Die zwölfjährige Anna (Siena Popović) lebt mit ihrer gehörlosen Mutter Isolde (Maiya Menner) in einem liebevollen, aber doch auch sehr beengten Umfeld. Als sie auf ein neues Gymnasium kommt, wird die enge Lebenssituation zur Quelle sozialer Scham, die Anna zunehmend zu belasten beginnt. Inmitten dieser Herausforderungen kämpft sie mit ihrer Identität und dem Bedürfnis nach Akzeptanz. Dass ihre Mutter nach der Trennung von Maras Vater (Daniel Sea) einen neuen Partner hat, dem sie nicht so richtig trauen zu können scheint, macht ihr bewegtes Leben natürlich auch nicht leichter. Dabei will sie doch einfach nur wissen, wer sie selbst ist...
Wenn du Angst hast, nimmst du dein Herz in den Mund und lächelst
Die noch viel bessere Version eines Oscar-Gewinners!
Von Sidney Schering
Vor elf Jahren erzählte die französische Komödie „Verstehen Sie die Béliers?“ von der hörenden Tochter gehörloser Eltern und ihrem Balanceakt, ihre Familie zu unterstützen und sich im selben Moment von ihr Abzunabeln. 2021 startete mit „CODA“ ein US-Remake dieser Coming-Of-Age-Geschichte, das sogar mit dem Oscar für den Besten Film ausgezeichnet wurde. Jetzt feiert im Rahmen der Berlinale das Langfilmdebüt der österreichischen Filmschaffenden Marie Luise Lehner Premiere – und das lässt sich durchaus als subtileres, nuancierteres Pendant zu den beiden Wohlfühlfilmen beschreiben. Auch „Wenn du Angst hast, nimmst du dein Herz in den Mund und lächelst“ dreht sich um die hörende Tochter einer gehörlosen Mutter, dem Drang nach Eigenständigkeit und der Sehnsucht, weiter zusammenzuhalten.Lehners Originalfilm erzählt seine Geschichte aus einer großen Wiener Wohnanlage heraus und handelt zudem von
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