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    Nach "The Crown" auf Netflix müsst ihr diesen Film auf Amazon Prime Video streamen
    Nina Becker
    Nina Becker
    -Redakteurin
    Die Liebe zu Serien und Filmen über historische Stoffe hat bei Nina schon als Kind mit „Lady Oscar“ und der Französischen Revolution angefangen. Bis heute guckt sie nahezu alles, was das Genre hergibt.

    Die fünfte Staffel von „The Crown“ spielt in der ersten Hälfte der 90er-Jahre und fast alles dreht sich um das Ende der Ehe von Prinz Charles und Lady Diana. Wer allerdings mehr über die „Königin der Herzen“ wissen will: Wir haben da einen Tipp!

    Mit der sechsten Staffel von „The Crown“, die voraussichtlich im Herbst 2023 auf Netflix laufen wird, endet die erfolgreiche Serie über das Leben von Queen Elisabeth II. und den britischen Royals. In der letzten Staffel wird vor allem ein Thema im Fokus der Geschichte stehen: Der Unfall-Tod von Diana Spencer, der Ex-Frau von Kronprinz Charles, der 1997 die ganze Welt geschockt hat. In der fünften Staffel von „The Crown“ lernen die Zuschauer*innen Diana (gespielt von Elizabeth Debicki) allerdings bereits ziemlich gut kennen...

    Das heißt, natürlich lernen „The Crown“-Fans Diana Spencer nicht wirklich kennen. Sondern nur eine fiktive Version der „Königin der Herzen“. Denn bei der Netflix-Produktion handelt es sich nicht um eine Dokumentation – auch wenn Kritiker der Serie meinen, dass dieser Umstand nicht immer ganz klar sei. Trotzdem bekommt man einen ziemlich guten Eindruck davon, wie es ist, plötzlich Prinzessin zu werden. Oder nicht?

    +++Meinung+++

    In „The Crown“ sind wir dabei, wenn Charles Diana zum ersten Mal sieht und sich in sie verliebt. Wir sind dabei, wenn Diana an den Hof kommt und lernt, wie sich eine Prinzessin zu benehmen hat. Wir sind dabei, wenn sie unter dem Druck der Krone zerbricht, sich auf der Toilette übergibt und krank wird. Und wir sind an ihrer Seite, wenn ihre Ehe zerbricht, wenn sie um ihre Kinder bangt und ein neues Leben beginnt. So richtig mitreißend ist das turbulente Leben von Diana in „The Crown“ allerdings nicht, wenn man mich fragt.

    Obwohl ich alle bisher ausgestrahlten Staffeln von „The Crown“ und auch den wechselnden Cast liebe, hat mich Dianas Schicksal in den neuesten Folgen nicht wirklich berührt. Das liegt mit Sicherheit nicht an der großartigen Schauspielerin Elizabeth Debicki – ganz im Gegenteil! Es ist wahnsinnig faszinierend, wie detailgetreu Debicki Diana darstellt. Als ich sie zum ersten Mal in der Rolle der Prinzessin sah, lief mir ein Schauer über den Rücken, so perfekt ist die Darstellung, die Kostüme, ihr Auftritte und die Maske. Debicki winkt sogar eins zu eins wie Diana! Und trotzdem wirkt die Geschichte häufig einfach nur oberflächlich – vielleicht weil „The Crown“ nun mal einfach das große Ganze im Blick hat und Ereignisse chronologisch abgearbeitet werden.

    Wer allerdings – verständlicherweise – nicht genug von Diana und ihrer Geschichte kriegen kann und gerne außergewöhnliche Spielfilme guckt, dem lege ich unbedingt „Spencer“ von Regisseur Pablo Larraín ans Herz! Dieser steht momentan im Abo von Amazon Prime Video zur Verfügung.

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    Darum ist Diana in "Spencer" so viel mitreißender als die Prinzessin in "The Crown"

    „Spencer“ von Pablo Larraín lief im Januar 2022 in den deutschen Kinos und begeisterte Kritiker*innen und Zuschauer*innen gleichermaßen. Mit Sicherheit auch, weil es sich bei „Spencer“ nicht um ein einfaches Biopic handelt, sondern um eine Mischung aus Biographie, Drama und Horror-Märchen! Der Film spielt – genau wie die fünfte Staffel von „The Crown“ – in den frühen 90er-Jahren und beleuchtet das Ende der Ehe von Charles und Diana. Trotzdem erzählt er eine ganz andere Geschichte als die Serie: Dianas Geschichte.

    In „Spencer“ wird Diana von der hinreißenden Kristen Stewart („Crimes Of The Future“) gespielt, die vielleicht zunächst optisch nicht so perfekt wie Debicki in die Rolle zu passen scheint. Und doch schafft es Stewart von Anfang an nahbarer und menschlicher zu sein – obwohl sie sich selbst nicht mehr wie ein Mensch zu fühlen scheint.

    KomplizenFilm; DCM
    Kristen Stewart als Diana.

    Wir reisen mit der Prinzessin im Porsche zu ihrem Mann, zu ihren Kindern und der Queen (Stella Gonet), um mit den Royals Weihnachten zu feiern. Das wird allerdings alles andere als ein festliches und gemütliches Event. Es ist vielmehr eine Reise in einen goldenen Käfig, voller Regeln, Kälte (im wahrsten Sinne des Wortes) und Verwirrungen. Bis auf Charles (Jack Farthing) und Dianas Kinder Harry (Freddie Spry) und William (Jack Nielen), bleiben die anderen Familienmitglieder im Hintergrund der Geschichte. Sie sind nicht etwa bösartig oder intrigant, wie häufig angenommen wird, wenn über die britischen Royals berichtet wird. Es sind die uralten höfischen Regeln und das Königshaus als Institution, die Diana in die Knie zwingen. Und Larraín schafft es, dass auch wir als Zuschauer*innen diese Fesseln fühlen und verstehen.

    Doch „Spencer“ ist nicht nur wunderschön düster! Der Film ist auch das Gegenteil davon. Mein Kollege Björn Becher beschreibt den Film in seiner 4-Sterne-Kritik als „ansteckend-optimistisches Märchen“ und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Wer Lust auf diesen ganz besonderen (und weihnachtlichen!) Film hat, wird auf Amazon Prime Video fündig.

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