Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran: Kritiken
Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran
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Veröffentlicht am 28. Mai 2025
Sehr langsam und vorsichtig erzähltes Drama um die Freundschaft zwischen einem jüdischen Jungen und einem türkischen älteren Mann. Leider fehlt es der Inszenierung aber an Pfiff oder zumindest etwas Interessantem, um die Aufmerksamkeit zu behalten. Das Ganze plätschert ziemlichbelanglos daher, gelangweilte Blicke von dem Jungen, pseudo-philosophische Sprüche des Alten, immer wieder mit dem Nachsatz "So steht es in meinem Koran". Die SToryc kommt zu keinem Zeitpunkt irgendwie in Gange, die langweiligen Dialoge erschöpfen sich relativ schnell.
Am Ende belibt dann ein langweiliger, belangloser Film, der uns platte Binsenweisheiten als religiös-philosophische Erkenntnisse verkaufen will. Offenbar hat der Film da durchaus seine Liebhaber gefunden, ich kann mit dem Ganzen nichts anfangen, mich hat der Film in erster Linie nur gelangweilt. Auch die beiden Schauspieler können mich nicht wirklich überzeugen. Der Junge hat eigentlich die ganze Zeit den gleichen, gelangweilt-genervten Blick drauf und Omar Sharif läuft eigentlich auch nur die ganze Zeit grinsend durchs BIld. Viel mehr passiert da nicht.
FAZIT: Langsam und bedächtig erzählte Geschichte, der es an inhaltlicher Tiefe und dynamischer Inszenierung mangelt. Dazu zwei Schauspieler, die ebenfalls nicht wirklich überzeugen können. Eine Enttäuschung, sebst für Arthaus-Fans.
Ja gut, da bin ich wie so oft nicht literarisch vorbereitet gewesen – dies ist eine Buchverfilmung deren Vorlage ich nicht kannte. Daher entfallen wie üblich die Kommentare und Ansichten über die Werkgenauigkeit. Außerdem weiß ich nicht so ganz worin der Sinn der ganzen Nummer liegt – zumindest wird hier keine allzu große Story erzählt. Eher eine kleine, intime Geschichte voller Gefühl in der es um einen armen Jungen geht der (ohne eigene Schuld) irgendwie partout Pech hat und erst in der Freundschaft zu Dr. Schiwago etwas Ordnung in sein Leben bekommt. Dabei folgt dann eine obligatorische Geschichte in der es mehr ums Gefühl, weniger um ausschweifende Entwicklungen geht. Etwas eigenartig zur eher trüben Story ist der permanente Einsatz von recht flotter Musik, aber es ergibt dann ein stimmiges ganzes. Zumindest für Freunde von ruhigem, sanften Dramakino.
Fazit: Zarte Bindung eines alten und jungen einsamen Menschen – nicht neu, aber empfindungsreich gespielt!
Könnte auch daran liegen, dass wir den auf Französisch mit Untertiteln (die mir ein "Klassenkamerad" schön mit seinem Kopf verdeckt hat -.-) geguckt haben, aber ich fand ihn -verglichen mit dem Buch- nicht besonders gut. Mit dem Buch habe ich mich mittlerweile gut angefreundet, der ganze Wortwitz und die Kommentare des Jungen gehen im Film aber meistens verloren, da es kaum Hintergrundmonologe oder ähnilches gibt. Zudem werden weniger wichtige Sequenzen, die im Buch mit zwei-drei Worten erwähnt werden, viel zu sehr ausgespielt, während andere wichtige Sachen viel zu schnell oder auch gar nicht abgehandelt werden, auch der Dialogwitz leidet teilweise an der Umsetzung, wie ich finde. Zudem sieht Briggite Bardot um Film nicht wie Briggite Bardot aus und der Protagonist ist auch deutlich älter als 11. Dafür wird Monsieur Ibrahim gut gespielt und der Soundtrack ist meistens recht gut und stimmungsvoll und sorgt unter anderem für eine schöne Atmosphäre. Dennoch, aus der Vorlage hätte man da mehr machen können.