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2,0
Veröffentlicht am 1. Mai 2026
Ich mag John Malkovich und wo immer er auftaucht, ist er auf jeden Fall eine Bereicherung für jeden Film! Allerdings finden sich in seinem Œuvre nicht nur gute Filme, da sind auch einige echt böse Ausreißer dabei. Einer dieser Filme ist auch „Schande“, wenngleich das sicher kein Totalausfall ist. „Schande“ kann immerhin mit einem interessanten Setting, einer interessanten, konflikthaften Grundprämissse und auch tollen Landschaftsaufnahmen aufwarten. Allein die Geschichte ist es, die nicht zu begeistern weiß. Die Handlung plätschert belanglos vor sich hin, es gibt keine Spannung, es gibt keine dramatischen Höhepunkte, es gibt eigentlich gar nichts. Somit bleibt der Film auch nicht weiter in Erinnerung, er ist im wahrsten Sinne des Wortes bedeutungslos. Schade um Malkovich.
Für Filme wie diesen bin ich wohl das falsche Zielpublikum – ich hab ja auch wie so oft das zu Grunde liegende Buch nie gelesen. Obendrein spielt der Film in Afrika, also eine mir völlig fremde Umgebung und Welt; und ich habe irgendwie wohl ein Problem mit Filmen bei denen mir eine entsprechende Bezugsperson fehlt: John Malkovich spielt zwar wieder einmal eine oscarreife Performance, aber seine Figur ist einfach ein solch wiederliches Arschloch, ein unsympathischer, mieser Mensch dass es mir gar nicht gefällt dass sich der Film auf einen solchen Kerl konzentriert. Da hab ich sogar kaum Mitleid mit ihm wenn er in Brand gesteckt wird oder hilflos die Vergewaltigung seiner Tochter mit anhören muß Ebensowenig wie mir das Verständnis für das handeln der restlichen Figuren fehlt. Immerhin ist das Konsequent: so wie man als Zuschauer ratlos die Figuren und ihr Tun betrachtet, ebenso ratlos steht Malkovich vor all den Dingen. Bei allem Unverständnis bleibt aber trotzdem eine extrem gut funktionierende Schockwirkung, die der Film so auch beabsichtig – aber letztlich bleibt man verstört und irritiert zurück.
Fazit: Bewegend und bitter, aber durch die unklaren Charaktere fällt mitfiebern und leiden schwer aus!
Als Romanverfilmung vor allem interessant, weil er mit der üblichen Filmdramaturgie bricht und nach den ersten 45 Minuten das Thema, zumindest an der Oberfläche wechselt. Diese etwas antiklimaktische Dramaturgie funktioniert über weite Strecken hervorragend, leider verstrickt sich der Film nach seinem Höhepunkt aber in unnötige Kleinigkeiten, namentlich auf die Reaktionen der Figuren auf die ihnen widerfahrene Gewalt, während die eigentliche Handlung stillsteht.
Vor dem Hintergrund der Filmstarts Kritik verzichte ich auf eine Inhaltsangabe.
Grandios gespielt lädt dieser Film zu einer Vielzahl von Gefühlausbrüchen ein. Die Ambivalenz der Gefühle der beiden Protagonisten sind ohne weiteres auch beim Zuschauer vorhanden. Ich habe den Film mit meiner Frau gesehen, die ein völlig anderes Bild von Südafrika entwickelte, als ich es tat. Insgesamt ein Film, der zwar die Zustände nach der Apartheid deutlich macht, vielmehr aber das Denken und Fühlen zweier Menschen in den Vordergrund stellt, die unterschiedlicher nicht sein könnten.....wo beide Seiten aber noch voneinander lernen können.
Ein Film für den nachdenklichen Abend - und ohne Popcorn.