Man muss sich schon auf dieses Werk einlassen können, dass einem in seiner archaischen und physischen Wuchtigkeit einiges abverlangt. Es wird den ganzen Film über kein einziges verständliches Wort gesprochen, meistens nur gegrunzt oder geschrien. Dadurch generiert sich die Handlung allein aus den Bildern heraus, aus der Mimik und Gestik der Figuren. Das funktioniert oftmals überraschend gut, gerät aber mit fortschreitender Laufzeit immer anstrengender und schließlich nerviger. Ebenso erstaunlich ist auch, dass das Gesehene niemals ins Lächerliche, oftmals aber ins Skurrile abdriftet.
Es ist eigentlich ganz cool, da sich ja doch die Handlung und auch eine gewisse Dynamik und Spannung ergibt, auch liegt dem ganzen ja ein wichtiger, archaischer Evolutionsprozess zugrunde, das Aufeinandertreffen von Homo sapiens und Homo neandertalensis, die Nutzbarmachung von Feuer, sowie essenzielle zwischenmenschliche Interaktionen und Gefühle. Vielleicht ist der Anspruch dann am Ende aber doch zu hoch, immerhin weiß man letztlich ja auch gar nicht, wie realistisch die ganze Angelegenheit dann doch dargestellt ist. Aber vielleicht geht es auch gar nicht darum, der Film ist ja keine wissenschaftliche Dokumentation.
Mich konnte der Film nicht wirklich erreichen, ich fand es sehr anstrengend und nervig, der Action zu folgen, da man sich vieles ja wie gesagt immer wieder selbst erschließen muss oder an der Mimik der Figuren abzulesen versucht. Dennoch hat der Film seinerzeit einiges an Aufsehen erregt und hat offenbar auch heute noch seine Fans. Ich zähle mich nicht dazu.