Bis heute beschäftigt der Cyberbunker in der rheinland-pfälzischen Kleinstadt Traben-Trarbach an der Mosel die Justiz durch zahlreiche Folgeverfahren: Von 2014 bis 2019 wurden knapp 250.000 Straftaten über die von der Firma Calibour GmbH betriebenen Server in der ehemaligen Bunkeranlage begangen, darunter Drogenhandel und Kinderpornografie.
Der in der True-Crime Doku "Cyberbunker: Darknet in Deutschland" gezeigte Serverstandort in einer Bunkeranlage ist eigentlich sogar der zweite Bunker des Darknet-Kriminellen Herman Johan Xennt. Zuvor betrieb der Niederländer bereits in seinem Heimatland eine Bunkeranlage als Serverzentrum im ehemaligen NATO-Bunker Kloetinge von 2000 bis 2002 - bis die kriminellen Machenschaften in der Frühzeit des Internets der Polizei durch einen Brand in einem Drogenlabor auf dem Gelände bekannt wurden.