Harry Potter und der Feuerkelch
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Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

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2,5
Veröffentlicht am 9. September 2025
Harry Potter und die missglückte Verfilmung!

Die „Harry Potter“-Verfilmungen hatten seit 2001 die Welt im Sturm erobert. J. K. Rowling hatte mit ihren Büchern einen unvorstellbaren Hit abgeliefert und die Filme brachten den Potter-Hype auf ein ganz neues Level. Nachdem Chris Columbus die ersten beiden Bücher solide verfilmt hatte, nahm sich Alfonso Cuarón dem dritten Teil an, der in meinen Augen die beste filmische Adaption des Stoffes ist. Leider konnte CuarÓn nicht für den vierten Teil gewonnen werden. Stattdessen entschied man sich für Mike Newell, der vor allem durch Dramen und romantische Komödien bekannt geworden war (wie etwa „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“). 2005 erschien dann seine Interpretation des vierten Buches: „Harry Potter und der Feuerkelch“.
Ich weiß noch sehr gut, wie ich damals das Buch las und stellenweise geschockt war, da der vierte Teil deutlich ernster und düsterer wurde. Und gerade deswegen ist er unter Fans auch so beliebt. Wie das alles filmisch umgesetzt werden würde, konnte ich mir nicht vorstellen, weswegen meine Erwartungen an den Film immens waren. Nun ist die Verfilmung 20 (!) Jahre alt und endlich habe ich das Buch wieder gelesen. Und oh je… das war keine gute Idee. Nicht weil das Buch schlecht ist, ganz im Gegenteil, aber nun merke ich doch umso deutlicher, warum dieser Film der schwächste der ganzen Reihe ist!

Harrys viertes Jahr in Hogwarts ist ein ganz spezielles Schuljahr, denn in der Schule für Hexerei und Zauberei findet das trimagische Turnier statt, ein brutaler Zauberwettstreit zwischen drei der besten Schüler, aus jeweils einer Schule. Zu diesem Ereignis sind noch zwei weitere Schulen angereist. Doch bei der Auswahl durch den magischen Feuerkelch passiert etwas, womit keiner gerechnet hat: Harry, der noch viel zu jung für das Turnier ist, wird ausgewählt und weder er, noch die Lehrer, geschweige denn seine Freunde wissen, was dies zu bedeuten hat. Doch eins ist sicher: Lord Voldemort hat etwas damit zu tun…

Um ganz ehrlich zu sein: Newell ist dem Stoff einfach nicht gewachsen. Auch Drehbuchautor Steve Kloves, der die Skripte für die vorherigen Potter-Filme geschrieben hat, liefert hier seine schwächste Leistung ab. Nun muss man natürlich sagen, dass ein über 700 Seiten langes Buch natürlich stark eingekürzt werden muss, wenn es verfilmt werden soll. Der Film selbst ist bereits zweieinhalb Stunden lang, doch es fehlen wirklich viele Sachen aus dem Buch. Sehr viele! Bisher war das bei den Filmen nie so stark ins Gewicht gefallen, doch nun merkt man es deutlich. Selbst ohne das Buch im Kopf, wirkt der Film unfassbar gehetzt und steif. Ich selbst hatte die Ereignisse vom Buch nach einiger Zeit vergessen. Nun, nach dem erneuten Lesen, bin ich wirklich schockiert, wie viel wichtige Dinge weggelassen wurden. Szenen zwischen Snape und Harry, die BELFER-Storyline, Ludo Bagman und Winky als Figuren, auch Dobby ist nicht zu sehen, die letzte Aufgabe generell wurde ziemlich verändert (zum Schlechten) und das Schlimmste: Es fehlt die Atmosphäre! Das Buch nimmt sich Zeit für den Aufbau des Turniers. Die Angst und der Respekt von Harry gegenüber dem Turnier, aber auch die bevorstehende Bedrohung durch Voldemort, all das ist hier nicht zu spüren. Newell missachtet immer wieder das abgedroschene Klischee „Show don´t tell!“ (zu deutsch: Zeig und erzähl es nicht!). Die ganzen Gefühle und Emotionen werden oftmals nur behauptet, haben aber keine Substanz. Vielleicht auch weil der Film eben von Szene zu Szene rast und nie Luft zum Atmen lässt. Wichtige Handlungsstränge werden angeschnitten und mit ein oder zwei Dialogen abgehandelt. Selbst unter dem Zeitdruck eines Films, hätte man das Ganze deutlich besser handhaben können, ber Newell ist in meinen Augen einfach handwerklich unbegabt für diese Art von Film. „Der Feuerkelch“ ist teilweise etwas albern und wirkt sogar auch an manchen Stellen wie eine TV-Produktion, was nicht zuletzt an der Optik liegt, die für meinen Geschmack zu lasch ist. Hogwarts wirkt hier auch mehr wie ein Filmset als ein realer Ort.

