Gegen die Wand
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4,3
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Cursha
Cursha

7.500 Follower 1.067 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 16. Januar 2019
Definitiv ist dieser Film toll gespielt, gerade Sibel Kekilli macht ihre Sache großartig und "Gegen die Wand" ist auch absolut kein schlechter Film, dennoch fehlt es ihm aber meiner Meinung nach, auch an so vielem um letztlich ein wirklich starker Film zu sein.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.853 Follower 5.015 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 2. Januar 2018
Der Film wurde mit etlichen Preisen ausgezeichnet, tauchte dann auch zwei Monate früher als geplant im Kino auf und erregte insbesondere dadurch besondere Aufmerksamkeit weil der „Star“ des Filmes, Sibel Kekilli, vorher eine Reihe Hardcore Pornos gedreht hatte. Bei all dem Gerede deshalb hat wohl irgendwie keiner den Film mal betrachtet, oder? Der ist in meinen Augen das ganze Tamtam in keiner Weise wert. Ok, man halte ihm zu Gute: durch den Verzicht auf jedwede Art von Hochglanz und die wirklich toll spielenden Hauptdarsteller ist der Film überaus echt und glaubwürdig geraten – aber leider kann auch die Realität ziemlich langweilig sein. Was für alle anderen ein hochgejubeltes und berührendes Drama ist sind für mich 2 langatmige, fast unerträglich bleischwere Filmstunden ohne wirkliche Handlung oder Zusammenhang. Wie gesagt, die Darsteller sind klasse und die Preise für sie gehen auch voll in Ordnung – trotzdem erhöht all dieses Lob nicht den „Spaß“ oder den Wert des eigentlichen Filmes.Fazit: Zwar durchweg echtes, aber bleischweres Drama ohne eine wirklich zusammenhängende Geschichte – schlapp trotz toller Darsteller
azfrankie
azfrankie

10 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 10. Oktober 2022
Leider teile ich die Begeisterung über diesen Film nicht. Gar nicht. Toll gespielt? Na ja... während des Ansehens habe ich mich immer wieder gefragt, was der Film eigentlich ausdrücken soll. Dumme Leute machen dumme Sachen und erleben dadurch dumme Dinge. Das beeindruckt mich nicht im Ansatz. Keine Spannung, keine wirklich Handlung, einfach nur blah. Nur weil jemand Drogen nimmt, ist er lange noch nicht progressiv.

1/2 Punkt = Tonfilm
1/2 Punkt = Farbfilm
1/2 Punkt = Migranten-Problematik
1/2 Punkt = hübsche Titten

Belassen wir es bei zwei Punkten.
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 6. Mai 2019
Ach du meine Güte was ein schlechter Film, warum verfilmen sie nicht Christen die ihre Religion verabscheuen warum wird der Islam immer schlecht dargestellt. Wenn die Frau machen will was Sie will soll sie es doch machen.
Danke
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 12. März 2010
Unglaublich guter Film! Tolle Story, einfach klasse gemacht. Sehr empfehlenswert!
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 19. März 2010
Endlich 'mal ein Epos aus Deutschen Landen! Dieser Film hebt sich in positiver Weise von den sonstigen deutschen Produktionen ab. Er ist intensiv, impulsiv, künstlerisch wertvoll und sogar noch multikulturell!



Die Geschichte der jungen Türken, die sich unbedingt aus dem Käfig Ihrer streng muslimischen Familie befreien will. Die Geschichte des gebrochenen Mannes, mit dem sie eine Scheinheirat vortäuschen will, um Ihre Familie zu besänftigen, dieser aber erkennt, dass er sie liebt.



"Gegen die Wand" überzeugt handwerklich durch die tollen Einstellungen, beispielsweise die türkische Musikgruppe, die während des gesamten Filmes musische Kommentare abgibt. Auch die Darsteller meistern die schwierigen Rollen bravourös. Das schwierige Verhältnis und die Konflikte von Cahin und Sibel werden auf eindrucksvolle Weise umschrieben.



Der einzige Makel ist erzählerischer Natur. Akins Werk wirkt an manchen Stellen abgehackt, ein Faktum kommt aufs nächste, manches Mal wirkt es ziemlich distanziert und kühl.



