Den besten Box-Office-Start eines Indie-Horrorfilms in Nordamerika legte „Longlegs“ von Regisseur Oz Perkins im Sommer 2024 hin. Und einige Wochen darauf summierten sich die Ticketverkäufe dermaßen, dass „Longlegs“ zum umsatzstärksten Film für den unabhängigen Filmverleih Neon wurden. Zeichnet sich nun eine ähnliche Erfolgsgeschichte mit Oz Perkins‘ Nachfolgefilm „The Monkey“ ab, der Adaption einer gleichnamigen Kurzgeschichte von Stephen King?
Die Zeichen stehen einem Artikel des Branchenmagazins Deadline zufolge gut, denn das Zuschauerinteresse ist bereits jetzt sehr hoch. So habe der Trailer zu „The Monkey“ nach Auswertung der Data-Research-Firma WaveMetrix in seinen ersten 24 Stunden nach Erscheinen auf allen Plattformen bereits 43 Millionen Views erreicht, innerhalb von 72 Stunden gar mehr als 100 Millionen Views! Wer zu diesen noch nicht beigetragen hat und einen Blick auf den heiß erwarteten Horrorfilm werfen möchte, kann das hier tun:
Trailer-Rekord = Zuschauer-Rekord?
Mit den genannten Zahlen erreicht „The Monkey“ schon jetzt, wenige Wochen vor Kinostart, einen ersten Rekord: Er ist der am häufigsten aufgerufene Trailer eines Indie-Horrorfilms, der eben nicht zu den großen Studios der „Motion Picture Association“ gehört, deren Verbandsmitglieder unter anderem Hollywood-Schwergewichte wie Paramount, Universal und Warner Bros. sind.
Zudem übertreffen die Zugriffszahlen des „The Monkey“-Trailers die hohen Werte von ebenfalls viral gegangenen Horror-Trailern zu Titeln wie „Smile“, „Talk to Me“ und zuletzt „Nosferatu“. Ob auf das große Trailer-Interesse auch entsprechende Zuschauerzahlen folgen werden, bleibt abzuwarten bis zum 20. Februar 2025, wenn der Film in den deutschen Kinos und einen Tag darauf in den US-Kinos startet. Wird die Horror-Komödie auch in Gänze überzeugen können? Hängt wohl auch vom Plot ab…
C2 Motion Picture Group
Ein Aufzieh-Äffchen bringt den Tod: Darum geht’s in "The Monkey"
25 Jahre ist es her, dass sich die Zwillingsbrüder Hal und Bill eines kleinen Spielzeugäffchens entledigt haben, das sie einst auf dem Dachboden entdeckten. Ihre schreckliche Vermutung war, dass wann immer das Äffchen in Erscheinung trat, jemand in ihrer Umgebung auf grausig unwahrscheinliche Weise ums Leben kam. Nachdem sie das Spielzeug vermeintlich für immer zerlegt und entsorgt haben, wachsen Hal und Bill (als Erwachsene beide von Theo James verkörpert) zu Männern heran und leben sich auseinander.
Doch als Hal in der Gegenwart plötzlich wieder auf das Äffchen trifft und sich das altbekannte Muster plötzlicher Todesfälle wiederholt, kontaktiert er seinen Zwillingsbruder. Wird es ihnen gelingen, den Affen ein für allemal zu zerstören?
Horror mit humorigem Twist
Der nun für so viel Buzz sorgende Trailer zu „The Monkey“ präsentiert eine launige Mischung aus Splatter und Comedy, die in ihren einfallsreichen Todesszenen an „Final Destination“ erinnert, aber in der Retro-Farbgebung und Schwarzhumorigkeit zugleich anziehend eigensinnig wird. Gegenüber Entertainment Weekly bekannte sich Drehbuchautor und Regisseur Oz Perkins dazu, Stephen Kings besonderen Humor einfangen zu wollen und erklärte weiter:
„Es ist eine sehr verspielte Komödie mit einer Menge exzessivem Gore und expliziter Sprache. Es ist ein Kinderfilm, der ab 18 Jahren freigegeben ist.“
Und anscheinend kommt Perkins‘ Umschreibung genau so beim Publikum an: Am 18. Januar 2025 zeigte Neon „The Monkey“ bei einem Screening im Rahmen des Beyond Fest im Egyptian Theater in Hollywood – „Raffiniert, stilisiert und sadistisch“ urteilte daraufhin Filmkritikerin Courtney Howard auf X (vormals Twitter) und empfahl diesen „abwegig verrückten Film“.
Welcher Film eines Regie-Hochkaräters uns demnächst auch noch das Fürchten lehren könnte, erfahrt ihr hier:
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