Doch schauen wir uns die guten Momente an, denn die gibt es trotzdem! Moody als neue Figur ist klasse und toll umgesetzt durch Brendan Gleeson. Seine Szenen sind oftmals am besten gelungen und auch heute noch sehr unterhaltsam. Ralph Fiennes hat zudem seinen ersten Auftritt als dunkler Lord und auch er ist wie geschaffen für die Rolle. Seine Szene ist in meinen Augen auch wirklich gut gelungen und bringt die nötige Dunkelheit in die Story. Für jüngere Zuschauer ist „Der Feuekelch“ definitiv kein Kinderfilm mehr, hier gibt es doch sehr viel Blut zu sehen!

Auch der Humor ist wirklich schön und charmant, da hat Newell seine Qualitäten ausgepackt. Am witzigsten ist der Film sowieso, wenn er sich vom Buch entfernt und sein eigenes Ding macht, was ich vollkommen in Ordnung finde. Einige der witzigsten Momente der Filmreihe sind sogar hier zu finden, ich sage nur Harrys putziges Lächeln beim Trinken.

Schauspielerisch ist das alles etwas durchwachsen. Daniel Radcliffe macht seine Sache gut, wie auch Rupert Grint als Ron. Doch ihr extrem forcierter und peinlicher Streit hat mich nie überzeugt, was aber auch an der filmischen Inszenierung liegt… Emma Watson spielt hier etwas zu sehr mit ihren Augenbrauen, aber sie ist trotzdem toll! Auch Robert Pattinson ist gut, er hatte hier seine erste große Rolle vor seinem Durchbruch. Leider haben Maggie Smith und Alan Rickman kaum Screentime im Film, doch sie machen jede Szene sehenswert. Ansonsten finde ich, dass der Film etwas zu sehr overacted ist, also viele übertriebene Gesten und Mimiken. In den anderen Filmen ist das komischerweise nicht so…

Optisch ist der Film in Ordnung, auch wenn es dem Teil an visuellem Charakter fehlt. Da war Teil 3 einfach so viel besser gemacht, wenn es ums visuelle Storytelling ging. Dennoch sind einige der Sets schick anzusehen und Design einiger Kreaturen und Zaubertricks ist wieder mal sehr kreativ umgesetzt.

Die Musik wurde dieses Mal von Patrick Doyle komponiert, der Williams ablöste, weil der sich dem Film "Die Geisha" widmete. Und Überraschung: Doyle schafft es einen tollen, dynamischen und besonders klassischen Score abzuliefern, der zwar ein paar Mal zu aufgesetzt wirkt, aber auch wirklich tolle und frische Momente bietet, wie etwa den Walzer beim Ball oder das neue Thema für Voldemort.

