Memories Of Murder
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3,8
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Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 8. Oktober 2016
Eigenartiger Film, der vordergründig von der Aufklärung einer Mordserie berichtet, durch seine Erzählweise und die die Haupthandlung einrahmenden kurzen Szenen eine angenehm melancholisch Note etabliert, die er auch während der Verhöre, der Ermittlungsarbeit und der Verfolgungsjadgen nicht gänzlich verwirft.
Zach Braff
Zach Braff

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5,0
Veröffentlicht am 4. Februar 2016
Einer der besten Filme, die ich je gesehen habe! Der Filmstarts-Kritik ist eigentlich nichts weiter hinzuzufügen (Ich frage mich nur, warum "nur" 4 Sterne vergeben wurden... Die Kritik liest sich eher wie 5 Sterne.) Ich kann nur jedem empfehlen sich auch an solch unkonventionelle Filme heranzuwagen. Es lohnt sich!
Thomas Z.
Thomas Z.

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4,0
Veröffentlicht am 28. Dezember 2022
Das Regie-Debut des südkoreanischen Ausnahmetalents Bong Joon Ho ist ein in allen Belangen sonderbarer Film.
Beruhend auf wahren Begebeneiten, behandelt "Memories of Murder" die Suche nach einem Serienkiller im ländlichen Südkorea der 80er Jahre.
Der Fall war zum Erscheinungsdatum des Films und lange Jahre darüber hinaus ungelöst. Das mag wohl auch an der völlig desolaten Polizeiarbeit von extrem überforderten Cops, irrwitzigen Verhörmethoden und dem Gesamtzustand des Landes gelegen haben. Völlig überzeichnet stellt Bong diese Situation dar. Permanentes Overacting, eine auf die Spitze getriebene Vulgärsprache und diverse Taek-Won-Do-Einlagen karikieren das Ermittlungsteam, was sukzessive am eigenen Anspruch und dem öffentlichen Druck zerbricht. Der übelste Cop wird drastisch abgestraft, Unterschenkelamputation wegen Tetanus.
Dringend benötigte Einheiten fehlen wegen des Einsatzes gegen Demonstrierende, die gegen das damalige Militärregime aufbegehren.
Das Finale, welches 2003 spielt, also in einem demokratischen Staat, macht nochmal eindrucksvoll Bong's Intention klar.
2019 gab es im realen Fall einen DNA-Treffer. Der wegen Mordes bereits Inhaftierte, hat die Morde inzwischen gestanden.
FILMGENUSS
FILMGENUSS

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4,0
Veröffentlicht am 9. November 2020
JAGD AUF EINEN UNSICHTBAREN
von Michael Grünwald / filmgenuss.com

Was genau haben all die uns bekannten und so verehrten Meister des Filmschaffens eigentlich so berühmt gemacht? Steven Spielberg, Roman Polanski, Jean Pierre Jeunet oder Quentin Tarantino – sie alle konnten mit ihren ersten Arbeiten ihr außerordentliches Talent unter Beweis stellen, ihren Stil aus der Taufe heben oder zeigen, in welchen Kategorien sie bestimmt keinen Meister mehr bräuchten. Eines dieser sogenannten Lehrstücke oder Anfangswerke hat auch Oscarpreisträger Bong Joon-Ho vorzuweisen. Ein Werk, schon 17 Jahre alt, erstaunt mit einer narrativen Selbstsicherheit, hinter der ein wahres Naturtalent stecken muss. Ich bin sogar versucht zu sagen, dass das Kriminaldrama Memories of Murder zu den besten Arbeiten zählt, die der Koreaner jemals aufs Kinopublikum losgelassen hat. Dabei ist mein persönlicher Favorit immer noch die postapokalyptische Parabel Snowpiercer, unmittelbar gefolgt von einem Film, der stark an das Vokabular eines David Fincher erinnert, insbesondere an dessen True Crime Drama Zodiac.

Auch Memories of Murder beruht vage auf wahren Begebenheiten, oder sagen wir: hat sich davon inspirieren lassen. Schauplatz ist natürlich Korea, allerdings das Korea der 80er Jahre, das noch unter der Fuchtel des Militärs stand. Ein Frauenmörder treibt zu dieser Zeit sein Unwesen. Und zwar einer, der nirgendwo Spuren hinterlässt, der aber anscheinend immer zu einer bestimmten Wetterlage seine Verbrechen verübt. Darauf angesetzt werden ein Kommissar und seine Entourage, wobei diese alles andere als geeignet dafür scheint, gewissenhaft und fokussiert der Sache nachzugehen. Prestige unter den Kollegen ist immer noch oberstes Gebot. Der Fall will gelöst werden, unter welchen Voraussetzungen auch immer. Da kann es durchaus sein, dass so manch Unschuldiger, der sich nicht wehren kann, zum Handkuss kommen könnte.

