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    "Ein verdammtes Meisterwerk": Quentin Tarantino liebt die zu Unrecht gefloppte Fortsetzung eines 80er-Horror-Hits
    Michael Bendix
    Michael Bendix
    -Redakteur
    Ob psychologischer Horror, Slasher-Film oder obskures Kleinod: Michael liebt das Horrorkino, seit er nach dem Schauen von „Blair Witch Projekt“ eine halbe Stunde lang wie versteinert auf dem Sofa saß.

    „Gremlins 2“ konnte 1990 nicht an den Erfolg seines Vorgängers anknüpfen. Doch mittlerweile genießt auch der zweite Kuschelmonster-Horror Kultstatus – und auch Quentin Tarantino zählt zu den erklärten Fans.

    Fortsetzungen standen lange Zeit in dem Ruf, in erster Linie Altbekanntes zu Profitzwecken neu aufzuwärmen – nur eben in den meisten Fällen weniger gelungen und originell. Dass es von dieser vermeintlichen Regel eine ganze Menge Ausnahmen gibt, zeigt nicht nur unser Ranking mit den besten Sequels aller Zeiten laut den Bewertungen der FILMSTARTS-Community.

    Quentin Tarantino hat zwar bisher davon abgesehen, Fortsetzungen zu seinen eigenen Filmen zu drehen (bei dem „Kill Bill“-Doppel handelt es sich ja eigentlich um einen langen Film, der zu Vermarktungszwecken zweigeteilt wurde), aber er ist Sequels keinesfalls abgeneigt, wenn sie dem Original etwas hinzuzufügen haben. So zählt er auch zu den erklärten Fans des zweiten Teils einer 80er-Jahre-Horror-Komödie, der seinen Vorgänger auch in den Augen des Verfassers dieses Artikels sogar noch einmal toppt – und das, obwohl er an den Kinokassen deutlich schlechter abschnitt...

    Quentin Tarantino hält "Gremlins 2" für "ein verdammtes Meisterwerk"

    Mit „Gremlins - Kleine Monster“ drehte Joe Dante den mit Abstand erfolgreichsten Film seiner Karriere: 1984 wurde der anarchische Plüschmonster-Kult nur von „Indiana Jones und der Tempel des Todes“, „Ghostbusters“ und „Beverly Hills Cop“ davon abgehalten, zum erfolgreichsten Film des Jahres zu werden.

    Sechs Jahre später führte Dante auch bei „Gremlins 2 - Die Rückkehr der kleinen Monster“ Regie, der in Sachen Verrücktheit und Zerstörungswut noch einige Schippen drauflegte – mit einem weltweiten Einspielergebnis von 41,5 Millionen US-Dollar (gegenüber einem Budget von 50 Millionen) am Box Office aber ziemlich abschmierte.

    Der junge Tarantino, der gerade seine ersten Schritte im Filmgeschäft machte, liebte den ersten Teil so sehr, dass er einen Vorwand erfand, um die Dreharbeiten zu „Gremlins 2“ besuchen zu dürfen. Im The Video Archives Podcast, den er zusammen mit seinem „Pulp Fiction“-Co-Autor Roger Avary hostet, hat sich der 61-Jährige an seine Filmset-Begegnung mit Joe Dante zurückerinnert – und unmissverständlich klar gemacht, dass ihn das Ergebnis alles andere als enttäuscht hat:

    „In der letzten Einstellung schlug jemand vor, einen Weihnachtsmann und Rentiere einzufügen, die über den Mond fliegen“, so Tarantino. „Ich hörte, wie [Joe Dante] sagte: ‚Sag so was nicht zu mir, sonst denke ich noch, dass das eine gute Idee ist und bringe dich dazu, sie umzusetzen.‘ Ich finde, ‚Gremlins 2‘ ist ein verdammtes Meisterwerk. Die großartigste Entsprechung des MAD-Magazins [Anm.: eine US-amerikanische Satire-Zeitschrift], die je im Kino zu sehen war.“

    Im Nachhinein konnte sich auch „Gremlins 2“ zum Kultfilm mausern. Seit Jahren häufen sich Gerüchte über einen dritten Teil, was natürlich bestens in den anhaltenden Trend der sogenannten Legacy Sequels passen würde. Doch bisher gibt es dazu keine handfesten Informationen – sobald sich das ändert, erfahrt ihr es natürlich bei uns!

    Ein anderes Horror-Sequel stieß bei Tarantino übrigens auf wenig Gegenliebe. Um welchen Film es sich handelt, erfahrt ihr im folgenden Artikel:

    "Ich finde ihn albern": Quentin Tarantino war bitter enttäuscht von der Fortsetzung zu einem der besten Horrorfilme aller Zeiten

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