Brillant, aber hart!
Der Film geht definitiv an die Nieren, und ich kann die hier wiederholt geäußerte, empörte Kritik an der Szene mit der Katze durchaus verstehen, da ich selber absoluter Katzenfreund bin. Aber schaut man sich den Film komplett an, kommt man nicht umhin, den Kontext zu betrachten. Der Junge, der diese Gräueltat begeht, ist ein ausgegrenztes, unsicheres, vernachlässigtes Kind, das sich nach und nach in die Gewalt hineinsteigert, unfähig, mit seinen Gefühlen auch nur ansatzweise umzugehen.
Der Film nutzt das fantastische Element (die den Kindern plötzlich zur Verfügung stehenden "Superkräfte"), um zu zeigen, was die unschuldigsten, verletzlichsten und beschützenswertesten Mitglieder unserer Gesellschaft zu tun imstande sein KÖNNTEN, wenn man sie eben mit Ihren Gefühlen allein lässt, und ja, das ist ein verdammt heftiger Schlag in die Magengrube. Als jemand, der viele Jahre als Gesundheits- und Krankenpfleger in psychiatrischen Einrichtungen (darunter auch Kinder- und Jugendpsychiatrie) gearbeitet hat, könnte ich hier so einiges erzählen...
Von mir definitiv 4 Sterne, und nein, damit verherrliche ich KEINE Tierquälerei, nichts liegt mir ferner - aber der Film fordert, regt zum Nachdenken an, und ja, er verstört, was wohl auch so gedacht war - wer zu zartbesaitet ist, sollte tatsächlich besser einen Bogen um ihn machen.
Und übrigens, es ist tatsächlich die Szene mit der Katze, weshalb der Film von mir nur 4 statt 5 Sterne bekommt.