Viel Musik und tolle Schauspieler, das ist eigentlich alles, womit dieser Film wirklich punkten kann. Okay, das ist schon ziemlich viel, vor allem Joaquin Phoenix und Reese Witherspoon sind so toll aufgelegt, dass allein das den beiden beim Singen zuzuschauen schon unheimlich viel Spaß macht!
Wo der Film jedoch gnadenlos versagt, ist.. naja, eben als Film. Eigentlich ist es eine mehr oider weniger willkürliche Aneinanderreihung von Live-Auftritten und Studio-Sessions, immer mal wieder unterbrochen, von komplett random eingestreuten Episoden aus Johnny Cashs Leben, mal mehr, mal weniger siinvoll miteinander verwoben. Ein einheitliches Bild, ja gar eine Biografie ergibt sich dadurch nie, diafür sind die Episoden zu willkürlich und auch schlichtweg zu einfach und zu kurz. Gerade immer dann, wenn ein Thema etabliert werden soll, kommt das nächste Musikstück und danach wieder eine irgendwie zufällige Anekdote.
Das ganze wird lose zusammengehalten vom Thema Liebe und Drogen, aber auch ohne wirklich echte Akzente zu setzen.
Was dabei komplett fehlt, ist einfach das Besondere an Johnny Cash: Was hat ihn so besonders gemacht? Warum war er so erfolgreich und tausend andere seiner Zeitgenossen nicht? Was hat seine Musik ausgemacht? Was ist seine Verbidnung zur Musik? Wie kam sein Erfolg zustande? All diese Fragen bleiben unbeantwortet.
Und das ist nunmal leider der Grund, warum das hier kein richtig guter Biopic ist, sondern eben nur ein mittelmäßiger Musikfilm. Ich mag Johnny Cash und ich mag seine Musik, dieser Film wird ihm jedoch in keinster Weise gerecht. Schade.