Wenn man "Flutsch und weg" an den großen Animationsfilmen unserer Zeit (z.B. "Ice Age", "Findet Nemo" oder "Wall-E") misst, dann bleibt er meilenweit dahinter.
Man kann den Film als gute Kinderkomödie bezeichnen, aber für einen Zuschauer mit höheren Erwartungen als tolpatschige 08/15 Charaktere gibt es weniger zu Lachen. Die meisten Szenen sind einfach mittlerweile "auisgelutscht". Alle Witze, die in einem normalen Kinderabenteur Standard sind, finden hier Verwendung. Als Pluspunkt kann man die Schnecken werten. Zwar nicht gerade sehr anspruchsvoll, erfüllen sie trotzdem ihren Zweck und bilden das beste Element des Films.
Was dann dem Film aber leider eine schlechte B-Note verleiht, ist die Animation. Sie ist wrklich grottig. Egal in welches Gesicht man guckt, es sieht haargenau so aus wie "Wallace und Gromit". Und dann diese Münder...solch eine vorsintflutliche Animation lässt mich erschaudern, wo doch z.B. Shrek mit besonders detailreichen Figuren glänzt.
Was in der Kinderserie "Shaun das Schaf" anscheinend wunderbar funktioniert, verschlechtert diesen Film enorm.
Wenn man den Film ein bisschen hinterfragt, kommt noch ein Pluspunkt dazu. Wenn man sich mal diese fiktive Rattenstadt genauer ansieht, fallen einem viele Alltagsgegenstände auf. Das soll wohl zeigen, was die Menschen alles in der Toilette runterspülen.
Aber:
1. Interessiert das denn bei einem Animationsfilm, der in erster (und einziger) Linie unterhalten soll?
2. Haben die Regisseure und Drehbuchautoren das überhaupt bemerkt/beabsichtigt?
Mein Fazit lautet: Wer einen guten Animationsfilm sehen möchte, rate ich zu einer Pixar-Produktion. Die sind einfach qualitativ besser und unterhalten sowohl Jung und Alt.