Shining
Durchschnitts-Wertung
4,5
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Daniel B
Daniel B

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5,0
Veröffentlicht am 23. September 2026
Vermutlich einer meiner Lieblingsfilme (?), jedenfalls einer der suspense-reichsten „Horror“filme schlechthin. Erstaunlich, wie abgesehen vom 70er-Jahre-Interieur alles stilistisch immer noch modern, oder besser zeitlos wirkt. Die schauspielerischen Leistungen suchen ohnehin ihresgleichen, auch und gerade Shelley Duvall. Der Film schafft es durch seine oberflächlich betrachtet simple Handlung, die Urängste ohne großes Spektakel auslöst und die labyrinthische Inszenierung eine enorme Sogwirkung zu erzeugen. Die Bildsprache ist dementsprechend fast schon meditativ gehalten, auf Jumpscare-Paraden wird glücklicherweise verzichtet. Unwohlsein wird hier überwiegend über den elektronischen Soundtrack erzeugt, der das Geschehen mit eiskalten und schrillen Klängen unterbaut. Stanley Kubrick holt mich nie auf der Gefühlsebene ab, beeindruckt mich dafür aber umso mehr auf allen anderen. Hier hat er sich einmalig einem meiner Lieblingsgenres gewidmet und direkt einen der Meilensteine hingelegt.
No Use For A Name
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14 Follower 1.704 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 23. August 2026
Seinerzeit nicht besonders erfolgreich, wird „Shining“ heute als Kultklassiker bezeichnet. Das ist zum Einen durchaus berechtigt, da Stanley Kubrick durch seine einigartige Inszenierung von Räumen, Farben und Situationen durchaus bahnbrechende Akzente gesetzt hat, nicht zufällig wird der Film seitdem immer wieder in den unterschiedlichsten Filmen zitiert. Gerade neulich hatte ich „Passengers“ gesehen und die Szene in der Bar mit Chris Pratt und Michael Sheen ist eine ebenso deutliche wie geniale Hommage. Außerdem ist das Sounddesign mit diesen immer wieder surrealen, kreischenden Violinen und dem tiefen Brummen, absolut genial eingesetzt und verstörend. Der Score ist meisterhaft und trägt einen Großteil zur verstörenden Wirkung des Films bei!

Wie auch immer, über die positiven Aspekte (vor allem der formalen Inszenierung) müssen wir nicht sprechen, es gibt aber durchaus auch Punkte, die „Shining“ eben auch nicht ganz zu einem Meisterwerk machen.

Da ist zum Beispiel Danny Lloyd, der den Sohn der Torrance-Familie spielt. Seine Hauptbeschäftigung besteht eigentlich darin, wie ein verschrecktes Reh in die Kamera zu schauen, oder sich wie ein Roboter durch die Szenerie zu bewegen. Man könnte jetzt sagen, das ist beabsichtigt, um zu zeigen, dass Danny ein zutiefst traumatisierter, verstörter Junge ist, oder die andere (wahrscheinlichere) Möglichkeit ist, dass Danny Lloyd schlichtweg kein guter Kinderschauspieler ist und nicht in der Lage war, seiner Figur etwas Emotionales mitzugeben. Selbst in den vermeintlich sorglosen Momenten mit seiner Mutter zu Beginn des Films agiert er gefühlskalt, emotionsstarr und unbeteiligt.

Dass der Junge mit seinem eigenen Finger in tiefer Tonlage spricht, findet außer mir vielleicht auch niemand alarmierend, der Junge muss zum Psychiater! Naja gut, das wird durch das „Shining“ erklärt, geschenkt. Auch die ganzen anderen zahlreichen Logiklöcher ergeben sich zum Teil aus der Buchvorlage, zum Teil auch aus der notwendigen Dramaturgie (weil’s halt so im Drehbuch steht…). Warum rentiert sich das für die Eigentümer des Hotels, so ein riesiges Hotel komplett (!) zu beheizen, wenn nur drei Menschen darin wohnen? Was soll Jack denn da instandhalten? Wie sehen immer nur Wendy bei der Arbeit, ihn niemals. Welche Familie bei Verstand würde ein 5-jähriges Kind für 6 Monate von aus seiner gewohnten Umgebung mit seinen Freunden usw. rausreißen? Wie soll sich der Junge denn da den ganzen Tag beschäftigen? Wollen die Torrances ernsthaft ein halbes Jahr von Konserven leben? Es gibt zwar tiefgefrorenes Fleisch, aber kein frisches Gemüse, kein frisches Obst, usw. Gibt’s dann jeden Tag Ravioli aus der Dose? Warum ballert Jack mit der Axt gegen die Tür, anstatt sie einfach einzutreten? Usw. usw.

