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Svenni Capybara
1 Kritiken
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4,5
Veröffentlicht am 9. Januar 2026
Léon - Der Profi
Gangster-Drama von Luc Besson 1994 127 min. FSK 16
Léon, ein wortkarger Auftragskiller, der ein streng ritualisiertes, einsames Leben führt, beobachtet den brutalen Mord seiner Nachbarfamilie. Die zwölfjährige Mathilda, einzige Überlebende des Anschlags, findet bei Léon Zuflucht. Es beginnt eine außergewöhnliche Beziehung, die moralische Grenzen zwischen Mathildas Rachegelüsten und dem Hinterfragen von Léons bisherigem Lebensstil, verschwimmen lässt.
Auftragskiller-Thriller gibt es mittlerweile wie Sand im Meer. Dass Luc Bessons "Léon - Der Profi" bis heute hervorsticht, ist jedoch kein Zufall. Im Vordergrund stehen Atmosphäre und die besonderen Figuren wie Léon (Jean Reno), nach außen hin eiskalt, jedoch innerlich naiv, fast kindlich, Mathilda (Natalie Portman), welche die emotionale Komponente des Films durch eine außergewöhnlich vielschichtige Performance trägt und natürlich der DEA-Agent (Gary Oldman) als absoluter Antagonist.
Der 90er-Jahre-Stil, verstärkt durch melancholische Lichtstimmung und Soundtrack, unterstreicht die tragische Note eines Films, der nie seine emotionale Ehrlichkeit verliert - trotz einiger Kontroversen.
Luc Besson hat hier ein Meisterwerk auf die Leinwand gehämmert, der wirklich seines gleichen sucht! Der Film bietet durchweg super gute Facetten und eine außergewöhnliche Besetzung! Zwei Schauspieler in den Hauptrollen, die schon damals zeigten, was in ihnen steckt und welches Potential sie noch entwickeln sollten! Ein absolutes Muss!!! Filmgenuss pur!
„Léon – Der Profi/Léon“ (1994, FSK: 16) ist ein französisches Drama und ein Thriller von Luc Besson mit einer Länge von 106 Minuten. Das Schauspiel insgesamt beginnt angenehm ruhig und steigert sich dann aus der verschlafenen Alltagssituation heraus zu einem Dramatischen. Jean Reno (Léon) und Gary Oldman (Norman Stansfield) stehen sich hier gegenüber und spielen als Gut und Böse perfekt. Natalie Portman (Mathilda) und Reno haben ein seltsames, aber nicht uninteressantes Verhältnis. Ein kleines Highlight bildet Danny Aiello (Tony). Die Handlung entwickelt sich gut und besitzt gute Kausalzusammenhänge. Der Film schafft es manchmal tatsächlich so authentisch lustig zu sein als beinahe kein anderer. Der Film ist absolut originell und unvergleichbar. Er zeigt, wie sich Verhältnisse miss entwickeln können, wenn man eine schwere Kindheit hatte, und behandelt dieses Thema gut. Die Kameraarbeit ist gut, ist aber manchmal nicht ganz so wertig. Die Dialoge sind großartig. Im ganzen Film wird relativ wenig Musik eingesetzt, was an manchen Stellen sicherlich sinnvoll ist, und die Spannung steigert, jedoch ab und zu auch eine schläfrige Stimmung indiziert. Die Gesamtqualität ist noch hoch. Letztendlich ist der Film wirklich super. (8.75/10) → 8.5 /10
Ein knallharter Thriller, der in seiner Darstellung aus dem Gangstermilieu durchaus mit Scorsese oder de Palma mithalten kann, aber noch zwei zusätzliche Facetten enthält: Herz und Humor. Beides kommt nicht nur von den hervorragenden Darstellern Leon (Jean Reno) und Mathilda (Nathalie Portman), sondern resultiert aus dem Gegensatz der beiden: ein Profikiller und eine zwölfjährige Göre. Ihr hat das Leben böse mitgespielt. (‘Ist das Leben immer so hart oder nur wenn man Kind ist?‘) Sie lehrt ihn Lesen, er bringt ihr das Schießen bei und was man so als Auftragskiller wissen muss wie z.B. den ‘Ringtrick‘ mit der Handgranate. Neben der finalen Ballerei gibt es mehrere darstellerische Highlights, wie Leons Lebensbeichte für die kleine Mathilda, der korrupte Drogenagent Stansfield (toll Gary Oldman) mit ihr auf der Toilette - da ist die Kamera ganz nah dabei - oder Mathildas Versuch mittels Russischen Roulettes Leon ihre Liebe zu beweisen. – hier leistet der Editor ganze Arbeit. Lustige Szenen wechseln sich mit ernsten ab und halten die Spannung hoch. Das Ratespiel mit dargestellten Personen wie Madonna, Marilyn oder Charly Chaplin ist richtig nett ebenso wie Leons Erziehungsversuche, ihr das Fluchen oder Rauchen abzugewöhnen. Besonders wenn menschliche Nähe und Wärme auf die Leinwand transportiert werden, bilden sie einen ungewöhnlichen Gegensatz zum kalten Gangstermilieu. Leon lehnt Mathildas Annäherungsversuche ab und ist dabei herrlich unbeholfen. Und für Happy End Fetischisten geht es auch recht vernünftig aus: Leon demonstriert Stansfield den Ringtrick und Mathilda spricht bei der Rektorin ihrer alten Schule vor. Spannend, witzig und mit viel Gefühl. Kurz saugut! Kult halt inzwischen.
Der Film ist relativ unbestritten ein absoluter Klassiker und ich find ihn einfach von vorne bis hinten geil. Sau spannend, extrem emotional und sehr Wendungsreich. Außerdem eins der besten schauspielduos aller Zeiten.
Für ne 5 Sterne Bewertung wundert mich aber die überraschend sinnlose filmstarts-Kritik, die mehr einer Inhaltsangabe gleicht. Musste wohl der Praktikant Freitag Mittag um 12:30 schreiben vor Feierabend
Leider hat dieser Film durchweg kinderpornographische Anteile. Matilda trägt aufreizende Kleidung, es gibt Filmszenen mit Blick unter ihren Rock. Die Dialoge sind sexualisiert. Mir fehlen weitere Worte.