Und genau hier schafft das koreanische Kino wieder mal etwas, was selbiges aus anderen Ländern sonst nicht kann – oder auch nicht will, weil die Gefahr vielleicht zu groß wäre, durch konterkarierende Elemente und Stimmungen den eigenen Film zu verhauen: es ist die Sache mit der selbstironischen Überzeichnung. Memories of Murder nährt mitunter den Eindruck, in einer genrebezogenen Parodie zu stecken, die mit grotesken Charakterstudien nur so um sich wirft. Kenner des österreichischen Kottan-Fernsehkults werden sich vielleicht manchmal daran erinnert fühlen, allerdings: sobald sich auch nur die geringste stilistische Tendenz für diesen Film manifestieren will, ist der Eindruck auch schon wieder weg. Joon-Ho kontert mit melodramatischen, teils epischen Versatzstücken. Lässt die Kriminaltragödie wie Fritz Langs M – Eine Stadt sucht einen Mörder wirken. Lässt seine imperfekten Figuren in ihrer Verantwortung straucheln wie in Dürrenmatts Krimiszenarien. Dazwischen das in fast schon abstrakten Details eingefangene Verbrechen, wie Panels einer Graphic Novel. Dieser Mix ist aber kein Potpourri roter Fäden, sondern ein wohlkomponiertes Stück großes Krimikino, das berührt, irritiert und sich selbst nicht immer ernst nimmt. Sowas kann leicht in die Hose gehen, sowas kann geschmacklos und fahrig sein. Nicht in Memories of Murder: hier ist die Psyche der Ermittelnden genauso relevant wie die Psyche des Mordenden, hier findet die Ohnmacht vor etwas Unberechenbarem seine Bühne für irrationales Verhalten. Dieses Versagen einer Mission – ob resignativ, schadenfroh oder einfach nur melancholisch traurig – so dermaßen facettenreich herauszuarbeiten, ist beeindruckende Filmkunst, auch wenn man fernab jeglicher Genugtuung ratlos zurückbleibt.
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Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
der beste koreanische film überhaupt für mich , sehr Empfehlenswert!!!
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 19. März 2010
Es ist bereits einige Jahre her, dass ich diesen Film zuletzt gesehen habe, aber ich würde es jederzeit nochmal gucken.



Es erzählt die Geschichte eines Mordseries in Korea, welches wirklich passiert ist. Natürlich hat auch die künstlerische Freiheit in diesem Film Einfluss genommen, aber im Großen und Ganzen ist die Geschichte wirklich so passiert.



Es erzählt die Geschichte von 3 Polizeibeamten, die auf der Suche nach einem Serienmörder sind, der nach einem bestimmten Muster Frauen vergewaltigt und umbringt.



Der Film lebt von seiner einzigartigen Atmossphäre, die so wahrscheinlich nur in einem koreanischen Film vorkommen kann. Als Zuschauer sitzt man wie gebannt vor dem Fernseher und versucht zusammen mit den Schauspielern den Fall zu lösen und bestimmte Muster zu deuten. Alles im Film wirkt so echt. Man hat nie das Gefühl, einen Unterhaltungsfilm zu gucken sondern man denkt eher, als hätte jemand alles wirklich echt gefilmt und man dürfte dabei sein. Keine explodierende Autos, keine in letzter-sekunde-nochmal-alles-gut-gegangen-szene und auch keine unnötigen und aufgesetzten Liebesszenen, wie sie immer in Hollywoodproduktionen vorkommen und oft die Atmossphäre des Filmes zerstören.



Alles in allem ein klasse mit, mit sehr guter Story, einem perfektem Handlungsverlauf und super Schauspielern.



Mein einziger Kritikpunkt wäre die Laufzeit von 130 Minuten. Mich stört es zwar nicht, aber ich kann es auch verstehen, wenn es einigen zu lang wirkt, vor allem, da der Film auch einen eher langsamen Erzähltempo hat.
No Use For A Name
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14 Follower 1.213 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 6. März 2026
Eine ziemlich düstere Angelegenheit. Es gibt zwar immer wieder mehr oder weniger komische Szenen, aber der Grundton des Films ist geprägt von Verzweiflung, Hilflosigkeit und einer tiefgreifenden Traurigkeit. Das wird unterstützt durch die kühle, farbentsättigte Optik in bräunlicher Farbpalette. Auch die Figuren verbreiten eine gewisse Planlosigkeit und sind gegenüber ihren Tatverdächtigen sehr gewaltbereit. So kommt es auch zu diversen Gewalt- und Folterszenen, die die Protagonisten jetzt auch nicht im besten Licht dastehen lassen. Aber das ist vielleicht so beabsichtigt und fügt sich ja zwanglos in das ganze Ambiente ein.

Die Handlung selbst ist eigentlich relativ unspektakulär, da im Grunde immer wieder das gleiche passiert. Irgendein Typ ist verdächtig aus irgendwelchen Gründen, dann soll er mit Gewalt zu einem Geständnis gebracht werden. Das ist dann manchmal brutal, manchmal komisch, manchmal total seltsam. Dennoch entwickelt der Film einen gewissen Sog, dem man sich nicht so einfach entziehen kann. Ich will nicht von Spannung sprechen, das ist es nicht, eher ein gewisser, naja, Sog. Dass der Film auf einer tatsächlichen bis heute nicht aufgeklärten Mordserie beruht, macht die ganze Szenerie noch bedrückender als sie eh schon ist.

FAZIT: Stylish gefilmter, aber von der Stimmung sehr finsterer und deprimierender Film. In gewisser Weise aber auch ganz unterhaltsam. Aber ganz sicher kein Film für jedermann...
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