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Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 17. März 2010
Ich muss sagen, dass das einfach nur ein Klassiker ist. Durch die tolle Musik wird der Film einfach nur grusslig. Zudem wird die Spannung ganz gut aufrecht gehalten.
Dazu muss man sagen das für Splatter-Fans der Film natürlich nichts ist. Aber für mich ist nicht Horro=1000 Leichen.Sondern muss mich fesseln.
Ein großartiger Psycho-Horror (der nicht durch Ekel provoziert und mitreisst sondern durch viel subtilere Mittel)
Dieser Film überzeugt unter anderem durch die großartige Besetzung!
Jack Nicholson definiert den Wahnsinn neu , man nimmt ihm diese Entwicklung zum Psychodaddy voll und ganz ab... schade das hier (im Gegensatz zum Buch) seine Trinkervergangenheit und die daraus resultierenden Familienprobleme ( Jack bricht seinem Sohn den Arm) nicht deutlich werden . sowas würde diese brüchige Beziehung zwischen ihm und seiner Frau erklären (die ihn nach den WürgemalenSOFORT verdächtigt!)
Auch so finde ich das der Charakter von Jack sehr ordinär wirkt , was sich meiner Meinung nach nicht mit der Autorenseite des Charakters deckt.
Shelley Duvall ist die PERFEKTE Besetzung! , jeder Zuschauer kann nachvollziehen das Wendy Jack irgendwie auf die Nerven fällt (was auch auf schwindende-Wir-bleiben-wegen-Danny-zusammen-Liebe hinweisen könnte, was ja auch durch Liason zu der mal-scharf-mal-ekelhaft-alt&verfaulende Frau aus 237 unterstüzt wird )
so wie sie schreit und rennt scheint nicht nur sie einem Nervenzusammenbruch nah , Nein auch der Zuschauer wird von ihr stark genervt. Ich finde das großartig. Es ist viel besser als so eine geile vollbusige Schlampe die brüllt und schreit wie am Spieß und deren Kleid sich irgendwo verfängt und aufreisst.
Nein die Wendy hier scheint echt , sie wirkt hilflos und ihrem Jacky total unterwürfig , nur wenn es um ihren sohn geht wird sie mutig und bietet jack die stirn .
Danny ist großartig dargestellt!
mit kindern zu drehen ist nicht so einfach und wenn man hört das Kubrick so ein Perfektionist ist, ist es noch interessanter zu hören!
Der junge der 'Danny darstellte wusste nicht mal wo er mitwirkte. Er wusste nichts von dem Horrorfilm , ein weiteres Prädikat für Kubrick!
er schaffte es den Jungen zu solchen Höchstleistungen zu animieren (Ich will bemerken das Kinder nur 3 h am stück arbeiten dürfen und das bei einem Kubrick perfektionismus der Shelley Duvall zu einem Nervenzusammenbruch geführt haben soll)
Der Aufbau des films ist ebenfalls gut gemacht , eine kontinuierliche spannung ist vorhanden (Ich versteh nicht wie man diesen film als langweilig empfinden kann... aber das rührt wahrscheinlich eher von solchen aufeinander folgenden Ekel-ausreizenden , jedoch langweiligen Filmen wie SAW oder Hostel )
Die Musik ist zwar intensiv aber nicht zu aufdringlich, die Kamerafahrten sind spitze (Steadycampremiere!!!!) eigentlich sind alle optischen Mittel toll eingesetzt ,auch solche Kleinigkeiten wie indianischer Wandschmuck im hotel oder die Veränderung der Kleidung von Wendy (erst immer in Nationalfarben dann im Hotel Ethno-Look = oder fast indianisch')
toll ist auch das man im Film Jack nie draußen sieht... das Hotel scheint ihn "gefressen" zu haben , oder zumindest voll zu vereinnahmen.
Allerdings fehlt mir im Film (im Gegensatz zum Buch ) die Geschichte des Hotels , die hilft das böse zu erklären .Das wurde leider in der europäischen Fassung rausgekürzt.
Ich finde den Film nicht schlechter als das Buch und empfinde die Interpretation von Kubrick sehr passend obwohl sie von mir aus noch länger hätte dauern können (wobei ich nicht sicher bin ob die Spannung dieselbe geblieben wäre)