Das Fenster zum Hof
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Thomas Z.
Thomas Z.

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2,0
Veröffentlicht am 28. Mai 2018
Unsäglich zäher Klassiker, dessen Belanglosigkeiten mich zu keinem Zeitpunkt interessieren, geschweige denn fesseln konnten.
Cursha
Cursha

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5,0
Veröffentlicht am 15. Juni 2017
"Das Fenster zum Hof" ist mein persönlicher Lieblingsfilm von Hitchcock, was zum großen Teil wohl an der wahnsinnigen Atmosphäre liegt und der Spannung, die der Film über seine gesamte Laufzeit aufbaut. James Stewart und Grace Kelly harmonieren super zusammen und es ist das ewige unwissen ob er es den nun war oder nicht, die dieses Kammerspiel super spannend machen. Zudem zeigt der Film auch auf, wie sehr man doch in unserer Gesellschaft auf den anderen achtet und wie blind wir doch durchs Leben gehen.
FILMGENUSS
FILMGENUSS

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4,5
Veröffentlicht am 22. April 2022
DIE WIEGE DER SUSPENSE
von Michael Grünwald / filmgenuss.com

Alfred Hitchcock wäre stockbesoffen, würde er jedes Mal, wenn ein Film wieder mal Anleihen an seinen Klassiker nimmt, ein Schnapsglas leeren. Wie würde die Welt des Kinos aussehen, hätte es Das Fenster zum Hof, oder, im Original: Rear Window, nie gegeben? Deutlich ärmer, würde ich meinen. Zumindest ein Genre müsste sich mühsam dazu aufraffen, das Spannungsrad neu zu erfinden, während in diesem Universum der feiste Onkel mit dem Doppelkinn und dem Hang zum Cameo-Auftritt seinen Regie-Erben bereits jede Menge Perlen vor die Füße geworfen hat. Die Filmwelt dankt und ereifert sich dabei bis heute, psychisch labile oder viel zu neugierige Normalbürgerinnen und -bürger aus regennassen Fenstern blicken und Dinge beobachten zu lassen, die sie nicht sehen dürften. Denn zu viel Neugier verträgt sich nicht mit der Gesundheit, und wer überdies zu lange in den Abgrund stiert…. alles klar.

Dabei ist dieser James Stewart, der am Fenster sitzt und den ihm zu Füßen liegenden Hof als seine dauerlaufende Flimmerkiste betrachten mag, in keiner Weise psychisch labil. Der Hollywood-Gutmensch ist sogar ziemlich aufgeräumt und selbstbewusst, obwohl er im Rollstuhl sitzt und den ganzen Tag lang nicht viel anderes tun kann als durch das Objektiv seiner Kamera zu blicken und auf den Besuch seiner Geliebten Grace Kelly zu warten. Jawoll – Grace Kelly wirkt hier mit, die leider viel zu früh verstorbene und auch viel zu früh von den Leinwänden verschwundene Schönheit, von der Hitchcock sowieso allnächtlich geträumt haben muss. Das war so ein Faible mit diesen seinen „Blondinen“, über die der König der Suspense nur allzu gerne seinen Zepter erhoben hat.

Auf diese „Blondinen“ war aber Verlass. Egal ob Die Vögel, Vertigo oder Bei Anruf Mord: stets waren sie das ringende Zentrum oder ergiebiger Nebenpart, der den mitunter bedrohlichen Geschichten ausreichend Glamour verliehen hat. In Das Fenster zum Hof sind aber weder Grace Kelly noch James Stewart die Motivatoren einer beängstigenden Story, sondern die vielen kleinen Kniffe eines Professionisten, der weiß, auf welche Art und Weise sich das Kino im Kopf des Zusehers fortsetzen kann.

