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Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 1. März 2015
Der Film zeigt die sexuelle Frustration und die damit verbundene Angst vor dem Altwerden, die beide der Hauptfigur innewohnen und die mit den sie umgebenden Ereignissen langsam ans Tageslicht dringen. Ozons Inszenierung ist dabei leider leicht zu entwirren, da sie zumeist den Gemütszustand der Hauptfigur illustriert, sie ist aber dennoch markant, spannend und unvorhersehbar.
Gestern war es wieder sehr heiß und ich entsprechend müde. Zur Prime-Time durch Zufall auf Arte gezappt und hängengeblieben: "Swimming Pool" von François Ozon aus dem Jahr 2003. Ohne jegliche Vorkenntnisse, tendierte meine Erwartungshaltung gen Null. Das überzeugende Acting von Charlotte Rampling als Schriftstellerin Sarah mit Kreativitätskrise zwischen Klimax und Selbstgeißelung, fesselt indes von Anbeginn, als sie im französischen Feriendomizil ihres Verlegers (Charles Dance) der Schreibblockade den Kampf ansagt. Unerwartet bricht die vermeintliche Tochter des Verlegers, Julie (Ludivie Sagnier), in diesen Schaffensprozeß und sorgt mit ihrem zwanglos freizügigen Lebensstil und viel (manchmal zu viel) nackter Haut für allerlei Unmut. Inhaltlich sei an dieser Stelle nicht mehr verraten, nur soviel, daß zumindest ein Tötungsdelikt dem Streifen die Genrezuordnung "Thriller" anpint. Wer jetzt allerdings einen klassischen Thriller erwartet, wird bitter enttäuscht werden. Ozon spielt ein verwirrendes Spiel mit Erwartungen und Sehgewohnheiten, spart nicht mit symbolträchtigen Hinweisen (Marquis de Sade, Kruzifix, rote Luftmatratze etc.) und spannt einen übergroßen Interpretationsspielraum ohne klare Lösungen auf. Nach gut 140 Minuten war ich jedenfalls hellwach und ähnlich positiv geflasht, wie bei "Mulholland Drive". "Swimming Pool" ist eine echte Mindfuck-Perle, setzt aber eine gewisse Breitschaft voraus, sich die Komplexität selbst zu erarbeiten, sofern der eigene Intellekt nicht ausreichen sollte. Das ist viel verlangt, möglicherweise zuviel, weshalb der Film häufig als Softcore-Fleischbeschau abgetan wird, was ihm natürlich in keiner Weise auch nur ansatzweise gerecht wird. Um tiefer in die Materie einzutauchen, empfehle ich die Beschäftigung mit "Justine und Juliette (=Julie ?)" vom "Marquis de Sade". Zur Symbolik von Wasser und der Farbe ROT, verweise ich auf meine Rezension zu "Wenn die Gondeln Trauer tragen" von Nikolas Røeg.
Das elegant inszenierte Vexierspiel von Regisseur François Ozon (*8 Frauen*) sprüht vor erotischer Spannung und lässt häufig die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen.
"Swimming Pool" ist ein film,der mich sehr enttäuscht hat und das fast in jeder hinsicht! die handlung ist meiner meinung nach sehr schlecht und das ist der grund, dass überhaupt null spannung in diesem film einfliesst! action ist nicht vorhanden...einzig postiv zu erwähnen ist Julie!
Den Film hab ich leider nur halbherzig verfolgt: im Kern hat man es hier mit einem schwülen Erotikthriller zu tun und dem ein wenig viel gepoppt wird. Ludivine Sagnier ist eigentlich mehr nackt als angezogen im gesamten Film während sie von der großartigen Charlotte Rampling genau unter die Lupe genommen wird. Der Zwist der zwei Frauen aus dem eine Zweckgemeinschaft wird als die erste Leiche auftaucht bildet eine gute Grundlage für einen cleveren Psycho-Thriller dem durchgehend eine unterschwellige Bedrohung anhaftet. Dumm nur dass sich der Film zum Schluß ganz unbescheiden eine gigantische Schlusspointe andichtet. Sagen wirs so: man kann auf diese finale Wendung in keinster Weise kommen weil sie so abwegig und unklar ist dass man einfach nicht dahindenkt.Fazit: Sexy Thriller der langsam beginnt und bei dem die Spannung stetig steigt – die Schlusspointe gerät jedoch zum Rohrkrepierer!
Aufregender, spannender Thriller, stark besetzt mit der fantastischen Charlotte Rampling und der ebenfalls toll spielenden Ludivine Sagnier. Die Spannung zwischen den beiden sorgt für einige sehr intensive Momente, während die Handlung einige Haken schlägt und sich das große Ganze tatsächlich erst in der sprichwörtlich letzten Szene offenbart. Ich musste da auch erstmal kurz nachdenken und die letzte halbe Stunde nochmal rekapitulieren, um das Alles richtig zu kapieren. Der Twist funktioniert dann natürlich nur beim ersten Mal anschauen, wenn man es erst einmal weiß, kann man es nie wieder nicht wissen. Dennoch ein durchaus unterhaltsamer Thriller mit zwei tollen Schauspielerinnen!