Zum Schluss müssen wir aber auch nochmal über Stanley Kubrick als Regisseur und Shelley Duvall und deren Beziehung beim Dreh sprechen. Wir wissen inzwischen, dass ihr eindringliches und hochemotionales Schauspiel, stets am Rande des Nervenzusammenbruchs, nicht allein aus ihrer Schauspielausbildung daherkommt, sondern Folge einer systematischen Erniedrigung durch Kubrick war. Er hat sie immer wieder an ihre Grenzen und darüber hinaus getrieben, er wollte „echte Panik“ sehen. Immer wieder ließ er sie Szenen wiederholen, teilweise über 100-mal (die Szene mit dem Baseballschläger steht sogar im Guinness-Buch der Rekorde!). Zusätzlich wies er die Crew an, nicht nett zu ihr zu sein und kein Mitleid zu zeigen, sie sollte sich am Set genauso isoliert und einsam fühlen wie ihre Wendy im Film. Mittlerweile sind diese Dinge längst bekannt und hinlänglich dokumentiert, nur spricht kaum noch jemand davon. Es handelt sich um einen gravierenden Fall von Machtmissbrauch am Set. Shelley Duvall hat später berichtet, dass sie mehrmals am Set weinend zusammengebrochen sei, sich oft übergeben musste und so viel geweint hatte, bis sie keine Tränen mehr gehabt habe. Und noch Monate nach dem Dreh hatte sie Weinkrämpfe und Schreiattacken. Falls ihr also nächstes mal ihr eindringliches, emotionales Schauspiel bewundert, denkt an diese Geschichte.

Zwei kurze Randnotizen noch zum Schluss: Stanley Kubrick war bekanntermaßen streng kontrollierend, was die Synchronfassungen seiner Filme anging. Und so war es hier sein ganz ausdrücklicher Wunsch, dass Jack Nicholson in der deutschen Fassung nicht von seinem Stammsprecher Joachim Kerzel gesprochen wird, sondern stattdessen von Jörg Pleva, der den Wahnsinn seiner Meinung nach stimmlich besser rüberbringen würde. Mich hat die „falsche“ Stimme ziemlich irritiert, naja, vielleicht genauso ein Kuriosum wie die Szene von Wendy am Funkgerät, als sie und der Deputy jeden ihrer Sätze in der deutschen Synchronisation mit „Ende“ beenden, anstatt mit dem international üblichen „Over“. Ja, mir fällt sowas auf…

FAZIT: „Shining“ ist längst als Klassiker in die Filmgeschichte eingegangen, sein Stellenwert aus filmhistorischer Sicht ist unbestritten. Dennoch hat er auch einige Schwächen, die ihn davor bewahren, ein echtes Meisterwerk zu sein. Der Blick auf die Entstehungsgeschichte und der Umgang mit Shelley Duvall wirft indes einen mehr als finsteren Schatten auf den Film und könnte auch Einfluss auf die Wertung haben. Zumindest hat es meinen Blick auf die Person Stanley Kubrick zurechtgerückt.
Das_Horn
Das_Horn

42 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 9. Januar 2026
-positiv:
-Gute schauspielerische Leistung (besonders von Jack Nicholson und Shelly Duvall)
-gutes Tempo
-Horrorklassiker
-Atmosphäre

-negativ:
-Ende etwas enttäuschend /unterwältigend
Casey 08
Casey 08

14 Follower 1.188 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 8. November 2024
Ein super verstörender Film. Aber ein sehr guter Film. Er hat eine gruselige Atmosphäre, er ist super spannend, die Kamerafahrten sind super und Jack Nicholson ist einfach absolut genial. Die Story ist ok und das Ende ( spoiler: der Tod von Jack Nicholson
) ist schon ziemlich lächerlich. Aber er hat einfach total Ikonische Szenen die jeder kennt.Halt das Wort Redrum und Here´s Johnny. Alles in allem ist er besser als der Nachfolger und ein nie wegzudenkender Kultfilm.