Die Präsentation des Offensichtlichen ist zumindest gegenwärtig und bei Produktionen, die im Box Office brillieren müssen, gang und gäbe. Das Publikum bekommt kredenzt, ohne sich weiter anstrengen zu müssen. Bei Suspense ist das anders: da gibt es kleine Pusher, visuelle Spitzen, raffinierte Reduktion. Der Zuseher ist voll dabei – weiß nur so viel wie James Stewart, rätselt herum – und fühlt ein dem kalten Schauer verwandtes Unbehagen, wenn in der dunklen Wohnung gegenüber ganz plötzlich ein knisternder, feuerroter Punkt erglüht. Das Anzünden einer Zigarette in der absoluten Finsternis, von welcher man ausgegangen ist, niemanden darin zu vermuten, feiert einen ganzen Film und seine Perfektion. Der einzige Blick nach draußen ist natürlich jener in den Hof und auf das Treiben der Parteien gegenüber, deren Leben bis ins kleinste Detail arrangiert sind – aber auch ein schmaler Streifen belebte Avenue, auf welcher sich abspielt, was Hitchcock will, das gesehen wird, in sekundenlangen Fluktuationen nur, aber maßgeblich für die Handlung. Wenn dann, gegen Ende, bedrohliche Schritte durchs Stiegenhaus schlurfen, würde James Stewart – und wir mit ihm – viel lieber aus dem Fenster springen, als sich einer diffusen Bedrohung auszusetzen, die sich sekündlich zuspitzt, und nur allein aufgrund eines akkuraten Sound-Designs stärker wirkt als all die CGI-Effekte eines ganzen Blockbusters.

Wer Das Fenster zum Hof noch nicht gesehen hat – unbedingt nachholen! In diesem Meisterwerk liegen all die lehrreichen Essenzen für einen vollkommenen Film.
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Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

11 Follower 357 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 12. September 2025
Innovativer Thriller, der das Genre revolutionierte!

„Das Fenster zum Hof“ (im Original „Rear Window“) von 1954 gilt als einer von Alfred Hitchcocks besten Filmen. Seine Adaption der Kurzgeschichte („It Had to Be Murder“) von Cornell Woolrich, die 12 Jahre vorher erschien, gilt als ein Paradebeispiel des Thriller-Genres. Das Werk revolutionierte die Filmlandschaft und gilt heute als Klassiker. 2007 sah ich den unterhaltsamen Film „Disturbia“, welcher eine moderne Neuerzählung dieser Geschichte ist und seitdem wollte ich unbedingt das Original sehen. Jetzt habe ich es endlich geschafft und bin wirklich positiv überrascht!

Fotograf und Journalist Jeff liegt mit einem eingegipsten Bein in seiner Wohnung. Seine einzige Ablenkung sind die Nachbarn im Hinterhof. Jeffs Freunde halten ihn für einen simplen Spanner, bis er eines Tages etwas Merkwürdiges in der gegenüberliegenden Wohnung mit ansieht…

Der Film wurde auch schon 1998 neu verfilmt: Diesmal als TV-Film mit Christopher Reeves, der zu der Zeit durch seinen Unfall leider selbst an den Rollstuhl gefesselt war. Nun aber zum Original von 1954.

Hitchcock war ein Meister des Films, das wissen wir alle. Aber was genau machte ihn so besonders? Nun, im Falle von „Das Fenster zum Hof“ ist es das Setting und die Idee. Der ganze Film spielt praktisch nur in Jeffs Wohnung, wir sehen das, was er sieht. Dabei gibt es nahezu keine wirkliche Filmmusik, sondern wir hören nur das, was auch Jeff und seine Mitmenschen hören. Dadurch erhält dieser Film, der schon über 70 Jahre alt ist, einen überraschenden Realismus, den man aus dieser Zeit nicht gewohnt war. Auch die vielen ruhigen und stillen Momente sind etwas Besonderes, denn sie erzählen trotzdem unfassbar viel. Hitchcock konnte auch das großartig und das zeigt er hier auf beeindruckende Weise. Oftmals hören wir keine Dialoge der Nachbarn, sehen aber, dass sie mit irgendjemandem reden. Und auch ohne Text kriegen wir alles mit.

„Das Fenster zum Hof“ spielte zudem mit Themen wie Voyeurismus, die bis dato alles andere als gängig waren in Hollywood. Doch Hitchcock brachte diese brisanten Themen immer wieder in seine Filme und provozierte damit die damals extrem konservative Filmlandschaft ein ums andere Mal.