Fazit: „Der Feuerkelch“ ist ohne Zweifel eins der besten Bücher der Potter-Reihe, doch die Verfilmung wurde dem Stoff kaum gerecht. Einige Momente und Ideen sind super, während dem Film Struktur und Seele fehlen. Für mich sind alle „Harry Potter“-Filme etwas Besonderes, da sie mir durch meine Jugend geholfen haben. Doch von einer Objektiven Perspektive muss ich sagen, dass dieser Teil wirklich nicht gut gelungen ist, besonders wenn man das starke Buch kennt. Da muss man die wirklich schwierige und teils widerliche Rowling dann doch loben, denn schreiben konnte sie das Ganze wirklich gut. Und hier empfiehlt es sich sogar das Buch zu kennen, da man sonst einiges nicht versteht im Film. Schade, aber aus nostalgischer Sicht immer noch eine schöne Erinnerung für mich.
Maddin
Maddin

232 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 21. Januar 2025
„Harry Potter und der Feuerkelch“ markiert den Übergang der Reihe zu einer deutlich düstereren und dramatischeren Phase. Im vierten Teil wird Harry unfreiwillig Teilnehmer des legendären Trimagischen Turniers, einem gefährlichen Wettkampf zwischen drei Zaubererschulen. Doch hinter den Herausforderungen des Turniers lauert eine noch größere Bedrohung: Lord Voldemort kehrt in erschreckender Gestalt zurück.

Während Harry sich den tödlichen Prüfungen stellt – darunter ein Drachenkampf, eine Unterwassermission und ein Labyrinth voller Gefahren – spitzt sich die Lage in der Zaubererwelt zu. Der Höhepunkt ist das packende Finale auf dem Friedhof, wo Voldemorts Rückkehr nicht nur Harrys Leben, sondern auch die gesamte Zaubererwelt für immer verändert.

Mike Newell bringt eine neue Dynamik in die Filmreihe, indem er sich stärker auf die sozialen und emotionalen Konflikte der Figuren konzentriert. Das Trimagische Turnier bietet spektakuläre und visuell beeindruckende Szenen, die die Spannung und Gefahr des Wettkampfs eindrucksvoll vermitteln. Besonders die Drachenprüfung und der schaurige Friedhofs-Showdown bleiben im Gedächtnis.

Die Schauspieler zeigen deutliches Wachstum: Daniel Radcliffe verkörpert Harrys zunehmende Belastung und Unsicherheit überzeugend, während Rupert Grint und Emma Watson als Ron und Hermine ebenfalls glänzen – vor allem in den Szenen, die ihre Freundschaft und aufkeimende Eifersucht thematisieren. Brendan Gleeson liefert als exzentrischer und undurchsichtiger Mad-Eye Moody eine fesselnde Performance.

Die düstere Atmosphäre wird durch Patrick Doyles Score und die visuell beeindruckenden Effekte verstärkt, die perfekt die zunehmende Bedrohung durch Voldemorts Rückkehr einfangen.

Der Film kürzt viele Elemente der umfangreichen Buchvorlage, was dazu führt, dass einige Handlungsstränge weniger Gewicht erhalten. Die komplexen politischen und gesellschaftlichen Themen, wie die Spannungen zwischen Zauberern und Muggelstämmigen oder die Rolle von Rita Kimmkorn, werden nur oberflächlich behandelt.

Auch die Nebenfiguren der anderen Schulen – Fleur Delacour, Viktor Krum und Cedric Diggory – bleiben im Vergleich zur Vorlage relativ blass. Das verkürzt die emotionale Bindung, insbesondere zu Cedric, was die Tragik seines Schicksals etwas abschwächt.

