Mit einem Budget von gerade einmal 750.000 US-Dollar sollte YouTuber Curry Barker eine der denkwürdigsten Seherfahrungen des Jahres auf die Beine stellen: „Obsession - Du sollst mich lieben“ ist hundsgemein, clever, verdammt doppelbödig, ungemein verstörend, grandios inszeniert und noch besser gespielt. Nicht nur in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik (4,5 von 5 Sternen) wurde der Horrorfilm in den höchsten Tönen gelobt, auch darüber hinaus wird „Obsession“ als eines der großen Highlights des Kinojahres 2026 gefeiert.
Dabei zählt „Obsession“ nicht nur zu den Filmen, die von der Kritik frenetisch bejubelt werden, auch an den Kinokassen konnte der Low-Budget-Schocker aber mal so richtig einschlagen – und nun die Sensation perfekt machen: Am weltweiten Box Office durchbrach der Horrorfilm jetzt die 500-Millionen-US-Dollar-Schallmauer und ist damit der erste Originalfilm der 2020er-Jahre, der diesen Meilenstein erreichen konnte.
"Obsession" übertrumpft Pixar
Gerade in Zeiten, in denen der Filmbranche seit Jahren ein klaffendes Kreativdefizit unterstellt wird, ist es beachtlich, dass ein Film wie „Obsession“ derartig an den Kinokassen abräumt, ohne auf einer Buch- oder Comicvorlage zu basieren, eine Fortsetzung, ein Reboot oder Spin-off zu sein oder auf einer bereits etablierten Figur beziehungsweise Marke aufzubauen. Der bisherige Rekordhalter seit 2020 war die Pixar-Produktion „Elemental“, die weltweit fast 495 Millionen US-Dollar eingespielt hat und bis zum Erfolg von „Obsession“ damit der erfolgreichste Originalfilm seit Beginn der COVID-19-Pandemie war.
Tatsächlich war es anfangs allerdings gar nicht abzusehen, dass „Obsession“ zu einer derartigen Sensation werden würde. In den USA legte der Film mit lediglich 17,1 Millionen US-Dollar einen vergleichsweise unspektakulären Kinostart hin (war angesichts des Budget aber natürlich dennoch sofort ein Megahit). Anschließend nahm der Horrorfilm jedoch immer mehr an Fahrt auf: In den folgenden vier Wochen konnte „Obsession“ sein wöchentliches Einspielergebnis immer wieder übertreffen und fiel erst am sechsten Wochenende erstmals unter die Marke von 17 Millionen US-Dollar. Hinzu kommt, dass der Film in Ländern wie China oder Deutschland erst deutlich nach dem US-Start in die Kinos kam.
Insgesamt steht „Obsession“ aktuell bei 501,5 Millionen US-Dollar weltweit. Und das Ende der Erfolgsgeschichte ist noch nicht erreicht, denn in Südkorea ist der Film bislang noch gar nicht angelaufen.
Ihr fragt euch, worum es in „Obsession“ eigentlich geht? Hier die Antwort: Bear (Michael Johnston) wünscht sich nichts sehnlicher, als mit Nikki (Inde Navarrette) zusammenzukommen. Schon seit langer Zeit ist er in seine Freundin verliebt, hat es aber bislang nicht geschafft, ihr seine Gefühle zu gestehen. In einem Laden findet er schließlich die mysteriöse „One Wish Willow“ – und tatsächlich wird sein Wunsch kurz darauf Realität. Schnell muss Bear jedoch erkennen, dass es nicht immer eine gute Idee ist, wenn sich Träume erfüllen ...
Wird es nach dem riesigen Erfolg von „Obsession“ auch einen zweiten Teil geben? Die Chance besteht durchaus. Regisseur Curry Barker hat eine Fortsetzung jedenfalls bereits angedeutet:
"Ich habe schon eine richtig coole Idee": So stehen die Chancen für "Obsession 2"