Die erste halbe bis Dreiviertelstunde habe ich gedacht: "Was hast du dir hier nur angetan?" Für einen Thriller war diese Zeitspanne extrem langweilig und es gab auch den ein oder anderen Moment, der vollkommen unwichtig war und der aus dem Film auch hätte rausgelassen werden können. Aber danach! Ich konnte nicht mehr Augen oder Ohren wegdrehen, habe nicht mal mehr die Fliegen verscheucht, die mich zuerst sehr genervt haben. Ich habe auch nicht mehr zu meiner Pizze gegriffen, die Spannung hätte nicht packender sein können. Wäre der ganze Film so gewesen wie die letzten 60 Minuten hätte er ohne Zweifel 10 Sterne bekommen, aber leider gab es zwei Punkte, die Abzüge gaben: Zum einen die äußerst langsam ins Rollen kommende Story und zum anderen das Ende. Es ist eines der schrecklichsten Filmenden, die ich je gesehen habe. Es war nicht traurig, was alles entschuldigt hätte, es war zu abrupt und überrascht den Zuschauer, so dass im ersten Moment garkeine Emotionen zustande kommen. Außerdem wirkt alles am Ende konfus, man kann sich nicht sicher sein, was mit dem Jungen nun endgültig passiert ist.
Trotz der Mängel war die gute Zeit des Films genau das, wofür man Filme guckt. Um gefesselt zu werden, in eine andere Welt gezogen zu werden, um die Zeit zu genießen. Und das wurde für etwa eine Stunde geschafft.