„Harry Potter und der Feuerkelch“ ist ein packender und visuell beeindruckender Film, der die Reihe erfolgreich in eine dunklere, dramatischere Richtung führt. Trotz der notwendigen Kürzungen der Vorlage gelingt es Mike Newell, den Kern der Geschichte zu bewahren und ein spannendes Abenteuer zu präsentieren, das Fans in seinen Bann zieht. Die emotionale Wucht des Finales und die zunehmende Bedrohung durch Voldemort machen den vierten Teil zu einem Wendepunkt in der Serie.
Josi1957
Josi1957

172 Follower 828 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 25. August 2023
Der englische Regisseur Mike Newell (*Vier Hochzeiten und ein Todesfall*, *Donnie Brasco*) mixt gekonnt düstere Atmosphäre und Teeniegags (der Schulball!). Das Turnier ist toll inszeniert, das Ende zeigt, wie ernst es spätestens jetzt im Harry-Potter-Universum zugeht.
LustigerMerlin2009
LustigerMerlin2009

12 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 7. Mai 2023
Ich Liebeeee Harry Potter und deshalb musste ich mir unbedingt auch die Filme zu den Büchern anschauen Ich muss sagen das mir die Umsätzung der Bücher sehr gut gefällt auch wenn der vierte Teil ein paar schwächen hat. Zu den Schwächen zählen leider die Prüfungen beim Trimagischen Tunier, klar sie sind schon cool und spannend inziniert worden, aber ich hätte mir dort noch ein bisschen mehr detail Reichtum gewünscht. Allerdings ist der Showdown am Ende des Film excellent und extrem cool inzeniert und dargestellt worden.

Fazit: Der Film ist trotz seiner schwächen immer noch sehr gut und ich werde ihn aufjedenfall noch öfters schauen.
Balticderu
Balticderu

257 Follower 1.225 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 30. Januar 2022
Ich kann für jeden Teil, die gleiche Bewertung schreiben. Jeder Teil ist großartig und sehr gut gemacht.
Einfach sehr gute Unterhaltung.
aufder LAUer_11
aufder LAUer_11

6 Follower 115 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 29. Januar 2022
Irgendwie ein bisschen zu viel Sachen angeschnitten und nicht die eine wirklich verfolgt.
Die Spannung wird unterbrochen durch ziemlich viel Kitsch, den ich teilweise amüsant fande, was wohl eher nicht die Absicht des Films war.
Man merkt sehr, dass der Film eine Art Epochenwechsel einleiten soll, ihm fehlt ein Stück Eigenständigkeit
Gerade den Anfang und auch mehrere Etappen und Einzelszenen fand ich durchaus kreativ und ansehlich.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 27. Dezember 2021
Ich finde es gibt viel bessere Filme und Harry Potter ist eine filmreihe die ich nicht so mag... Aber jeder hat seine eigene Meinung aber es ist unterhaltsam
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 24. Juli 2021
Ich habe das Buch gelesen und finde das der Film anders ist als das Buch. Das ist aber kein Problem weil der Film dann viel spannender als das Buch.
Lord Borzi
Lord Borzi

364 Follower 747 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 28. Dezember 2020
Super, wie bereits im dritten Teil ging es auch hier mit Harry Potter deutlich bergauf. Ausgefallene Kostüme, interessante Settings, eine durchdachte Handlung und hübsch anzusehende digitale Effekte, die im Vergleich zum ersten Teil teilweise überragend waren (finaler Kampf gegen Lord Voldemort). Wieder einmal mehr fiel mir auch beim vierten Teil auf, wie viel „Star Wars“ in Harry Potter steckt: Kampf gegen die dunkle Seite der Macht (symbolisiert durch unterschiedliche Farben (natürlich rot und grün)), Zauberstabduell, Wut/Zorn führt auf den Pfad der dunklen Seite, Schüler (hat natürlich seine Eltern verloren) und Mentor, der seinen Schützling oft retten muss usw. Insgesamt gute und abwechslungsreiche Unterhaltung. Ach, übrigens, das wichtige Gespräch zwischen Snape und Karkaroff ist als erweiterte Szene auf der DVD zu finden.
PaRaDoX _08
PaRaDoX _08

9 Follower 54 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 16. Oktober 2020
Ich finde der 4. Teil einfach sehr gut. Die Idee und die Handlung. Auch das mit den spoiler: Drachen
finde ich ganz gut.
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