Der Untergang
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DerGönntsichFilme
DerGönntsichFilme

18 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 12. September 2026
Der Film versucht sehr detailgetreu zu sein, was auf jeden Fall beachtenswert ist und Lob verdient. Sehr gute Kulissen und Kostüme. Die Diskrepanz zwischen dem fürsorglichen Verhalten Hitlers privat und seinem herrischen, strengen und aggressiven Verhalten in politischen Bereichen wird genau wie die Persönlichkeiten anderer Charaktere sehr gut dargestellt.

Die Spannung ist eher so mittelmäßig. Die Actionszenen sind absolut kein Meisterwerk, auch wenn das nicht zu sehr ins Gewicht fallen sollte. Es gibt jedoch eine Sache, über die ich im Verlaufe des Films nicht hinwegsehen konnte: Hitlers private Aussprache.

Neben der Tatsache, dass Hitler im Film nämlich kleiner dargestellt wird, als er es in Wirklichkeit war (Hitler war für damalige Verhältnisse leicht überdurchschnittlich groß), redet er auch noch wie jemand, der ganz offensichtlich eine Sprachbehinderung hat...Man muss bedenken, dass dieser Mann (so eigenartig uns seine öffentlichen Auftritte heute erscheinen mögen) eine unglaubliche Präsenz und Überzeugungskraft ausstrahlen konnte, die mehrere Menschen dazu bewegt hat, ihm in den Tod zu folgen! Jeder, der die privaten Aufnahmen vom Gespräch zwischen Adolf Hitler und Marschall Mannerheim kennt, weiß, dass Hitler privat eben sehr gemäßigt, charismatisch und überzeugend sprechen konnte. Das übermäßig rollende R, das aggressive Auftreten und das gezwungene Hochdeutsch mit Betonung aller Vokale war lediglich Teil seiner Bühnenauftritte, nicht Teil seiner privaten Kommunikation!

Dieser Aspekt nimmt dem Film meiner Meinung nach jede Glaubwürdigkeit. Jeder, der behauptet, Bruno Ganz habe die Rolle zur Perfektion gespielt, hat ganz offensichtlich einige wesentliche Triebkräfte dieses Wahnsinns im zweiten Weltkrieg nicht verstanden. Die Menschen ließen sich von einem charismatischen Mann mitreißen, der zwar wahnsinnige Überzeugungen hatte, aber herausragende soziale und kommunikative Skills aufweisen konnte, nicht von einem Clown. Auch wenn Bruno Ganz eine ansonsten gute Darstellung abliefert, versäumt er es, diesen Aspekt klar zu machen.
Maddin
Maddin

393 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 10. November 2024
Inhalt:
Der Untergang erzählt die letzten Tage Adolf Hitlers und des NS-Regimes im Bunker unter der Reichskanzlei in Berlin. Der Film basiert auf den Erinnerungen von Traudl Junge, Hitlers letzter Privatsekretärin (gespielt von Alexandra Maria Lara), und zeichnet ein bedrückendes Bild der Ereignisse in Hitlers innerem Zirkel, als das Ende des Dritten Reiches unausweichlich wird. Bruno Ganz liefert eine beeindruckende Darstellung Hitlers in seinen letzten Tagen, in denen der Diktator zwischen wahnhaftem Trotz, emotionalem Zerfall und wütender Verzweiflung schwankt.

Kritik:
Oliver Hirschbiegel gelingt es mit Der Untergang, ein schwieriges und bedrückendes Thema in einem packenden Kammerspiel zu verarbeiten. Die Darstellung Hitlers und seines engsten Umfelds ist erschütternd realistisch und zeigt sowohl die Verzweiflung als auch die fanatische Loyalität, die bis zum bitteren Ende anhält. Bruno Ganz brilliert in seiner Darstellung und bringt die inneren Widersprüche und das Ausmaß von Hitlers Größenwahn auf eine Weise zur Geltung, die gleichzeitig abstoßend und faszinierend ist. Alexandra Maria Lara überzeugt als Traudl Junge, die als Beobachterin in diese erschütternden letzten Tage der Diktatur hineingezogen wird und dem Publikum einen nüchternen Blick auf das Grauen ermöglicht.

