„It can't be bargained with. It can't be reasoned with.“
„Terminator“ ist ohne Zweifel eine der einflussreichsten Filmreihen aller Zeiten, auch wenn die Filme nach dem zweiten Teil allesamt mehr enttäuschend als unterhaltend waren. Doch der erste Teil der Reihe ist nach wie vor ein Klassiker im Sci-Fi-Action-Genre. Mittlerweile sind über 40 Jahre vergangen als „Terminator“ 1984 in die Kinos kam. Damit sind wir mittlerweile (Stand 2025) fast in der filmischen Zukunft des Streifens angelangt…
Alles begann mit einer Idee von James Cameron, der zu der Zeit gerade mal einen Film gedreht hatte („Piranha 2“), der völlig zerrissen wurde von Kritikern. Doch mit „Terminator“ ging Cameron nicht nur in die Filmgeschichte ein, sondern wurde auch zu einem der gefragtesten Regisseure des späten 20. Jahrhunderts, der mit „Aliens“(die Fortsetzung zu Ridley Scotts erstem Film), „Terminator 2“ und natürlich „Titanic“ die Filmlandschaft auf den Kopf stellte. Nebenbei starteten hier auch filmische Größen wie Arnold Schwarzenegger und Linda Hamilton ihre Karrieren. Damals hatten die Oscars nichts übrig für düstere Actionfilme wie diese, aus heutiger Sicht ist Camerons Werk aber einer der einflussreichsten Filme aller Zeiten geworden mit legendären Zitaten wie „I´ll Be Back“ oder ikonischen Actionszenen. Doch es ist nicht nur das, was diesen Film so stark und vor allem so zeitlos macht…
Sarah Connor lebt ein einfaches Leben. Doch aus diesem wird sie eines Tages heraus gerissen, als ein namenloser und großer Mann Jagd auf sie macht. Er will sie töten, doch sie weiß nicht warum. Sie findet unerwartete Hilfe von einem ebenfalls mysteriösen Mann, namens Kyle Reese, der behauptet aus der Zukunft zu sein…
Auch wenn Storys um Zeitreisen oftmals einige Logikschwächen haben und bei genauerer Betrachtung mehr ein Paradoxon darstellen, so wird das Ganze hier wirklich toll rüber gebracht. Die Figuren selbst sind verwirrt von der Wissenschaft dahinter und sagen auch, dass sie es nicht unbedingt verstehen. Auch wir als Zuschauer sollen es nicht ganz verstehen, denn es geht hier um etwas anderes. Die Angst vor einer nuklearen Zukunft, die schneller kommen kann als man denkt. Diese sozialkritischen Elemente sind auch heute noch kraftvoll und aktuell (und werden das vermutlich immer bleiben…). Auf dieser Idee baut Cameron (der neben Gale Anne Hurd übrigens auch das Drehbuch mitschrieb) seine dystopische Geschichte auf mit wirklich sympathischen und gut geschriebenen Figuren.
Tatsächlich liegt ein großer Fokus des Films auf diesen intimen Szenen zwischen Kyle und Sarah. Und auch wenn einige Momente aus heutiger Sicht sehr kitschig sind, so ist es doch in meinen Augen guter Kitsch, der für mich auch gerechtfertigt ist.
Die dreidimensionalen Charaktere werden sehr stark von Linda Hamilton und Michael Biehn verkörpert. Es ist zudem auch toll zu sehen, dass Cameron in seinen Filmen immer mit kraftvollen weiblichen Protagonistinnen arbeitete. Nach Ellen Ripley (Ridley Scotts „Alien“) schuf Cameron nun ebenfalls eine ikonische weibliche Heldin der Filmwelt: Sarah Connor.
Für viele ist jedoch der heimliche Star des Films Arnold Schwarzenegger, der hier noch ganz am Anfang seiner großen Filmkarriere stand. Und seien wir ehrlich: Schwarzenegger war nie ein großer Charakterdarsteller. Aber für diesen Film war er ironischerweise wie geschaffen: Kaum Dialoge, eine mechanische Stimme und 95% der Zeit ist er nur am Kämpfen und Schießen. Und Schwarzenegger ist nicht umsonst in dem Genre so berühmt geworden. Zudem hat er eine wirklich beängstigende Präsenz im Film, denn er ist eben eine fleischgewordene Killermaschine, mit der man nicht reden kann. Sie will dich einfach nur töten und das ist schon irgendwie gruselig!
Kommen wir damit zur Action, immerhin ist „Terminator“ in erster Linie ein packender Action-Thriller. Die Verfolgungsjagden, die Explosionen, die Shoot-Outs, all das sieht auch heute noch toll aus und wurde packend eingefangen (Kamera: Adam Greenberg). Auch die etwas gealterten Special Effects haben ihren Charme und sind aufwendig in Szene gesetzt. Die Stop-Motion-Effekte, die Miniaturen oder die mechanischen Prothesen, all das ist für ein Mini-Budget von 6,4 Millionen Dollar wirklich beachtlich!
Obendrauf kommt ein ikonischer Synthscore von Brad Fiedel, der mit diesem Soundtrack seinen Durchbruch erlangte. Sein Hauptthema ist sicherlich eins der bekanntesten Motive der 80er (und später auch 90er) geworden und der synthetische Klang der Musik passt natürlich sehr gut zur Geschichte.
Fazit: „Terminator“ ist völlig zurecht ein ikonisches Meisterwerk, nicht nur in seinem Genre. Auch wenn der Film hier und da etwas kitschig ist, so funktioniert das Ganze auch heute noch erstaunlich gut. Dabei glänzt der Film in nahezu allen Bereichen und kann obendrein eine zeitlose Geschichte mit ebenso zeitloser Kritik erzählen!