1984. Lidia (Tamara Cortés), ein unerschrockenes 12-jähriges Mädchen, lebt in einem abgelegenen Bergbaudorf, das von einer unbekannten Krankheit befallen ist, die bereits mehrere Männer getötet hat. Gerüchten zufolge wird sie übertragen, wenn sich ein Mann durch einen Blick in die Augen verliebt. Als ein Familienmitglied Lidias beschuldigt wird und die Dorfbevölkerung drastische Maßnahmen ergreift, ist das Mädchen gezwungen, sich näher mit dem Mythos auseinanderzusetzen.
„Der geheimnisvolle Blick des Flamingos“ fühlt sich so vertraut wie fremd an. Er dreht sich um die Bildung neuer Familien jenseits der Blutsverwandtschaft, um Transfeindlichkeit und Homophobie und um Bigotterie – Themen also, die im queeren Kino gang und gebe sind. Doch der in tolle Bilder gekleidete Debütfilm von Regisseur Diego Céspedes wirkt aufgrund seiner von magischem Realismus durchsetzten Erzählweise zugleich äußerst ungewöhnlich. Céspedes, der außerdem das Drehbuch schrieb, hebt seine Erzählung allein schon durch den von ihm gewählten Blickwinkel von ähnlichen Geschichten ab: Wir tauchen ein in die Welt der 11-jährigen Lidia (Tamara Cortés), die Anfang der 1980er-Jahre in einer Transgender-Community lebt. Transidentität, erlebt aus den Augen eines Kindes, das sich, wie Kinder eben so sind, null daran stört, sondern die Mitglieder dieser Gemeinschaft schlichtweg als liebende, sor
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