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    Heute zum ersten Mal im TV: Dieser Horror-Thriller ist "Eine verhängnisvolle Affäre" für die Tinder-Generation
    Oliver Kube
    Oliver Kube
    -Freier Autor und Kritiker
    Oliver Kubes aktuelle Lieblingsfilme sind "Dream Scenario", "Anatomie eines Falls", "Wunderland", "All Of Us Strangers" und "The Holdovers".

    Online-Dating-Apps sind ein unkomplizierter Weg, neue Leute und, wenn man/frau Glück hat, vielleicht die große Liebe zu treffen. Dass das Ganze aber auch seine Schattenseiten haben kann, seht ihr heute Abend bei der Free-TV-Premiere von „Bad Match“.

    Eine intelligente, attraktive Frau, die – nachdem sie von einem sorglos agierenden Casanova abserviert wurde – zur Stalkerin mutiert und alles daran setzt, sein Leben zu ruinieren: Dieser Plot kommt euch bekannt vor? Dann habt ihr bestimmt irgendwann mal den Thriller-Klassiker „Eine verhängnisvolle Affäre“ mit Glenn Close und Michael Douglas gesehen. Selbiges scheint auch Regisseur und Drehbuch-Autor David Chirchirillo („Cheap Thrills“) getan zu haben, der uns mit „Bad Match“ seine eigene Variante dieser Prämisse präsentiert – angereichert durch das zeitgemäße Element des Online-Datings...

    Bad Match“ läuft am heutigen 15. März 2023 ab 0.00 Uhr auf Tele 5. Eine Wiederholung gibt es in der Nacht vom 16. auf den 17. März um 1.50 Uhr. Wenn diese Ausstrahlungen für euch zu spät angesetzt sein sollten, steht der Thriller zudem bis zum 15. April 2023 in der Mediathek des Senders zum Gratis-Streamen bereit.

    Falls ihr diesen Artikel erst nach Ablauf der obigen Termine entdecken solltet oder den Film lieber im englischsprachigen Original sehen wollt, könnt ihr euch den FSK-16-Titel natürlich auf Blu-ray beziehungsweise DVD anschaffen. Oder ihr streamt ihn kostenpflichtig bei Anbietern wie Amazon Prime Video.

    "Bad Match" auf Tele 5: Das ist die Story

    Harris (Jack Cutmore-Scott) arbeitet mit Erfolg in seinem gutbezahlten Job als Kreativer bei einer hippen Marketing-Agentur. Noch mehr Zeit und Energie steckt der junge Mann allerdings in das Durchforsten seiner favorisierten Dating-App nach neuen weiblichen Bekanntschaften. Mit Erfolg, trifft er sich doch fast jeden Abend mit einer anderen Dame.

    Mehr als ein heißer One-Night-Stand wird allerdings nie aus diesen Begegnungen. Denn der überzeugte Single hat nicht nur eine ausgeprägte Bindungsphobie, er scheut auch davor zurück, jegliche Art von Verantwortung zu übernehmen. Doch sein lockeres Leben ändert sich abrupt, als er über die App eines Tages die hübsche Riley (Lili Simmons) kennenlernt.

    Studio Hamburg
    Harris checkt die nächsten "Kandidatinnen" aus, während sein Kumpel und Kollege Robby staunend zusieht.

    Denn anders als seine sonstigen Eroberungen verschwindet die hochintelligente, mental aber offenbar instabile Studentin nicht einfach wieder im Hintergrund. Riley ist geradezu besessen von Harris, glaubt in ihm den Mann fürs Leben gefunden zu haben und lässt auch nicht locker, als er ihr mitteilt, dass er kein Interesse an einer festen Beziehung hat. Es dauert nicht lange und Riley verwandelt seinen bis dahin so sorgenfreien Alltag in einen regelrechten Albtraum...

    "Bad Match" ist kein offizielles Remake

    „Bad Match“ ist sicher kein großes Meisterwerk. Bei dem erfrischend kurz gehaltenen, streckenweise schön pulpigen und mit dem einen oder anderen gelungenen Twist aufwartenden Film lässt sich nach einem anstrengenden Tag aber prima auf dem Sofa abschalten.

    Zudem hatte „Banshee“- und „Bone Tomahawk“-Star Lili Simmons offensichtlich viel Spaß daran, die mit fortschreitender Laufzeit vom netten Mädchen von nebenan zur wilden Furie mutierende Psychopathin zu geben. Ihr Szenenpartner Jack Cutmore-Scott („Deception - Magie des Verbrechens“) schafft es sogar, beim Publikum so etwas wie Mitgefühl für seinen zunächst als fürchterlich oberflächlichen und sexistischen Hipster auftretenden Harris zu erwecken. In weiteren Rollen sind Chase Williamson („Camera Obscura“), Brandon Scott („Dead To Me“) und Noureen DeWulf aus der Charlie-Sheen-Sitcom „Anger Management“ zu sehen.

    Studio Hamburg
    Während ihrer ersten Begegnung lässt Harris bei Riley gleich seinen ganzen Charme spielen.

    „Bad Match“ ist trotz aller Ähnlichkeiten übrigens kein offizielles Remake des Erotik-Thrillers „Eine verhängnisvolle Affäre“ von „9 1/2 Wochen“- und „Lolita“-Regisseur Adrian Lyne. Dass der 1987er-Thriller eine wichtige Inspiration für die fast exakt 30 Jahre später entstandene Arbeit von David Chirchirillo gewesen sein muss, ist aber mehr als offensichtlich. Ein Umstand, der auch in so gut wie allen, übrigens größtenteils durchaus positiv ausgefallenen Rezensionen zum US-Kinostart erwähnt wurde.

    Wenn ihr nach (oder anstelle von) „Bad Match“ jetzt Lust bekommen habt, das damals in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bestes adaptiertes Drehbuch“, „Beste Hauptdarstellerin“ (Glenn Close), „Beste Nebendarstellerin“ (Anne Archer) und „Bester Schnitt“ für Oscars nominierte „Original“ zu schauen, dann könnt ihr das aktuell ohne Zusatzkosten im Rahmen eines Streaming-Abos bei Paramount+ tun. Das wäre sicher keine schlechte Idee, erhielt der Psycho-Thriller doch auch in unserer offiziellen FILMSTARTS-Kritik starke vier von möglichen fünf Sternen.

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