"Gegen die Wand" wirft endlich einmal ein äußerst positives Licht auf die deutsche Filmbranche. Er befasst sich erfolgreich mit multikulturellen Problemen und beleuchtet grandios die Persönlichkeiten zweier Menschen, die auf der Suche nach dem Sinn im Leben sind.
No Use For A Name
No Use For A Name

14 Follower 1.213 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 26. März 2026
“Gegen die Wand” hat mich kalt erwischt und überrollt! Der Film ist so unmittelbar, so wuchtig und so heftig, dass es fast körperlich schmerzt. Das liegt zum großen Teil an den wirklich hervorragenden Schauspielern, zum anderen aber auch an dem starken Drehbuch, dass die beiden Kulturen, die sich hier treffen, ja aufeinander treffen muss man sagen, sehr nuanciert und pointiert abbildet. Birol Ünel spielt seinen Cahit so intensiv und unmittelbar, an der Grenze zum Method Acting. Den abgestürzten, hoffnungslosen und völlig desillusionierten Alkoholiker nimmt man im sofort ab, auch seine Entwicklung im Verlauf der Story ist jederzeit nachvollziehbar und glaubhaft. Ihm zur Seite gestellt ist Sibel Kekilli, die ebenfalls eine unfassbar beeindruckende Performance abgibt, kaum zu glauben, dass sie keinen Schauspielunterricht hatte.

Ihre Sibel ist gefangen im Korsett kultureller und familiärer Konventionen, ohne Möglichkeit, diesem Käfig zu entfliehen – außer durch eine Heirat, natürlich aber auch nur mit einem Türken. Ihre Verzweiflung ist so groß, dass sie sogar mehrfach einen Suizidversuch unternimmt. Dabei ist sie sich selbst noch gar nicht so sicher, wer sie überhaupt ist und wo sie hin will, letztlich ist es ihr dann auch egal, ob sie den “Penner” Cahut (so spricht er von sich selbst) oder irgendeinen anderen heiratet. Und kaum ist die Trauung vollzogen, zieht sie dann auch los und haut so richtig auf die Kacke. Und irgendwie weiß auch Cahut – wenn auch nur unbewusst – dass das auch sein Ticket raus aus der Finsternis sein könnte, vielleicht stimmt er deswegen zu...? Aber es kommt natürlich, wie es kommen muss, die beiden steuern auf die Katastrophe zu. Diese Art von Katastrophe kam zumindest für mich sehr überraschend, auch die Folgen davon sind zwar konsequent, aber nochmal viel schmerzhafter als der eh schon so ungemütliche Anfang. Und auch das Ende hält dann nochmal eine Überraschung bereit.

Regisseur Fatih Akin versteht es meisterhaft, den Clash of Cultures für uns erfahrbar zu inszenieren. Sibels Familie lebt offenbar schon länger in Deutschland (sie ist in Hamburg geboren), ist aber den orthodoxen Traditionen ihrer Heimat noch immer sehr verbunden. Vor allem ihr Vater zeigt sich streng und kompromisslos, was vor allem nach dem Twist der Geschichte mit allen impliziten Konsequenzen deutlich wird. Cahut seinerseits hat mit dem ganzen “Kanacken-Scheiß” (seine Worte!) nichts am Hut und will damit auch nichts zu tun haben. Er scheint sowohl deutsche als auch türkische Freunde zu haben, sein bester Kumpel ist aber offenbar auch Türke. Der Film zeigt uns auf sehr eindringliche und schmerzhafte Weise, was diese alten, aus der Heimat mitgebrachten Überzeugungen mit jungen Menschen in der nächsten Generation machen und wie sie so nur allzu schnell unter die Räder geraten. Gleichzeitig versteht es Fatih Akin, seine Themen ohne Urteil und ohne Pathos zu präsentieren, zu keinem Zeitpunkt ergreift er Partei, weder für die eine, noch für die andere Seite. Er geht dabei sehr respektvoll und einfühlsam vor, was diesen Film eben auch zu einem ganz besonderen Erlebnis macht, denn wie auch im richtigen Leben, gibt es auch in “Gegen die Wand” keine Antwort auf die brennenden Fragen und keine Katharsis für seine Figuren. Tragisch, traurig, und zugleich unfassbar schön.

Ein letztes Wort noch zur (nicht vorhandenen Synchronisation). Was dem Film oftmals negativ angekreidet wird, nämlich, dass die Türken türkisch sprechen (mit deutschen Untertiteln) ist wichtiges und unverzichtbares Stilmittel. Dadurch wird der Film erst so authentisch und unmittelbar erfahrbar, alles andere würde der Intention des Films gegenlaufen.

FAZIT: Fatih Akin liefert mit “Gegen die Wand” nichts Geringeres als ein Meisterwerk ab. Die Geschichte einer jungen Frau, die versucht, aus den durch ihre Familie vorgegebenen starren Konventionen auszubrechen und schmerzvoll die Konsequenzen erfahren muss. Getragen von zwei überragenden Schauspielern ist dieser Film unbedingt sehenswert und bekommt von mir klare 10 Punkte.
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