Das Film-Porträt über Siri Hustvedt, eine herausragende Schriftstellerin, Wissenschaftlerin und Symbol für weibliche Selbstbestimmung, widmet sich ihrem offenen Umgang mit körperlichen "Gebrechen" und ihrer Erforschung der jahrhundertealten Stigmatisierung von weiblichen Krankheitsbildern als "Hysterie". Der Film taucht ein in ein komplexes Labyrinth aus Geschlechterkampf, Krankheit, Sexismus und Verblendung. Siri Hustvedt hat sich einen Namen gemacht, indem sie gesellschaftliche Tabus bricht und unbequeme Fragen stellt. Der Film bietet Einblicke in ihr Leben und Werk, und zeigt ihre inspirierende Auseinandersetzung mit körperlichen und psychischen Herausforderungen. Es beleuchtet auch ihre kritische Betrachtung der Geschlechterdynamik und die weitverbreitete Tendenz, weibliche Krankheitsbilder als Ausdruck von Hysterie abzutun.
Sieben Romane, einen Gedichtband und zahlreiche Essays hat die amerikanische Schriftstellerin Siri Hustvedt seit den 1980er Jahren veröffentlicht. Nichtsdestoweniger wird ihr Name wahrscheinlich noch immer vor allem mit Paul Auster assoziiert, mit dem sie bis zu dessen Tod 2024 ein über New York hinaus weltbekanntes Autoren-Traumpaar gebildet hatte. Sabine Lidl, die sich mit TV-Dokumentationen über Künstlerinnen wie die Fotografin Nan Goldin, die Schauspielerin Hannelore Elsner und die Regisseurin Doris Dörrie einen Namen gemacht hat, porträtierte den Schriftsteller 2019 in ihrem Film „Paul Auster – Was wäre wenn“. Dabei formte sich der Gedanke, auch Hustvedt einen Dokumentarfilm zu widmen, der sich schließlich zu dem reichhaltigen und sorgfältig komponierten „Siri Hustvedt – Dance Around The Self“ formte.Der Film beginnt 1978, als Siri Hustvedt vom heimischen Minnesota im Mittleren West
Die ganze Kritik lesen
Trailer
2:09
Siri Hustvedt - Dance Around The Self Trailer OmdU