Die hilfreichsten KritikenNeueste KritikenUser mit den meisten KritikenUser mit den meisten Followern
Filtern nach:
Alle
IamBangsy
29 Follower
130 Kritiken
User folgen
4,0
Veröffentlicht am 12. September 2014
Also mich hat der Film gleich gepackt. Das lag zum großen Teil an der wundervollen Musik aber auch an der geheimnisvollen Spiritualität, die diesen Film ausmacht. Wenn man sich auf sie einlässt und die teils verwirrenden Stränge des Films aufmerksam verfolgt kann man fast nicht anders als diesen Film zu mögen. Ganz klar, "The Fountain" wird nicht jedem gefallen, gerade weil er so anstrengend und verwirrend ist aber mir gefiel er sehr gut!
Zu Anfang möchte ich betonen, dass meine Bewertung für diesen Film nicht gilt. Nun ja, für mich selbst gilt sie selbstverständlich, aber wer immer das liest, sollte sich meine Bewertung in Punkten wegdenken._______________The Fountain hat mich stark an The Fall erinnert. Wem The Fall etwas sagt: streicht in Gedanken den Rest der kohärenten Story raus, ersetzt sie durch eine spirituelle Ebene und ihr habt The Fountain. Man kann The Fountain eigentlich keinen guten Film nennen. Aber wenn man willens ist, wird der Film einen hypnotisieren. Die Bilder sind beeindruckend, aber das braucht man wohl nicht mehr extra zu sagen. Einen Großteil der Atmosphäre macht der hervorragende Soundtrack von Clint Mansell aus. Die philosophischen bzw. religiösen Ansätze des Films sind angenehm unaufdringlich. Damit meine ich, dass der Film nicht versucht, seinem Zuschauer diese Ansätze als Wahrheiten zu verkaufen. Es gibt viel Interpretationsspielraum, den man aber absolut nicht nutzen muss, um den Film zu geniessen._______________Man kann mit den Kritiken, egal ob gut oder schlecht, nichts anfangen, wenn man The Fountain nicht gesehen hat. Er ist ein wenig wie das Buch, das eine so wichtige Rolle im Film spielt. Man muss ein eigenes Kapitel dazu verfassen. Mir wurde der Film als prätentios und unfreiwillig komisch beschrieben, trotzdem hat er mich letztendlich berührt. The Fountain ist nicht objektiv zu bewerten, also gibt es auch nichts, das dagegen spricht, ihm eine Chance zu geben.
Irgendwie war "The Fountain" ein ziemlich Reinfall. Ich bin großer Fan von Darren Aronofskys Filmen, aber der hier war so gar nicht mein Fall. Einfach nur langweilig und teilweise etwas lächerlich. Zu keiner Sekunde des Films, hab ich mich in die Story hineinversetzen können und mit den Charakteren mitfühlen können. Hugh Jackman passt da auch irgendwie gar nicht rein, wie ich finde. Insgesamt, von der Handlung her, echt viel potential... Aber das Endprodukt dann doch enttäuschend.
Die Kritiken sind ja eher verhalten, und wohl auch deswegen habe ich mich gegen Aronofskys Drama-Sci-Fi-Mix lange gewehrt. Ich tat das zu unrecht, wie mir jetzt, wo gerade die letzten Noten der Abspann-Musik verklingen, bewusst wird. "The Fountain" ist schwer zugänglich, weil er mehrere Erzählebenen durcheinander wirft - ein Umstand, der ab und zu ein wenig die emotionale Bindung an den Film behindert. Letztendlich greifen aber zumindest die Handlungsstränge aus Vergangenheit und Gegenwart gut ineinander und entwerfen eine nachdenklich stimmende Geschichte um den verzweifelten Kampf gegen das Ende des Lebens. Den in der Zukunft spielenden Plot hätte es dabei meiner Meinung nach gar nicht gebraucht.
Ich habe mich eine Weile vor dem Film gesträubt, weil es zunächst so schien, als wäre er schwere Kost - hatte diverse Trailer gesehen und ich finde, dass man auch ein bißchen in der Stimmung sein muss, für solche Art von Filmen.
Nun, es war dann irgendwann soweit:
Die Thematik an sich wird nicht zum ersten Mal besprochen, aber die Art und Weise wie es geschieht, hat mich durchaus in ihren Bann gezogen. Der Film lebt stark von seinen Bildern - der Zuschauer wird aber, trotz der stark künstlerischen Inszenierung, nicht allein gelassen. Es gibt eine konsequente Story und das weiß mir durchaus zu gefallen, da zwar Raum für Interpretationen vorhanden, aber eben doch eine klare Linie vorhanden ist.
Final kann ich sagen: Ein Film der mir zu gefallen weiß und den ich sicher noch des Öfteren schauen werde. Klare Empfehlung von mir, für Leute die auf diese Art von Filmen stehen.
Irgendwie konnte ich mich mit dem Film leider nicht anfreunden. Zum einen hat mir irgendwie der rote Faden gefehlt und zum anderen fand ich die Story relativ uninteressant. Schauspielerisch gibt’s nichts einzuwenden, aber trotzdem hat mich der Film gelangweilt. Scheint aber Geschmackssache zu sein, wenn ich die anderen Kritiken so sehe. Naja seht und urteilt selbst. Mein Ding wars nicht…
Erstaunlich, dass der Film hier so schlecht bewertet wurde. Darren Aronofsky hat hier ein Werk von komplexer visueller Schönheit geschaffen, dass in seinen Bildern eine Philosophie nicht nur untermalt sondern auch ausdrückt. Der Tod ist das Leben. Nur im Angesicht des Todes oder im Bewusstsein der Sterblichkeit weiß man das Leben zu nützen. Der Tod ist keine Krankheit, sondern ein Geschenk im Kreislauf des ewigen Lebens, das den Moment kostbar macht.
