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Christian Alexander Z.
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4,5
Veröffentlicht am 8. August 2026
Englischer Spät Neo- Realismus. Auch wenn es diese Stilrichtung "offiziell" nie gab, dieser Film führt das Genre in Perfektion vor. Es ist schwere Kost, die hier geboten wird, sehr schwere. Cast, Ausstattung, Storyline, Charaktere, Stimmung und Musik, alles funktioniert. Der Ernst des Thema wird entsprechend anspruchsvoll und diskret dargestellt. Der Film ist ein wenig zu lang und sehr interessante Handlungslinien werden leider nicht auserzählt. Trotzdem: richtig großes Kino.
England in den frühen 50er Jahren. Eine einfache Frau, liebevoll sorgend für Familie und Nachbarn hilft auch jungen Frauen u Mädchen die in "Schwierigkeiten" sind. Selbstlos und ohne Bezahlung und ohne Wissen der Familie. Ein bewegendes Drama und bewegendes Kammerspiel, hervorragend umgesetzt und brillant gespielt.
Habe diesen Film nur in engl.Sprache sehen koennen und die "Feinheiten" bei den Dialogen sind mir also etwas entgangen. Aber alleine die filmische Umsetzung des Zeitbildes ist handwerklich meisterhaft. Ebenfalls die schauspielerischen Leistungen. Das Thema ist sensibel, aber der Film spricht kein Urteil, sondern macht Verhalten verstaendlich, indem er die Situation von "Taeterin", "Opfern" und anderer in die Handlung eingebundener Personen so genau und detailgetreu aufzeigt.
Durchaus ansehenswert.
Das fuer mich typische, gute Merkmal vieler engl.Filme : ungeschminkt