Nick Fury ist wie ein Fels in der Brandung und hält die wohl größte Superhelden-Truppe der Welt, die Avengers, zusammen. Für Iron Man, Captain America, Thor & Co. ist der Ex-Anführer der Anti-Terror-Organisation S.H.I.E.L.D. eine Mischung aus Vaterfigur und Mentor.
Seit „Iron Man“ (2008) spielte Hollywood-Star Samuel L. Jackson die ikonische Figur in insgesamt zwölf MCU-Filmen (Post-Credit-Szenen und Cameos mit eingerechnet). Der Darsteller war bei seinem ersten Auftritt als Fury bereits 59 Jahre alt und seit über 30 Jahren im Business. Doch die Rolle katapultierte Jackson in kaum für möglich gehaltene Box-Office-Sphären – und machte ihn zwischenzeitlich zum erfolgreichsten Schauspieler der Welt. Dabei kam der heute 77-Jährige nur zufällig an die Rolle. Einen entscheidenden Anteil daran hatte sein Lieblings-Comicladen.
Kurioser Fund: Samuel L. Jackson sieht sich selbst im Comic
Jackson ist ein großer Superhelden-Fan und liest schon sein ganzes Leben lang Comics, am liebsten die von DC. Im Jahr 2002 besuchte er seinen bevorzugten Comicladen in Los Angeles (Golden Apple Comics). Dort stieß er auf eine Ausgabe der Marvel-Reihe „The Ultimates“ und sah darin eine Figur, die aussah wie er selbst!
Doch wie kann das nur sein? Verantwortlich dafür waren Comic-Autor Mark Millar und Zeichner Bryan Hitch, die an der „Ultimates“-Serie mitarbeiteten. Sie verpassten der Figur des ursprünglich weißen Nick Fury einen völlig neuen Look und verliehen ihm ein afroamerikanisches Aussehen. Und zwar ganz nach dem Vorbild Jacksons mit markanter Glatze, lässigem Blick und einem extrem stylishen Mantel („Shaft“ lässt grüßen).
„Samuel galt bekanntlich als der coolste Typ der Welt. Bryan [Hitch] und ich haben sein Aussehen einfach übernommen, ohne ihn vorher um Erlaubnis zu fragen“, sagte Millar dem Business Insider (via CinemaBlend). Er ergänzte: „Man muss bedenken, dass wir das ganze 2001 entwickelt haben. Es war damals nicht vorstellbar, dass daraus einmal ein Film werden könnte. Zu dieser Zeit erholte sich Marvel gerade erst von der Insolvenz.“
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Nach der „Zufallsentdeckung“ rief Jackson umgehend seine Agenten an, die wiederum Marvel kontaktierten. Anstatt den Verlag wegen der unerlaubten Nutzung von Bildrechten zu verklagen, einigten sich der Schauspieler und Marvel auf einen genialen Deal: Jackson erlaubte dem Unternehmen, sein Gesicht weiterhin für die „Ultimates“-Comics zu nutzen – unter der Bedingung, dass er die Rolle des Nick Fury spielen darf, falls die Figur jemals Teil eines Marvel-Films sein sollte. Und so kam es bekanntlich. Jackson trat sechs Jahre später im ersten MCU-Film „Iron Man“ in der legendären Post-Credit-Szene auf und schuf so eine Filmfigur für die Ewigkeit.
Eine größere Rolle hatte Jackson 1996 in einer der besten John-Grisham-Verfilmungen. Die Bestseller-Adaption ist mit ihrer Rassismus-Thematik (leider) aktueller denn je. Das sehenswerte Gerichts-Drama kehrte – audiovisuell generalüberholt – kürzlich ins Heimkino zurück:
Dieser heftige Thriller ist immer noch brandaktuell – 2026 feiert der stargespickte Hit sein Heimkino-Comeback