Meiner Ansicht nach alles Andere als "ungreifbarer" esoterischer "New-Age-Schnickschnack". Im Gegenteil. Hier geht es weniger um Religion oder deren Surrogate. Als mehr um eine visuell kraftvoll vermittelte Philosophie des Lebens.
Ein nahezu perfektes Fest für´s Auge mit Bildern von epischer Schönheit und einer genialen Musikuntermalung. Der audiovisuelle Rausch verdeckt die verwirrte und mehr pseudophilosophische als wirklich tiefgründige Geschichte und lässt sie somit auf einer emotionalen Ebene stark wirken, während eine Aussage nicht wirklich zu erfassen ist. Kein Statement, keine Überlegung, aber ein Bild und ein Gefühl - selten war verschenktes Potenzial schöner verpackt.
Wie schon in vielen (Gast-)Kritiken erwähnt, ist "The Fountain" zweifelsohne ein Film, der polarisiert und selbst die Fans der vorherigen Aronofsky-Filme in zwei Lager spaltet. Verständlich, schließlich ist dieser Film keine geradlinig erzählte Romanze, obwohl er in der Presse oft als Liebesfilm beworben wurde, sondern vielmehr ein schwelgerisches Epos über die Zeit, Leben und Tod, und Religion. Ein Film also, der tiefgehende Fragen tangiert, die uns alle etwas angehen und schon einmal beschäftigt haben.
Allerdings, und das stört wahrscheinlich viele an "The Fountain", ergeben sich diese Fragen meist nur im Subtext des Films. Die drei verschiedenen Zeitebenen sind teilweise recht verwirrend und mit (etwas zu) starkem Fokus auf die Gegenwart miteinander verwoben und nicht selten ist einem der Sinn des gerade Gesehenen nicht ganz klar. Man muss sich auf die Bilderwelt dieses Werks einlassen, um es (zumindest ansatzweise) zu verstehen. Die Hell-Dunkel-Metaphorik zum Beispiel, dass sich alles in dem Film durch einen Gang aus der Dunkelheit (zu Anfang) zum Licht (am Ende) zu bewegen scheint. Eine metaphorische Szenerie, die wohl nicht allzu schwer zu verstehen sein dürfte und durchaus als Grundthema des Films verstanden werden kann. Am Ende findet sich auch Hugh Jackman mit dem Tod der von Rachel Weisz formidabel dargestellten Izzy ab, auf diese Art gelangen beide zum ewigen Leben und befinden sich beide im totalen Licht, ohne Schatten.
Die Metaphorik des ewigen Lebens, bzw. des Baum des Lebens, erstreckt sich ebenfalls über alle drei Zeitebenen: In allen drei Zeitebenen finden die Protagonisten auf verschiedene und doch sehr ähnliche Art zum ewigen Leben. Eine Tatsache, die zu tiefschürfenden religiösen Diskussionen einlädt; Und damit ist nur ein Teil des vielschichtigen Themenkomplexes des Films angesprochen.
Alles in allem ist "The Founatin" ein mit religiösen Themen übersprudelnder Film, dessen Themenvielfalt den Zuschauer durch seine unkonventionelle Inszenierung aber nicht erschlägt oder zum Nachdenken nötigt. Zwar wirkt Aronofskys Drama gerade gegen Ende in der Zukunftssequenz etwas überkanditelt und kitschig, trotzdem muss man Aronofsky zugestehen, einen wertvollen Film erschaffen zu haben, dessen wunderbar fantasievolle Bilderwelten sich zumeist perfekt mit dem Inhalt ergänzen.
Eine wunderbare Idee steckt hinter dem detailversessen umgesetzten Film, eine Themenvielfalt, die es sich seit langem kein Regisseur mehr getraut hat, auf eine solch unkonventionelle Art umzusetzen oder überhaupt als Grundgerüst für einen Film zu verwenden. "The Fountain" entwickelt eine Magie, welche die Macken des Films vergessen lässt und Errinerungen an das philosophische Meisterwerk "2001" oder auch an den völlig anders gearteten, aber ähnlich magisch-fantasievollen "Big Fish" wachruft.
Eine krude Mischung aus Sience Fiction und Esoterik streift das leidige Thema des Menschen: die Suche nach dem ewigen Leben. Wenn man sich interessante Bilder anschauen will, geht man eigentlich ins Museum. Das wäre der einzige Grund, sich den Film reinzuziehen. Die drei renommierten Hauptdarsteller bemühen sich, aber mehr ist halt nicht drin. Die süße Rachel Weisz kommt mit einem Gesichtsausdruck aus, dagegen braucht der ansonsten nette Hugh Jackman schon zwei: kämpferisch herrisch und mit offenen Augen staunen, und Ellen Burstyn irrlichtert etwas planlos umher. Wenn man den Fernseher noch zu so später Stunde laufen lässt, kann der Film das Kaminfeuer als Endlosschleife schön ersetzen.