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Maria Reiche: Das Geheimnis der Nazca-Linien
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Veröffentlicht am 23. März 2026
DIE DEUTSCHE, DIE DIE WÜSTE FEGT
In den 1930ern flieht die Dresdnerin Maria Reiche nach Lima, um dem Wahnsinn in Europa zu entkommen. Dort arbeitet sie als Mathelehrerin, bis sie auf einen Archäologen trifft, der sich die Nazca-Linien anschauen will. Einmal gesehen und Maria ist verloren. Faszination wird zu Obsession und plötzlich gibt es für sie nur noch Wüste, Linien und die große Frage: Was zur Hölle ist das hier eigentlich?
Maria Reiche: Das Geheimnis der Nazca Linien geht ca. 100 Minuten und ist ab 6 Jahren freigegeben. In der Hauptrolle Devrim Lingnau, die das Ganze wirklich stark trägt. Ihre Entwicklung von „meh, Leben läuft so mittel“ zu „ich verteidige diese Linien notfalls mit meinem Blut“ nimmt man ihr komplett ab. Gerade über die Augen erzählt sie hier mehr als das Drehbuch selbst. Und das ist auch gut so, denn das Drehbuch hat ungefähr so viel Kraft wie ein Wissenschaftler beim Klimmzug. Die Story ist erstaunlich dünn. Maria sieht die Linien und zack, Liebe auf den ersten Blick. Keine große Herleitung, keine wirkliche Motivation, einfach direkt: „Das ist jetzt mein Lebensinhalt.“ Stattdessen schaut man ihr dabei zu, wie sie durch die Wüste läuft und… fegt. Die eigentlich spannenden Aspekte werden komplett ignoriert, Probleme mit Nahrung? Egal. Sprache? Wen juckt’s. Kulturunterschiede? Wird schon. Dafür sehen wir mehrfach, wie sie badet und sich mit ihrer Partnerin streitet. Das Finale dreht sich dann um den Erhalt der Linien und deren Bedeutung, was grundsätzlich interessant ist, aber nach 100 Minuten Wüstenbesen einfach nicht mehr den Impact hat, den es haben könnte. Unterm Strich bleibt ein Werk, das schauspielerisch überzeugt und eine spannende Grundidee hat. Nur wird das Ganze so trocken erzählt, dass selbst die Nazca-Wüste kurz sagt: „Boah, bisschen mehr Leben wäre schon drin gewesen.“ und da Maria selbst nicht unbedingt die sympathischste Figur ist, macht’s das nicht leichter.
5,5/10 Punkten. Jetzt weiß man auch, woher Mel Brooks die Inspiration fürs „Wüste durchkämmen“ in Spaceballs hatte.
Sehr langweiliger Film, der nicht unterhält oder in irgendeiner Form einen abholt. Natürlich stark, was die Fame im echten Leben entdeckt hat. Aber nicht jede Geschichte ist es wert, verfilmt zu werden