Insgesamt ist es ein sehr guter Film mit einer gruseligen Atmosphäre, spannung und einen genialen Jack Nicholson.
Josi1957
Josi1957

172 Follower 828 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 20. April 2022
Die Dreiradfahrten des Buben, der irre grinsende Nicholson mit der Hacke oder der Moment, als Shelley Duvall erkennt, was ihr Ehemann in Wahrheit die ganze Zeit zu Papier gebracht hat: Kubricks einziger Ausflug ins Horrorgenre hat einige Filmszenen für die Ewigkeit zu bieten.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 1. November 2021
Ich habe mir diesen Film nach Empfehlung meiner Mutter mit Freunden angesehen. Sie fand den Film sehr gut, weshalb ich auch seh hohe Erwartungen hatte. Jedoch wurden meine Erwartungen von diesem Film nicht ganz erfüllt. An sich hat mir die Idee sehr gut gefallen, jedoch war die Umsetzung meiner Meinung nach relativ schwach. Die Idee des Shinings war sehr interessant, jedoch wurde sie im Film nicht gut umgesetzt, weil diese Fähigkeit nicht gut erklärt oder in den Film integriert wurde. Die Handlung und die Geschichte hinter der Handlung wurde nicht wirklich gut erklärt und am Ende gab es zu viele offene Fragen, die nie beantwortet wurden. Der Film fühlte sich ebenso sehr inhaltslos an. Der Anfang des Films war langweilig und der Höhepunkt baute sich viel zu langsam auf.
An sich hat mir das Konzept sehr gefallen, jedoch haben mir Erklärungen, Zusammenhänge und ein umfangreicher Inhalt. Diese inhaltslosen Szenen hätten für Erklärungen der Handlung und einem guten Spannungsaufbau genutzt werden sollen.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 29. September 2021
Was soll ich nur schreiben. Dieser Film ist ein Klassiker, gut gealtert und meiner Meinung nach einer der besten Psychohorrorfilme die es gibt. Ich weiß selbst das Stephen King nicht begeistert von dem Film ist, aber das ist er von vielen seiner Buchverfilmungen nicht. Hier gibt es aber immer noch etwas zu entdecken und immer wieder etwas neues so kann man sich den Film immer wieder anschauen. Die wenigen Effekte die es gibt sind deutlich mehr mit Make Up und Kunstblut gelöst und brauchen keine Überholung. Das ist denke ich auch einer der Gründe, warum dieser Film nicht neu aufgelegt wird. Jack Nicholson ist perfekt in der Rolle des Jack Torrance. Und es gibt immer noch einige Theorien wie der Film das ein oder andere Geheimnis offen lässt. Der Bär im Zimmer ist eine der Geheimnisse die ich bis jetzt nicht verstanden habe. Zudem er im Buch ein Hundekostüm an hat. Allerdings soll diese kleine Szene, versteckt mit ein paar anderen Hinweisen, auf den Missbrauch von Danny durch seinen Vater hinweisen. Schlussendlich hat dieser Film die Popkultur geprägt und in Filmen wie Ready Player One kriegt das Hotel sogar einen Gastauftritt. Das hat mich sehr gefreut zu sehen. Und jeder der den Film kennt erinnert sich an das Blutbad im Foyer, das redruM an der Tür oder an das „Hier ist Jacky“! Findet ihr also Psychohorror Klasse und steht auf alte Streifen und habt ihr den Film noch nicht gesehen, solltet ihr das dringend nachholen. Den es könnte passieren das dieser alte Streifen einer eurer Lieblingsfilme werden könnte, so wie er einer von mir ist.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 16. Dezember 2020
Stephen King mochte diese Verfilmung angeblich nicht, die meisten Horrorfans hingegen lieben sie. Trotz oder gerade weil Meisterregisseur Stanley Kubrick sich nur vage nach der Vorlage richtete und mit seinen typisch langen Kamerafahrten und der superben Musik seines Lieblingskomponisten György Ligeti etwas nahezu Eigenständiges mit eigner unverkennbarer Handschrift schuf, ist SHINING sämtlichen anderen King Adaptionen weit überlegen, weil er eben als unheimlicher Horrorthriller exzellent funktioniert. Und selbst wenn Jack Nicholson schon von Beginn an einen an der Klatsche zu haben scheint, so ist er trotzdem unser liebster Axt schwingender Wahnsinniger, denn niemand steckt so schön diabolisch grinsend seinen Visage durch die gerade zerhackte Holztür. Auch das Finale im verschneiten Heckenlabyrinth (gab es im Buch nicht!) ist in jeder Hinsicht einmalig und sorgt für Gänsehaut.
PaRaDoX _08
PaRaDoX _08

9 Follower 54 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 29. Juni 2020
Ich liebe diesen Film einfach und die Story auch. Auch die neue Version mit Bonusmaterial finde ich sehr gut,
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2020
Es gibt von Shining eine Fassung, die viel besser ist - und der Meinung ist selbst der Autor der Romanvorlage, und das will was heissen.

Die Kubrick-Version ist einfach nur unterirdisch.
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