Atmosphäre und Inszenierung:
Die düstere, klaustrophobische Atmosphäre des Bunkers wird durch die Kameraarbeit und das zurückhaltende Licht meisterhaft eingefangen und vermittelt die beengende Bedrücktheit und die Hoffnungslosigkeit der Situation. Die Gestaltung des Films bleibt authentisch, sowohl in den Uniformen und Schauplätzen als auch in den Details des alltäglichen Lebens im Bunker. Die Bombeneinschläge, die Geräusche des Krieges über den Köpfen der Eingeschlossenen und die aufkeimende Panik im Untergrund tragen zur intensiven Stimmung bei.

Stärke und Schwächen:
Der Untergang beeindruckt durch seine detaillierte historische Genauigkeit und seinen mutigen Ansatz, den Diktator und seine Gefolgsleute als Menschen mit Schwächen und Ängsten darzustellen, ohne dabei zu relativieren. Hirschbiegel überlässt die moralische Einordnung dem Zuschauer und zeigt das Geschehen nüchtern, was manchen Kritikern als problematisch erscheint, weil der Film die Empathie auf die rein menschlichen Aspekte der Figuren lenkt. Es bleibt jedoch klar, dass die Entscheidungen und die Taten der NS-Führung eine unvorstellbare Brutalität hervorgebracht haben und die Mitverantwortung der Figuren auf der Bildebene immer präsent ist.

Fazit:
Der Untergang ist ein mutiges und erschütterndes Zeitdokument, das das Grauen des Untergangs des Dritten Reiches mit einer bedrückenden Intensität zeigt. Bruno Ganz’ Darstellung Hitlers ist gleichermaßen bewundernswert und furchterregend, und der Film bietet einen schonungslosen Einblick in die letzten Tage einer mörderischen Diktatur. Es ist eine faszinierende, wenn auch verstörende Erfahrung, die die Abgründe der Menschlichkeit in einer der dunkelsten Stunden der Geschichte beleuchtet. Der Untergang ist ein meisterhaft inszeniertes Stück Filmgeschichte, das seinen Platz als eines der eindrucksvollsten Kriegsdramen verdient.
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 14. November 2022
Kenne den Hauptdarsteller persönlich seit dem kindergarten, er hat sich nach dem Filmerfolg echt verändert.
Fand den Film eher nicht so cool.
Ist viel Luft nach oben aufjedenfall.
Ansonsten frei gesprochen und Bilder benutzt.
Lord Borzi
Lord Borzi

364 Follower 747 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 1. Januar 2021
Immerhin einer der besseren deutschen Filme. Die erste Hälfte war spannend und interessant zugleich. Endlich bekamen die vielen Namen, die ich aus meinem früheren Geschichtsunterricht kannte, ein Gesicht. Bruno Ganz verkörperte glaubhaft Adolf Hitler und imitierte gekonnt seinen markanten Akzent. Die lauten und heftigen Artillerieeinschläge ließen mich häufig zusammenzucken.

