FSK ab 16 freigegeben
Am Tag nach dem 7. Oktober 2023 versuchen der Jazzmusiker Y. (Ariel Bronz) und seine Frau Yasmin (Efrat Dor), eine Tänzerin, in ihrem zerrissenen Heimatland Israel Halt zu finden. Ihre Kunst wird zur Ware, ihr Einsatz zur Geste des Trosts für andere. Sie treten auf, wo man sie lässt, verkaufen, was sie geben können – Klang, Bewegung, Nähe. Schließlich erhält Y. einen außergewöhnlichen Auftrag: Er soll die neue Nationalhymne Israels komponieren. Eine Aufgabe, die mehr verlangt als musikalisches Können – sie fordert Haltung inmitten eines kollektiven Traumas, das auch in ihm seine Spuren hinterlassen hat...
4,0
stark
Yes
Der Lärm der Verzweiflung
Von Patrick Fey
Wann wird Musik zu Lärm? Und kann aus Lärm Musik werden? Es ist nicht überliefert, ob sich der israelische Filmemacher Nadav Lapid diese Fragen gestellt hat, als er seinen mittlerweile fünften Spielfilm „Yes“ entwickelte. Ein Film, dessen Konzept nach dem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 und den darauffolgenden und anhaltenden Angriffen der israelischen Armee auf Gaza noch einmal grundlegend durchgeschüttelt wurde, wie der Regisseur selbst im Rahmen der Weltpremiere beim Filmfestival in Cannes bekanntgab. In Zentrum steht jedenfalls ein junger Musiker (Ariel Bronz), den Lapid – wie den Protagonisten seines Vorgängerfilms „Aheds Knie“ – einfach Y nennt. Im Gegensatz zur rebellischen Hauptfigur aus „Aheds Knie“ befindet sich der neue Y allerdings längst jenseits von Gut und Böse und hat sich vollkommen der Gehorsamkeit und Genusssucht verschrieben. Ganz egal, was auch von ihm geforder
Die ganze Kritik lesen
1:49
1:47
1:51
Produktionsländer
Frankreich,
Deutschland,
Israel,
Zypern
Verleiher
Grandfilm
Produktionsjahr
2025
Filmtyp
Spielfilm
Wissenswertes
-
Budget
-
Sprachen
Hebräisch
Produktions-Format
-
Farb-Format
Farbe
Tonformat
-
Seitenverhältnis
-
Visa-Nummer
-