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BrodiesFilmkritiken
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5.069 Kritiken
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2,0
Veröffentlicht am 7. September 2017
Ähm … ok. Steve Carrell hat sich mittlerweile ne sehr zufrieden stellende Reputation erarbeitet – von Komödien mit geradezu hysterischer Blödheit (wie etwa „Get Smart“) bis hin zu anspruchsvollen Filmen wie „Little Miss Sunshine“ oder „Dan – Mitten im Leben“. Daher sei es ihm auch mal verziehen wenn er sich restlos im Drehbuch vergreift – wie er es hier hat, meiner Meinung nach zumindest. Einen solchen schrägen Spinner in einem derartig verkorksten Film hat er gar nicht nötig – denn seine Figur ist so derartig überzeichnet das man sich nicht wirklich für ihn erwärmen kann, zumindest über eine echt lange Passage nicht. Erst am Ende des Films erweist sich der naive Trottel als absoluter Gutmensch – vorher nur als nervige Karrikatur. Aber es ist nicht alleine Carrells Schuld. Der Film selber handelt im Grunde von einem arroganten Karriere-Heini der irgendwie beruflich aufsteigen will und dafür anfängt unrechte Dinge zu tun, dabei noch beinahe seine Beziehung torpediert … all das lädt doch schon mal zum herzlichen Gähnen ein. Das einzige was mich dann doch noch minimal versöhnt hat ist der krasse Finger-Gag am Ende (wenngleich es genau den gleichen Gag bereits bei „Ein Mann für alle Unfälle“ gab). Leider ist der Film aber mit einer Lauflänge von fast exakt 2 Stunden viel zu lang. Hier passt gar nichts: Sympathie für die Figuren, Inhalt, Timing der Gags – alles für die Tonne.
Fazit: Überdrehter Spaß, hysterisch und vergeigt – langweilige 2 Stunden!
Manchmal glaubt man wirklich an die Existenz von Paralelluniversen wenn man eine Filmstarts Kritik liesst und danach den Film schaut. Liebe Leute dann doch lieber die hundertste Wiederholung von louis de funes oder selbst schlechte Spencer/Hill Filme als solch einen Murks.
Was für eine Enttäuschung! Das kann Steve Carell viel besser! Bspw. in Jungfrau (40)... ist er sehr gut. Doch in diesem Film ist es einfach zu viel. Die Mimik und das Spiel nerven mehr als sie amüsieren. Am besten sind noch die Mäuse-Präparate. Der Rest vom Film ist zu überzogen, zu nervig und überdreht. Neben dem "Spinner" nerven auch der Künstler, die Stalkerin und der grottenschlechte Schweizer. Das Happy-End ist dermaßen krampfhaft konstruiert, dass man es als Zuschauer den Mimen schon nicht mehr gönnt.
Dieses französische Remake hat mich in zweifacher Hinsicht überrascht: Erstens, dass der Film durchaus sehenswert ist und nicht, wie Inhaltsangabe und Poster suggerieren, durchaus übertrieben-dämlich ist. Zweitens aber, dass Paul Rudd irgendwie viel besser spielt als Steve Carell. Für mich liegt's schlichtweg daran, dass Steve Carell, den ich sonst eigentlich sehr mag, hier einfach einen Charakter spielt, der zwar durchaus überzeichnet sein soll, aber dabei einfach in so eine Nervtötigkeit gerät, dass man ihn am liebsten prügeln würde - keine gute Voraussetzung eine Sympathiefigur zu sein. Paul Rudds Charakter hingegen wirkt zerrissen, charmant und trotzdem mit dieser Spur von Ekel eines Aufsteigers, der hier eine gute Lektion geboten bekommt und sich dann doch richtig entscheidet. Ich kenne das Original nicht, aber prinzipiell ist auch gegen das somit ablesbare Happy End auch kaum etwas einzuwenden, weil es eine nette Moral besitzt, egal wie naiv sie nun sein mag. Rudd spielt das auch gut, besser, ist irgendwie interessanter - während Carell eben nur den Holzhammer schwingt. - Ein wenig schade fand ich, dass man nicht so recht versucht hat das aus dem Titel sich möglicherweise ableitende Konzept umzusetzen: Eine Art "Comedy-Kammerspiel". Statt aber den Film hauptsächlich auf dem Dinner ablaufen zu lassen, geht's da erst im 2/3 hin. Das fand ich da durchaus komisch und anklagend zu gleich. Leider ist das Ganze zu schnell wieder vorbei. So habe ich immer gewartet, dass das Vorgeplänkel - so fühlte es sich nämlich auch an - vorbeigeht. Schade, da wurde etwas vergeudet. - Ansonsten sind die Nebenfiguren ganz nett, die Bosse aber farblos oder, wie Künstler und Stalkerin, zu übertrieben. Zach Galfinakis hingegen ist wirklich genial und auch wesentlich witziger als Carells Figur Barry. Und auch sonst zünden viele der Gags. - Fazit: Eine nette Komödie mit nervigem "Spinner", dafür einem sehr guten Paul Rudd. Handlungstechnisch setzt der Film jedoch leider die falschen Prioritäten.
Nachdem ich einige Userkritiken zu diesem Film gelesen hatte und auch die Filmstartskritik überzeugend klang, habe ich mir kurzum diesen Film ausgeliehen und in freudiger Erwartung den DvD Spieler angeschmissen. Was dann kam möchte ich so beschreiben. Das war so ziemlich die unlustigste Komödie, die ich je gesehen habe. Ständig wartet man, wann mal was lustiges passiert. Doch nicht mal ein Schmunzeln war drin. Kann sein, das manche Leute auf diese Art des Humors stehen. Ich definitiv nicht und ich möchte meinen Humor mal als Otto-Normal bezeichnen. Jedenfalls Zeitverschwendung und einer meiner größeren Fehlgriffe für einen entspannten Filmeabend.
Der Film ist zum Teil lustig, aber zum anderen Teil Mega-Nervend, weil der "Spinner" uns selber so auf die Nerven ging, dass wir im Film eine Pause gemacht haben da dies MEGA-Nervend war, aber zum Teil auch lustig. Man empfindet eben mit. Klasse schauspielerische Leistung.