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Thomas Z.
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3,0
Veröffentlicht am 26. November 2025
"Stark" oder "The Dark Half", so der Originaltitel, von Kult-Zombie-Regisseur George A. Romero ist keine schlechte Verfilmung eines King-Bestsellers, aber auch nicht wirklich überzeugend im Gesamteindruck. Pluspunkt dürfte die Performance von Timothy Hutton in einer Doppelrolle sein. Auch der Score trägt viel zur atmosphärischen Ausstrahlung bei, dramaturgisch bleibt die relativ "brave" Inszenierung von Romero allerdings weit dahinter zurück. In Unkenntnis der Romanvorlage, habe ich allerdings Lust bekommen, das Buch zu lesen. Nicht zum ersten mal steht ein Schriftsteller im Mittelpunkt der Erzählung, die wohl metaphorisch mit stark autobiografischen Zügen zu verstehen ist. Zusammenfassend solide Unterhaltung!
Wenn es auch im Film viele Tote gibt, auf ausgefeilte und detaillierte Mordszenen wird Gottseidank verzichtet. Der Film erzählt seine Geschichte ruhig und langsam, ohne dass er langweilig wird. Sobald jedoch George Stark wieder auftaucht, werden alle Register der Spannung gezogen. Timothy Hutton brilliert in einer Doppelrolle: zum einen als trotteliger und liebenswerter Thad, zum andern als finsterer, brutaler und ultracooler George Stark. Daraus resultiert ein durchaus niveauvoller, spannender und nicht mal völlig humorloser Horrorfilm mit knüppelhartem Schluß. Übrigens: der hier von Michael Rooker verkörperte Sherrif Alan Pangborn taucht auch in anderen Stephen-King-Geschichten auf, z.B. in „Needfull Things – In einer kleinen Stadt“, dort gespielt von Ed Harris. Fazit: Angenehm ruhiger, aber hochspannender und klasse gespielter Horrortrip mit Humor!