Leider verlor die bis dahin unterhaltsame „Geschichtsstunde“ in der zweiten Hälfte an Objektivität und Distanz. Es war schlicht und ergreifend unverschämt, wie sehr auf die letzten Stunden von Adolf Hitler und seinen engsten Verbündeten fokussiert wurde. Mit einer fast schon geschmacklosen Aufdringlichkeit wurde versucht, Mitgefühl oder gar Mitleid für den ach so armen Hitler zu erzeugen (rührselige Musik etc.). Überhaupt verkam der penetrant in die Länge gezogene Film zu einer 08/15-TV-Produktion. Die Oskar-Nominierung für den besten ausländischen Film gab es zu Unrecht. Immerhin konnte der Abspann, in dem alle Charaktere noch einmal mit Foto und kurzem Lebenslauf dargestellt wurden, gut informieren. Leute, die sich von diesem Film objektive Hintergrundinformationen zum Untergang des dritten Reiches erhoffen, ist der Griff zum Geschichtsbuch eher zu empfehlen.
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 4. Februar 2019
Der Film hat den Anspruch, möglichst tatsächliche Geschehnissen zu schildern, ein bißchen wie ein Dokumentarfilm
Hitler wird dargestellt als gutmütiger Opa, freundlicher Arbeitgeber, cholerischer und zähnefletschender Schreihals.
Aus den Videos kennt man Hitler als cholerischen Schreihals, zähnefletschend habe ich ihn noch nie gesehen, freundlich und gutmütig auch noch nie.
Worauf fußen diese anderen Darstellungen und Sichtweisen? Auf Aussagen der Menschen, die mit Hitler zu tun hatten. Und genau da liegt meiner Meinung nach das Problem: Alle, die mit ihm zu tun hatten, waren doch selbst Nazis durch und durch. Die Generäle, die genau wußten, dass ganze Generationen junger Menschen umgebracht werden und auch die angeblich nichtsahnende Sekretärin. Daher rührt diese naive und viel zu positive Sichtweise. Hitler mit Kind auf dem Schoß und zu Tränen gerührt: Gibt es einen Beleg für diese Szene außer der Aussage einer Nazi-Sekretärin? Oder: Hitler persönlich macht Schreibübungen mit der Sekretärin im November 1942. Dass die Frau garnicht schreiben kann, stört ihn nicht, er lächelt es gutmütig weg. Glaubt Ihr wirklich, dass sich das so zugetragen hat?
Frei nach Claas Rilotius wird eine Geschichte erzählt und um sie etwas blumiger zu machen, werden Sachen hinzugefügt, die das Bild abrunden. Leider wird das dem Thema nicht gerecht, deshalb nur 2 Sterne.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.862 Follower 5.069 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 2. Januar 2018
Puh, ganz schön harter Stoff. Wobei das heftigste ist eigentlich die Anfangsszene die zeigt wie Traudl Junge ein Vorstellungsgespräch hat und zum ersten Mal auf Hitler trifft – und Adolf wird in dieser Szene als freundlicher, sympathischer Kerl gezeigtt. Hitler als normaler Mensch? Dies ist die Frage die der Film stellt und darauf hätte er sich beschränken sollen – tut er aber leider nicht. Bei einer Lauflänge von zweieinhalb Stunden ist der Film gut anderthalb Stunden interessant, portraitiert und charakterisiert Hitler sowie die Menschen in seiner Umgebung und die Lage – ohne jedoch Mitleid für die Figuren zu erzeugen, vorrangig blankes Entsetzen. Leider versucht der Film episch zu sein und ergänzt das Ganze um unzählige kleine Nebenhandlungen und Randfiguren die zwar das allgemeine Bild der Lage ergänzen, aber leider den Film unendlich dehnt und sich damit vom zentralen Kern entfernt. Schade, denn der schonungslos brutale Film ist kompromisslos und hart und hätte durchaus internationales Format besessen – so wird es leider zu einem ins Kino geratenen, überlangen Fernsehfilm. Trotzdem sollten zartbesaitete Seelen einen Bogen darum machen – die zahllosen Selbstmorde oder insbesondere die Szene in der Corinna Harfouch ihre fünf Kinder ermordet schlagen voll auf den Magen.Fazit: Ultrahartes und krasses Portrait über Hitlers Ende das leider durch seine zahlreichen Nebenhandlungen zu lang und schleppend wird – aber eine immense Schockwirkung hat!
IamBangsy
IamBangsy

29 Follower 130 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 21. Juli 2014
Ein starker deutscher Film über die letzten Tage Adolf Hitlers mit unterirdischen Specialeffects (erinnern teilweise an billige trash Filme a la Sharknado) und einem herausragenden Bruno Ganz!
Dailydead
Dailydead

14 Follower 32 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 12. Oktober 2019
Der Untergang ist ein perfekter Film. Obwohl dieser Film eine Laufzeit von fast 3 Stunden besitzt verliert der Film nie an seiner Wirkung und bietet ausgezeichnete Darsteller (Bester Hitler - Darsteller) und eine unglaublich realistische inszenierung. Es ist einfach der Wahnsinn und diesen Film sollte wirklich jeder einmal gesehen haben.
Gringo93
Gringo93

358 Follower 451 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 8. Januar 2014
Fazit: Ein riesiges deutsches Starensemble in einem packenden und gut inszenierten Spielfilm über die letzten Tage von Adolf Hitler.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 12. September 2012
Habe den Film im Kino gesehen. Und ich war positiv überrascht. Hätte nie erwartet, dass dieser Film so autenthisch rüberkommt. Bruno Ganz spielt seinen Part so unglaublich überzeugend, dass ich fast vergessen hatte, dass es ein Film ist. Würde den Film jedem empfehlen...
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