehen und hatte einen fette WTF-Moment! Der Twist wird auch gut und stimmig hergeleitet und fügt sich harmonisch ins Gesamtkonzept. Insgesamt mehr ein Psychodrama als ein Horrorfilm.

Letztlich ist es Christina Riccis Schauspiel, das den Film hier aus dem Mittelmaß hinaushievt, nichtsdestotrotz habe ich mich 1 1/2 Stunden gut unterhalten gefühlt und würde durchaus eine Empfehlung aussprechen. Dafür gibt's nochmal Buddy Hollys "True Love Ways" zum Schluss - Herrlich!
AndiundFilm
AndiundFilm

12 Follower 124 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 9. Dezember 2022
Solides kleines Gruselfilmchen. Besonders die Regie und Sets (50er-Stil) waren gut gemacht. Ricci spielt gut. Der Film bietet nichts Neues. Aber generell etwas Spannung und gute Produktion.
Fazit: kann man ruhig mal sehen
FILMGENUSS
FILMGENUSS

998 Follower 942 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 12. Oktober 2022
ZU NAH AM WASSER GEBAUT
von Michael Grünwald / filmgenuss.com

Noch bevor Olivia Wilde mit ihrer zweiten Regiearbeit Don’t Worry, Darling die 50er-Jahre wieder mal als etwas erklärt hat, was nicht der ganzen Wahrheit entsprechen kann, weil die aufgeräumte Glückseligkeit dieser Hausfrauen-Epoche wirklich nicht der Weisheit letzter Schluss vor allem für Frauen sein kann, begab sich bereits Ex-Wednesday Christina Ricci im himmelblauen Cadillac an die Grenzen ihrer Wahrnehmung: Monstrous nennt sich der Psychotrip, und es lässt sich mit diesem Titel bereits erahnen, wohin das führt. Als monströs lässt sich allerdings auch das Sein hinter dem Schein von Florence Pughs Desperate Housewives-Dasein definieren – also führen die Vermutungen auch für diesen Film in verschiedene Richtungen. Das Key Visual zur Bewerbung des Schauerdramas gibt allerdings mehr preis, als uns Zusehern wohl lieb gewesen wäre, doch es gibt dennoch so einiges in der Twilight-Zone dazwischen, dass wir vielleicht nicht ganz so vermutet hätten.

Zumindest erweckt alles mal den Eindruck, als wäre lediglich Christina Ricci als alleinerziehende Mutter, die in einem Haus am Rande einer Kleinstadt in Kalifornien Zuflucht sucht, in dieser pastelligen 50er Jahre-Blase gefangen. Beide – Mutter und Sohn – wollen den Launen des gewalttätigen Ehemannes entgehen und hier, in dieser Einschicht nahe eines Weihers ein neues Leben beginnen. Dummerweise haben Lauras Eltern dem Gatten die neue Anschlussnummer verraten – also meldet sich dieser immer wieder und bittet um Vergebung. Ein Umstand, der Laura aus ihrem Heile Welt-Setting holt. Und da ist dann noch ihr kleiner Junge, der in diesem alten Anwesen immer wieder unter Albträumen leidet und sich so gut wie sicher ist, dass in diesem Gewässer unweit des Hauses ein Monster lebt, dass sich allnächtlich ins Haus schleicht, um Cody zu quälen.

All diese Versatzstücke ergeben das abgerundete Bild einer Schauergeschichte, wie sie M. Night Shyamalan wohl erfinden würde oder vielleicht auch Guillermo del Toro. In Kreaturen aller Art ist letzterer sowieso schwer verliebt, und auch die Brücke vom Monströsen zum Übersinnlichen wurde nicht erst seit Crimson Peak geschlagen. In Monstrous vereinigen sich ebenfalls beide Komponenten, und es wäre aus meiner Sicht tatsächlich nicht ratsam, weitere Vergleiche heranzuziehen, denn auch wenn sich für Chris Siverstons Regiearbeit so manche vergleichbare Beispiele geradezu aufdrängen, würde jede weitere Erwähnung zu viel verraten. Ich kann nur so viel sagen, dass Christina Ricci als einsame, und natürlich auch desperate Hausfrau eine gute Figur macht. Ihr akkurates Erscheinungsbild in Szenen, die an Werbeplaketten damaliger Zeiten erinnern, als so manches hilfreiche Küchengerät neu auf den Markt kam, setzt einen verwirrenden Kontrapunkt zu einer schwer deutbaren Heimsuchung, die sich natürlich nicht auf Conjuring-Niveau begibt, das Herz nicht zum Rasen bringt und auch so gut wie keine Jumpscares auf Lager hat. Monstrous will etwas ganz anders erzählen, als nur verschrecken oder Geister herbeirufen, die es nicht gut meinen würden.

Die Geschichte nimmt trotz all des Phantastischen plausible Wendungen, um dorthin zu gelangen, wo Monstrous hinmöchte: zum etwas umständlich erzählten, aber ganz anderen Mutter-Sohn-Melodram, dass mit Traumata, Verlust und Erkenntnis zu tun hat. Dass sich aber an bereits etablierten und ruhmreichen Genreperlen bedient. Ungeniert zwar, aber auf eine Weise, die bereits Bekanntes geschickt zusammenmontiert. Und zwar so, dass man dem Film kaum vorwerfen kann, nicht genügend eigene Ideen gehabt zu haben.
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Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 25. Januar 2023
Ein zweitklassiges Drama, versteckt hinter einem drittklassiken Horrorfilm. Würde sich der Film mehr auf seine Stärken konzentrieren und die Horroreinschübe zurückgeschrauben wäre sicherlich mehr drin gewesen. Christina Ricci ist toll und trägt den Film weitesgehend alleine. Auch der 50er Jahre Stil wird gut rübergebracht. spoiler:
Nach dem finalen Twist hätte aber Schluss sein müssen, der Film bauscht sich zum Ende viel zu sehr auf und büßt damit viel von seiner Intensität ein. spoiler:
. Alles in allem aber ein sehenswerter Film und aufgrund seiner geringen Laufzeit sehr kurzweilig.
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