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    Neu bei Amazon Prime Video: In diesem verstörenden Mystery-Thriller spielt ein Marvel-Star 24 (!) verschiedene Rollen
    24.11.2022 um 08:22
    Julius Vietzen
    Julius Vietzen
    -Redakteur
    Julius hat beim Jobben in einer Videothek so ziemlich jeden Horrorfilm gesehen, den es dort gab, und dabei einige Perlen entdeckt – von „Splinter“ über „Triangle“ bis „Fragiles“.

    „X-Men“-Star James McAvoy spielt in „Split“ einen Entführer, in dessen Körper 24 Persönlichkeiten (!) um die Vorherrschaft streiten – eine grandiose Schauspiel-Tour-de-Force, von der ihr euch jetzt bei Amazon Prime Video begeistern lassen könnt:

    Die Karriere von M. Night Shyamalan begann dank „The Sixth Sense“ und „Unbreakable“ mit zwei echten Ausrufezeichen, anschließend driftete der hochbegabte Filmemacher aber mehr und mehr in Richtung Selbstparodie ab – je nachdem, wen man fragt, ist dieser Punkt früher („The Village“) oder später („The Happening“, „Die Legende von Aang“) erreicht.

    Beginnend mit „The Visit“ aus dem Jahr 2015 arbeitete sich Shyamalan dann jedoch aus dem Karrieretief raus – das erkennt man auch sehr gut an „Split“ von 2016, der zu Recht als der vorläufige Höhepunkt in Shyamalans Regie-Renaissance gilt. „Split“ ist „M. Night Shyamalans bester Film seit vielen Jahren“ heißt es dementsprechend auch im Fazit unserer FILMSTARTS-Kritik (4 von 5 Sternen). Und wer sich davon selbst überzeugen will, hat nun im Abo von Amazon Prime Video die Gelegenheit:

    » M. Night Shyamalans „Split“ bei Amazon Prime Video*

    „Split“ ist jedoch nicht nur sehenswert, weil Shyamalan darin zu alter Form zurückfindet, sondern auch wegen James McAvoy („X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“), der als Bösewicht des Films einen Mann mit nicht weniger als 24 (!) verschiedenen Persönlichkeiten spielt – von denen acht dann auch im Film zu sehen sind.

    Dieser Mann, der eigentlich Kevin heißt, entführt eines Tages als seine Persönlichkeit Dennis die Teenagerinnen Claire (Haley Lu Richardson), Martha (Jessica Sula) und Casey (Anya Taylor-Joy) und sperrt sie in einem Kellerlabyrinth ein. Anschließend tritt er seinen Opfern jedoch auch immer wieder in anderen Persönlichkeiten gegenüber: mal als sechsjähriger Hedwig, mal als strenge Patricia und mal als freundlicher Barry.

    Während die drei jungen Frauen verzweifelt nach einem Fluchtweg suchen, schaut Kevin auch immer wieder bei seiner Psychiaterin Dr. Fletcher (Betty Buckley) vorbei, die schnell vermutet, dass ihr Patient ihr etwas verheimlicht...

    Mit Kevin und seine verschiedenen Persönlichkeiten liefert McAvoy eine absolut grandiose Performance, eine schauspielerische Tour de Force, bei der der Schotte manipulative, brutale, verängstigte, eitle, amüsante, kindische, aggressive und schüchterne Seiten zeigen kann und mühelos zwischen den verschiedenen Persönlichkeiten hin und her wechselt.

    Anya Taylor-Joy („X-Men: New Mutants“) steht ihrem Gegenüber jedoch in Nichts nach und liefert als wehrhaftes und patentes Entführungsopfer ebenfalls eine großartige Leistung ab. Wer Taylor-Joys Karriere (von „Emma.“ über „Das Damengambit“ bis hin zu aktuell „The Menu“) verfolgt hat, dürfte davon jedoch kaum überrascht sein...

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