Der Film ist wirklich spannend erzählt, was nicht zuletzt an tollen Dialogen (Drehbuch John Michael Hayes) und sehr tollen Darsteller*innen liegt. Doch das Werk ist oftmals auch sehr unterhaltsam, ja sogar lustig inszeniert. Und auch ohne Blut und offensichtliche Gewalt, impliziert der Film düstere Szenarien in unseren Köpfen. Hitchcock spielt immer wieder mit den imaginären Bildern in unseren Köpfen, denn da spielen sich die grausamsten Szenen ab.

James Stewart als Protagonist Jeff spielt sehr sympathisch und auch Grace Kelly ist wundervoll. Sehr toll und modern übrigens, dass in der Geschichte die Frauen oftmals die gefährlichen und actionreichen Handlungen übernehmen, da Jeff ja an seinen Rollstuhl gefesselt ist.
Besonders eindrucksvoll ist aber vor allem das Set, in dem der gesamte Film spielt. Man ließ einen großen Hinterhof bauen, den wir als Zuschauer nie verlassen. Mehrere Wohnungen wurden gebaut, einige davon sogar richtig möbliert. Hitchcock arbeitet auch mit künstlichem Licht, um der Geschichte eine eher künstlerische und leicht überzogene Note zu geben, was ich persönlich wundervoll finde. Die Kameraarbeit ist ebenfalls sehr stark. Kameramann Robert Burks arbeitete hiernach viel mit Hitchcock zusammen und erhielt später sogar für „Über den Dächern von Nizza“ einen Oscar, während er hier „nur“ eine Nominierung erhielt.

Am Ende gibt es nur ein paar Dinge, die mich nicht ganz so überzeugt haben. So gibt es gerade am Ende mehrere aussichtslose Momente, in denen Figuren mit viel Glück gerettet werden, was dem Film etwas Glaubwürdigkeit nimmt. Da finde ich sogar, dass das „Remake“ „Disturbia“ von 2007 einige dieser Klischees ganz gut abgeändert hat.

Der Film wurde übrigens 1984 nochmals nach synchronisiert, da die Original-Tonspur als verschollen gilt. Sehr schade, denn Stewarts Sprecher (Siegmar Schneider) klingt in der neuen Fassung etwas zu alt, was er sicherlich auch war...

Fazit: Nichtsdestotrotz ist „Das Fenster zum Hof“ ein sehr unterhaltsamer und bahnbrechender Thriller von Hitchcock, der hiernach einige seiner größten Filme drehte. Ein spannender und sehr kreativer Genre-Film, der auch heute noch extrem unterhält.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 30. Dezember 2010
Ein ebenso spannender wie hintergründiger Suspense-Thriller, der mit seiner ironischen Note und der erstklassigen Besetzung gefällt. Auch wenn ''Das Fenster zum Hof'' nicht so stilistisch ausgefeilt und athmosphärisch wie Hitchcocks Primus ''Psycho''ist, sollte dieser intelligente Film als eines seiner besten Werke gelten.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
"Rear Window" gehört für mich zu den besten Hitchcock's, neben Cocktail für eine Leiche und Der unsichtbare Dritte, und zu meinen ewigen Favouriten.

Wie auch bei Cocktail für eine Leiche ("The Rope") spielt der Film ständig nur an einem Schauplatz. Kamera, Bild und Musik setzen dies schlichtweg genial in Szene. Einfach faszinierend.

Brilliant gespielt von James Stewart und Grace Kelly. Wie bei den meisten Klassikern sind die Rollen perfekt synchronisiert und die Dialoge grandios.



Genau das zeichnet einen Film aus, ihn auch öfters wieder gerne anzusehen.



Dieser FIlm ist spannend und packend bis zur letzten Minute, die typische Hitchcock-Atmosphäre und die wunderbaren Dialoge lassen den Zuschauer in die Handlung und Szenerie eintauchen.



Wie so oft, wird von einem starken Klassiker irgendwann ein Remake produziert. Der "Versuch" von 1998 .. ein offensichtlicher Flop.

Dringend empfehlen kann ich nur das Original und für Krimi,- sowie Klassiker-Fans ein absolutes Muß!

Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 25. März 2011
Bevor ich hier einigen Film-Fans die Laune verderbe: Meine Kritik ist zwiegespalten; einerseits sollte man sich auf das Handwerk Hitchcocks einlassen, andererseits vom heutigen Standpunkt betrachten! Zum ersten Punkt: Ich brauche hier wohl niemandem die Genialität und den prägenden Einfluss des Regisseurs auf die Nachwelt zu erklären. Hitchcock war ein Meister - unglaublich präzise, detailliert und fachlich begabt! "Das Fenster zum Hof" weist seine typische Handschrift auf; es wird sehr viel Zeit auf die Einführung und Beschreibung der Protagonisten verwendet - ähnlich wie in "Die Vögel". Das mag für Film-Enthusiasten reizvoll sein, aber für Nichtkenner der Hitchcock`schen Herangehensweise auch ziemlich herausfordernd (und das ist noch positiv umschrieben). Zum zweiten Kritikpunkt: Aus heutiger Sicht ist die Thematik schlicht und ergreifend eingestaubt - was damals evtl. als brisante moralische Ausgangssituation galt, nämlich "darf ich jemanden nachspionieren oder widerspricht dies der sittlichen Grundhaltung", spielt heutzutage eine untergeordnete Rolle. Was ich sagen will: Dieser Film ist für Newcomer des hitchcock'schen Suspense eher weniger zu empfehlen, wohl mehr für "Fortgeschrittene"! Gerade der Showdown ist aus aktueller Betrachtung - na ja - unfreiwillig komisch. Dennoch: Wer sich selbst als Filmkenner und -fan bezeichnet, sollte "Das Fenster zum Hof" keinesfalls missen!
Alphaomegus
Alphaomegus

5 Follower 27 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
In der heutigen Zeit sind eigentlich viele alte Schwarz-Weiß Filme nur noch was für hartgesottene Filmgenießer. Durch mittlerweile gestochenscharfe Bilder schrecken solche Klassiker häufig schon in den ersten Minuten ab. Umso mehr müssen solche Filme beim Plot und der Charackterentwicklung/Darstellung punkten. Und dies ist einer der wenigen Filme die das ohne große Mühe schaffen.



Das ganze Szenario ist klein gehalten und spielt in einem Hinterhof. Eine handvoll Darsteller und eine klassische Story, die man als Ursprung heutiger Klischees sehen könnte machen den Film legendär.



Aktuelle Independent Filme und Überaschungserfolge bauen häufig auf demselben Prinzip auf. Mit diesem Film hat man jedoch ein Original vor sich, welches auf jedenfall die 10/10 verdient hat.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 13. Juni 2022
In diesem Film macht Hitchcock seinem Namen als "Master Of Suspense" alle Ehre. Die Geschichte wird hauptsächlich durch die Bilder erzählt und weniger durch überflüssige Dialoge, auch wenn diese bei Hitchcock auch immer sehr intelligent und pointiert gesetzt werden. James Stewart und Grace Kelly sind hervorragend in ihren Rollen, die Kameraarbeit exzellent und die Spannung sehr intensiv. Ein Flm, den man sich immer wieder anschauen kann.
kaffeejunkie84
kaffeejunkie84

4 Follower 36 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 18. Juni 2018
Darf man zwei Lieblingsfilme von Hitchcock haben ?
Dann nenne ich "Rear Window" neben "Vertigo".
Wenn Grace Kelly als Lisa Fremont "Vorschau auf kommende Attraktionen" verspricht, weiß ich auch nicht mehr weiter.
Der arme James Stewart im Rollstuhl, was soll er da machen...
Suspense, Farbfotografie, erstklassige Schauspieler ( u.a. Thelma Ritter als Pflegerin ), da kann man doch gar nicht meckern.

Das waren noch Zeiten, als ein Film eher durch das wirkte, was man nicht sah, sondern sich höchstens vorstellen konnte
( aber nicht wollte ). Heute muss ja leider literweise Blut fließen...
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